Archiv für 'Zitat des Tages' Kategorie
Verfasst von Felix am Dienstag,8 April, 2008
“Zu diesem Zeitpunkt und im Licht jüngster Vorfälle glaube ich nicht, dass Präsident Bush eine Teilnahme an der Eröffnungsfeier in Peking planen sollte, wenn es keine größeren Veränderungen seitens der chinesischen Führung gibt.”
Hillary Clinton, US-Präsidentschaftsbewerberin, nimmt Stellung zur Diskussion um die Rolle Chinas und die Olympischen Spiele 2008
Nachdem es gestern schon in Paris zu massiven Protesten kam, ist das olympische Feuer morgen in San Francisco an der Westküste der USA. Auch hier kam es schon heute zu Protesten, Demonstranten erklimmten die Goldon Gate Bridge. Dass es Proteste gibt, dürfte verständlich sein. Viel interessanter ist aber das jetzt immer stärker werdende Einschreiten der Politik. Hillary Clintons Statement ist ja nicht nur eine Mahnung an George W. Bush, sondern auch eine klare Kritik an Chinas Vorgehen in Tibet. Das dürfte interessant werden, inwieweit die USA sich klar gegen China abgrenzen. Denn eine mögliche Absage von Präsident Bush wäre das deutlichste Zeichen, wenn es denn kommen sollte.
Derweil haut China auf die Pauke, kritisiert Frankreich für das Vorgehen gestern in Paris. Die Olympischen Spiele sollten als großartiges Sportereignis “von der Politik ferngehalten werden”, sagte eine Sprecherin des chinesischen Organisationskommitees in Peking. Gerade das scheint bei der Rolle Chinas und der aktuellen Situation im Land anscheinend nicht so einfach.
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Verfasst von Felix am Samstag,29 März, 2008
“Wir haben drei zentrale Forderungen: Erstens muss die Bundesliga ein Massenthema bleiben. Ein reines Pay-TV-Konzept lehnen wir ab. Zweitens muss der Fußball alle Zielgruppen erreichen. Wenn im Free-TV sonnabends erst ab 22.00 Uhr übertragen wird, sind Jugendliche in der Diskothek und Kinder im Bett. Drittens muss die Reichweite der Übertragungen für uns konstant bleiben.”
Der Vorsitzende der “S20″ und Marketingchef der Hypo-Vereinsbank, Dirk Huefnaegels, in der Samstagsausgabe des “Tagesspiegels”
In der “S20″ sind die Sponsoren der Fußball-Bundesliga zusammengeschlossen. Was also tun. Ach, eigentlich ganz einfach, die DFL verbietet Disko-Besuche vor Mitternacht, schreibt Eltern vor, dass Kinder samstags bis 23h00 aufbleiben dürfen. Und dann passt das. Gell, Herr Seifert.
[Via Sat+Kabel]
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Verfasst von Felix am Donnerstag,13 März, 2008
“Die Art, wie wir uns hier durchgekämpft haben, war vielleicht das Hässlichste, was wir je getan haben, aber möglicherweise auch das Beste.”
Rick Adelman, der Coach der Houston Rockets nach dem 83:75 bei den Atlanta Hawks
Hässlich, aber erfolgreich also das Fazit von Coach Adelman. Und morgen fragt ehe keiner mehr danach, was bleibt ist der Erfolg. Denn der Auswärtssieg bei den Atlanta Hawks war der 20. Sieg in Folge für die Houston Rockets - und das in Abwesenheit ihres Stars Yao Ming, der bis zum Saisonende wegen einer Verletzung fehlt. Houston ist damit auf Platz Drei was die längsten Siegesserien in der NBA History angeht zusammen mit den Milwaukee Bucks, einzig und allein die Los Angeles Lakers haben mit 33 Siegen in Folge in der Saison 1971/72 wohl einen Rekord für die Ewigkeit gesetzt. Seit 36 Jahren hat also erstmals wieder ein Team eine Serie von 20 Siegen hingelegt. Am Freitag hat man Charlotte zuhause als nächsten Gegner. Dort kann man dann die Serie auf 21 Siege ausbauen, bevor es dann Sonntag zu den LA Lakers geht. Houston ist mittlerweile auf den zweiten Platz der Western Conference vorgestoßen. Hässlich spielen kann so erfolgreich sein.
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Verfasst von Felix am Sonntag,24 Februar, 2008
“Schäm Dich, Obama. Es wird Zeit, dass Du einen Wahlkampf führst, der im Einklang mit Deinen öffentlichen Verlautbarungen steht. Das erwarte ich von Dir. Triff mich in Ohio, lass uns über Deine Taktiken und Dein Verhalten in dieser Kampagne debattieren.”
Hillary Clinton bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ohio
Hillary Clinton greift zu ihrem letzten Strohhalm in Vorwahlkampf. Die Möglichkeit über die TV-Debatte sich zu profilieren, schlug fehl, im Wahlkampf mit Argumenten ihre Wählerschichten wieder zurückzugewinnen auch, jetzt kommt dann eben der direkte Angriff auf den Gegenkandidaten. Und sie setzt Obama vor der TV-Debatte damit gehörig unter Druck. Doch falls Obama auch diese Attacke abwenden sollte, dürfte damit das Reportuire damit aber auch aufgebraucht sein.
Warum es bei den Vorwürfen genau geht, fasst CNN nochmal auch mit Videobeiträgen zusammen.
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Verfasst von Felix am Donnerstag,21 Februar, 2008
Ich hielt Kurt Beck bis jetzt durchaus für einen fähigen, durchaus volksnahen Politiker, aber seit heute muss ich meine Entscheidung ein bisschen revidieren. Heute Morgen kam über die Meldungen folgende Aussage:
“Dann machen wir´s halt so.”
Aussage von Kurt Beck bei einem Abendessen unter Vertretern der Hessen-SPD, so der Kölner-Stadtanzeiger
Da standen bei mir schon die Haare zu Berge. Denn das wäre glatter Wahlbetrug, ein Bruch mit den Wahlversprechen. Das hätte ich Kurt Beck eigentlich nicht zugetraut. Aber vielleicht muss auch er seine Macht innerhalb der Partei unter Beweis stellen - zulasten des Ansehens und des Vertrauens in unsere Politiker. Heute Abend gab es dann zumindest eine kleine Einschränkung von Kurt Beck:
“Es wird keinerlei Absprachen oder sonstige Vereinbarungen irgendwelcher Art, auch nicht über eine Tolerierung durch Die Linke, geben.”
Wieso hat Kurt Beck nicht den Schneid zu sagen, dass man die Stimmen der Linke bei einer möglichen Wahl von Ypsilanti nicht akzeptiere? Ist das so schwierig? Denn nur so wäre es der Wahrheit vor dem Wahlkampf entsprechend. “Wir brauchen die Linke nicht”, hieß es aus Seiten der SPD.
Und wie blöd kann man aus Sicht von Kurt Beck sein? Sonntag sind Wahlen in Hamburg, die SPD holt sukzessive in den Umfragen auf - und dann kommt der Teddy-Bär aus der Pfalz mit solchen Überlegungen. Die Opposition reitet selbstverständlich auf Becks Aussagen, die der SPD durchaus Stimmen in Hamburg kosten können.
Ein weiteres tauriges Kapitel im zunehmenden Auseinanderdriften von Volk und Politik. Danke Herr Beck. Sehr viel dümmer kann man Vertrauen in Hessen nicht schneller verbauen - noch bevor überhaupt die Legislaturperiode dort begonnen hat.
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Verfasst von Felix am Mittwoch,13 Februar, 2008
Gestern fanden die Potomac Primaries statt, also die Vorwahlen in der Hauptstadt Washington D.C., in Maryland und Virginia. Und ganz ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass Barack Obama Hillary Clinton so deutlich hinter sich lässt. Und auch im Situation Room von CNN war man mehr als erstaunt, als die ersten Zahlen eintrudelten. In Washington D.C. kommt Obama auf 75% der Stimmen, in Maryland auf 60% und in Virginia auf 65%. Damit liegt erstmals Barack Obama in den Delegiertenstimmen vor Hillary Clinton, zwar nur ein knapper Vorsprung, aber dennoch vielleicht ein kleiner Wendepunkt. Dementsprechend zuverlässig zeigte sich auch Barack Obama:
“The change we seek swept through Chesapeake and over the Potomac. We won the state of Maryland. We won the commonwealth of Virginia. And though we won in Washington, D.C., this movement won’t stop until there is change in Washington, D.C., and tonight we’re on our way.”
In einer Woche geht es dann in Wisconsin und auf Hawaii weiter, aber diese Vorwahlen sind eher zu vernachlässigen. Richtig dramatisch wird es nochmal am 04. März, wenn unter anderem in den bevölkerungsreichen Staaten Texas und Ohio gewählt wird. Dann werden noch mal knapp 500 Delegiertenstimmen verteilt. Dementsprechend liegt dort auch die Hoffnung von Hillary Clinton:
“We’re going to sweep across Texas in the next three weeks, bringing our message about what we need in America … I’m tested, I’m ready. Let’s make it happen.”
Aber die Probleme für Hillary Clinton sind offenbar. Sie hat den Anschluss verloren und erstmals bei den Vorwahlen gestern keine Mehrheit gefunden bei den Latinos, bis dato eine starke Zustimmungsgruppe für Clinton. Auch hier hat Obama die Mehrheit geholt. Lediglich bei weißen Frauen kann Hillary Clinton noch mehr Stimmen gewinnen als Barack Obama. Texas und Ohio sind jetzt “Must-Wins” für Hillary Clinton, das wird richtig interessant.
Bei den Republikanern hat sich das Bild nicht wesentlich verändert. John McCain hat alle drei Vorwahlen gewonnen und benötigt lediglich nur noch knapp 400 Delegiertenstimmen. Mike Huckabee will weiterkämpfen, bis im Lager der Republikaner eine Entscheidung feststeht.
Nochmal zur Hillary Clinton. Ich habe großen Respekt vor deren politischer Arbeit und vor der Person und frage mich deshalb auch, wie man sich in so einer Zeit wie dieser jetzt fühlen muss. Vor gut einem Monat in allen landesweiten Umfragen noch über 30% vor Obama gelegen zu haben, und jetzt nicht mehr die Gejagte, sondern die Jägerin zu sein muss unglaublich frustrierend sein. Und eines nehme ich Hillary Clinton mal so spontan nicht ab. Dass sie nicht nervös ist und dass es nicht auch rumort in ihrem Wahlkampflager. Gestern Nacht trat ihr stellvertretender Wahlkampfmanager zurück. Hillary Clinton steht unter Druck. Alles andere als wirklich überzeugende Siege in Texas und Ohio würden eventuell das Ende bedeuten.
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Verfasst von Felix am Freitag,1 Februar, 2008
Hillary Clinton has done — she’s run a — we’re running a competitive race, but it’s because we both love this country, and we believe deeply in the issues that are at stake.
I believe we’re at a defining moment in our history. Our nation is at war; our planet is in peril. Families all across the country are struggling with everything from back-breaking health care costs to trying to stay in their homes. And at this moment, the question is: How do we take the country in a new direction? How do we get past the divisions that have prevented us from solving these problems year after year after year? I don’t think the choice is between black and white or it’s about gender or religion. I don’t think it’s about young or old. I think what is at stake right now is whether we are looking backwards or we are looking forwards. I think it is the past versus the future.
Eingangsstatement von Barack Obama bei der gestrigen TV-Debatte der Demokraten in Los Angeles
Es war eine interessante und unterhaltsame Debatte, nicht sehr geprägt von großen inhaltlichen Unterschieden, dennoch machten beide ihre Position deutlich. Es war aber auch nach all den Streitigkeiten der letzten Woche eine sehr harmonische Debatte, wie das Eingagsstatement zeigen soll. Auch wenn Barack Obama inhaltlich nie ganz präzise wird, ich bin immer wieder begeistert von seinen rhetorischen Fähigkeiten.
Ansonsten war es eine Debatte, die ich so auch gerne mal in Deutschland sehen würde. Zwei kompetente Moderatoren, aufmerksames Publikum, zwei Kandidaten, die sich gegenseitig ausreden lassen und nicht ins Wort fallen. Spätestens da wäre bei uns Schluss.
CNN hat die Debatte nach Themengebieten aufgeteilt. Die einzelnen Schwerpunkte kann man sich hier nochmal im Video anschauen.
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Verfasst von Felix am Montag,28 Januar, 2008
“Roland Koch hat den Regierungsauftrag, er bleibt der Kandidat und wird Gespräche führen. Es ist Teil der politische Kultur, dass die dazu stärkste Partei vom Wähler beauftragt ist. Frau Ypsilanti hat überhaupt keine Machtperspektive, es sei denn, sie begeht einen Wortbruch und koaliert mit der Linken.”
CDU-Generalsekretär im Morgenmagazin von ARD und ZDF
Kurz Überlegen? CDU - politische Kultur - Hessen. Klingelt es da auch nicht bei Ihnen, Herr Pofalla? Das passt ja nun mal gar nicht als Argumentation.
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Verfasst von Felix am Donnerstag,17 Januar, 2008
“Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.”
SPD-Spitzenkandidat Wolfgang Jüttner
“Ich fühle mit der verlassenen Ehefrau von Christian Wulff, die sicherlich sehr leidet. Er hat kein Problem, sich von seiner Frau Knall auf Fall zu trennen und gleichzeitig eine neue Frau zu präsentieren, die jetzt ein Kind erwartet, obwohl er nicht geschieden ist. Ich bin mit meinem Mann seit 35 Jahren verheiratet.”
Marion Jüttner, Frau des SPD-Spitzenkandidaten
Irgendwie hatte ich es befürchtet, dass es auch in Niedersachsen mit dem Niveau runtergeht. Und wenn, dann konnte es nur von Wolfgang Jüttner kommen, der im Wahlkampf bisher immer blass blieb und irgendwie ohne Profil blieb. Jetzt zieht man dann wohl die letzte Karte gegen Christian Wulff. Das Ehepaar hat für die Bunte (!!!) eine Homestory gemacht inklusive anschließendem Interview, in welchem über den Lebensstil von Christian Wulff nur so abgeläster wurde wie es irgendwie ging.
Zum Hintergrund: Wulff hatte Pfingsten 2006 angekündigt, sich nach 18 Jahren Ehe von seiner Frau Christiane scheiden zu lassen. Er lebt jetzt mit seiner neuen Lebensgefährtin Bettina Körner und deren vierjährigen Sohn zusammen und hat sich erstmals während der WM öffentlich mit seiner neuen Lebensgefährtin gezeigt. Bettina Körner erwartet ein Kind von Wulff, es soll im Frühjahr geboren werden. Sie ist übrigens erst 34.
Wulff hatte 1998 Gerhard Schröder im Wahlkampf kritisiert, dass er zu sehr das Private in die Politik mitbringe. Blöd nur für die Jüttners, dass Wullff bisher seine privaten Verwicklungen komplett aus dem Wahlkampf rausgehalten hat. Damit haben jetzt die Jüttners angefangen. Ich würde mal sagen, dass die Homestory unter die Kategorie “Klassisches politisches Eigentor” fällt. So wird man eher Wähler verlieren.
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Verfasst von Felix am Sonntag,13 Januar, 2008
Ich war am Samstag auf dem CDU-Wahlkampfauftakt in Braunschweig. Hat mir ganz gut gefallen, zumindest vom Essen und Trinken. Die Reden waren auch durchaus zumindest aus allgemeinem Interesse an Politik durchaus brauchbar. Wenn ich noch Zeit finde, schreibe ich einen etwas längeren Beitrag.
“Wir lassen nicht zu, dass die SPD in Amnesie verfällt. Die Niedersachsen wollen keine sozialdemokratischen Abgeordneten, die sich an VW vergangen haben.”
Ministerpräsident Christian Wullf mit Blick auf die VW-Affäre
“Wir sind gut unterwegs. Hier geht was, wir holen auf.“
Christian Wullf zur Lage Niedersachsens
“Niedersachsen gehört wieder zu den Ländern, die Motor sind in Deutschland.”
Angela Merkel präzisiert
“Ein Großteil der Brezeln fürs Oktoberfest kommt heute aus Uelzen.”
Christian Wulff zum Erfolg der CDU/FDP-Koalition
Eines muss man Christian Wulff lassen. Er hat in seiner Rede ganz stark auf landespolitische Themen gesetzt und hebt sich damit positiv von Roland Koch ab.
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