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Drei Wochen vor den Vorwahlen in Pennsylvania gehen Hillary Clinton langsam die Argumente aus

Verfasst von Felix am Dienstag,1 April, 2008

Seit Anfang März, seit den überraschenden und teils deutlichen Erfolgen von Hillary Rodham Clinton, ist Vorwahlpause bei den Demokraten. Eine Pause, die eigentlich nur einem wirklich zu Gute kommt - John McCain von den Republikanern. Heute in drei Wochen finden dann die Vorwahlen in Pennsylvania statt, eigentlich ein Staat, der eher Clinton liegt, hoher Anteil von weißen, älteren, katholischen Menschen. Eigentlich eine Bühne, auf der man sich wieder richtig präsentieren kann. Aber ob es überhaupt soweit kommt beziehungsweise es möglicherweise der letzte Auftritt ist, wird hier nicht beantwortet werden können. Aber es ist wahrscheinlich. Hillary Clinton hat man zwar im Schnitt durchaus 10-15 Prozentpunkte Vorsprung in den Umfragen in Pennsylvania, aber seit zwei Wochen tut sich rein gar nichts in irgendwelchen Meinungsschwankungen. Das mag und kann man durchaus positiv bewerten für Clinton, aber es zeigt eben auch: Die Wähler und Anhänger der Demkraten haben solange das Gefühl der Poltikmüdigkeit - sie wollen eine Entscheidung. Entweder Obama oder Clinton. Und wie es aussieht: Dann eher Obama. Wirklich lange kann man sich damit nicht mehr rumschlagen. Obama und vor allem Clinton sinken in ihren persönlichen Umfragewerten signifikant ab, John McCain von den Republikanern sonnt sich, macht Reisen durch die Welt, tritt so auf, als wäre er mit einem Bein schon im Weißen Haus.

Und die Pause kommt den Demokraten auch nicht wirklich gut. Das haben auch die wichtigsten Leute der Partei so langsam erkannt. Howard Dean sorgt sich besonders. Die letzten Wochen haben aber eben auch gezeigt, dass die Zeit und die Argumente für Hillary Clinton immer dünner werden. Gerade die erfundene Geschichte mit dem möglichen Beschuss bei einem Besuch in Serbien hat sich enorm negativ auf ihre Popularität ausgewirkt. Und besonders nett fand ich dann ihre Entschuldigung: Menschen machen auch mal Fehler. Also, wenn man sich an bestimmte Sachen nicht mehr richtig erinnert, dann macht man auch nicht solche bewussten Aussagen, wie Clinton es tat. Keine Frage, dass auch Barack Obama vor Problemen und Schwierigkeiten stand. Aber er hat sie, unter anderem mit der Rede über die Frage des Rassismus in den USA, weitaus eleganter gelöst als Clinton. Und vor allem: Er hat sich die Probleme nicht selbst gemacht. Clinton lag nach ihren Erfolgen gut im Rennen - und schießt dann ein bemerkenswertes politisches Eigentor. Und auch andere Tatsachen sprechen gegen Clinton. Immer mehr Superdelegates laufen ins Obama-Lager, zuletzt die Senatorin von Minnesota, Amy Klobuchar. Und dann ist es eben auch noch der Rückstand in den Delegiertenstimmen, den sie auch bei deutlichen Siegen in allen noch ausstehenden Vorwahlen nicht mehr aufholen wird. Dass Barack Obama einen Austritt verneint, ist auch nicht verwunderlich, liegt er doch immer noch in Führung und braucht nicht nach hinten schauen.

Und es ist eben auch ein bisschen die politische Stimmung. Die Demokraten fürchten vor allem darum, dass sie mit den immer länger andauernden Streitigkeiten McCain ungewollt zum Favoriten für das Präsidentenamt machen. Das soll auf alle Fälle verhindert werden. Die Stimmen von vielen Seiten nach einer Aufgabe von Hillary Clinton werden immer lauter. Gerade durch ihre Handlungen in der letzten Woche hat sie ihre Angriffsfläche vergrößert. Irgendwann wird auch Hillary Clinton einsehen müssen, dass sie aus diesem Rennen aussteigen muss - zum Wohle der Partei. Das könnte, auch wenn es eine herbe politische Niederlage wäre, ihr wieder ein Stück an Glabwürdigkeit zurückbringen. Denn die vielen Niederlagen in den Vorwahlen hat auch sie mit zu verantworten. Die Zeit läuft gegen Hillary Clinton.

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US Wahl 2008: Die Vorwahlen in Texas und Ohio

Verfasst von Felix am Mittwoch,5 März, 2008

[08h55] So, ein paar Stunden Schlaf seien gegönnt. Die letzten zwei Stunden waren ein echter Thriller auf CNN. Plötzlich sah es so aus, als würde Obama in Texas wieder näher an Hillary Clinton rankommen, die Auswirkungen der guten Ergebnisse in den Städten machten sich bemerbar.

Am Ende gewann Hillary Clinton auch Texas. Momentan sind 90% ausgezählt, Clinton liegt 51 zu 47% vorne, in absoluten Zahlen sind es ungefähr knapp 100.000 Stimmen. Wie sich das genau auf die Delegiertenstimmen auswirkt, ist noch unklar. Bei der Caucus in Texas sind gerade erstmal ein Drittel ausgezählt, hier liegt Obama 10 Prozentpunkte vorne.

Hillary Clinton hat vor allem ihre Stammwähler an sich gebunden. Jetzt geht der Kampf bei den Demokraten weiter. Hillary Clinton geht nach den Siegen in Texas, Ohio und Rhode Island mit ganz viel Rückenwind in die nächsten Aufgaben, Obama konnte nur in Vermont siegen. Das Momentum liegt wieder klar bei Hillary Clinton.

Bei den Republikanern ist alles entschieden. John McCain gewann alle vier Vorwahlen des Abends, hat jetzt genug Delegiertenstimmen für die Nominierung. Seine Kontrahenten sind aus dem Rennen ausgestiegen, heute soll John McCain George W. Bush besuchen. Tätigkeiten, von denen die Demokraten noch mehrere Schritte entfernt sind. In den nächsten Tagen wird es durch die Vorwahlen in Mississippi und Wyoming keine Entscheidung geben, auch eine Entscheidung in Pennsylvania scheint fraglich. Obama hat immer noch einen Vorsprung in den Delegiertenstimmen, hat in Texas eventuell sogar mehr Delegierte gewonnen. Den Demokraten steht ein langer Frühling bevor.

[06h11] CNN wieder mit Spielereien. Und Obama holt wieder auf. 64% ausgezählt, nur noch 55.000 Stimmen Rückstand. Und über das Ergebnis der Caucus wollen wir noch mal gar nicht reden.

Aktuelle Delegiertenverteilung: Obama 1411, Clinton 1324.

So, ich lege mich nebenbei ins Bett, lasse aber alles an. Wenn was passiert, bin ich wieder da.

[06h07] Obamas letzte Hoffnung sind Houston und Dallas, die großen Städte, die immer noch nicht ausgezählt sind, teilweise erst bei 14%. Das kann noch dauern. Momentan sind fast 60% ausgezählt, Clinton kann den Vorsprung etwas ausbauen, knapp 60.000 Stimmen.

[06h00] Larry King ist auch aufgewacht. Die nächsten Vorwahlen der Demokraten sind übrigens am Samstag in Mississippi und am Dienstag in Wyoming. Der nächste wichtige Schritt kommt dann erst am Dienstag, 22. April, in Pennsylvania, wo 188 Delegierte vergeben werden.

[05h55] So, und damit sind eigentlich alle wichtigen Punkte abgehandelt. Nur noch die Frage, wie die Primary und Caucus in Texas ausgeht? Und das könnte noch etwas länger dauern.

[05h39] “City of Binding Lights” von U2 - Barack Obama kommt in San Antonio auf die Bühne. “Es ist ein enges Rennen in Texas.” Zunächst eine Gratulierung an Hillary Clinton, dann Dank an die Wähler in Vermont. “Wir haben die gleichen Vorsprung an Delegierten wie zu Beginn. Wir setzen unsere Kampagne fort.”Yes we can.” Obama sagt, dass die Bewegung nach Wandel noch nicht am Ende sei. Vor vielen Wochen wurden sie abgeschrieben, jetzt lasse man sich auch nicht unterkriegen. Scharfe direkte Angriffe gegen John McCain folgen, der, so Obama, lediglich die Politik von George W. Bush fortsetzen werde. Ansonsten nicht wirklich Neues, was ich noch nicht gehört habe. Wie gesagt, es ist das Momentum, das Barack Obama ganz allmählich abhanden gekommen ist.

[05h33] Zahlen für Ohio: 70% ausgezählt, Clinton führt 56 zu 42%. Nach vorläufigen Berechnungen bekommt Clinton 35 Delegierte, Obama 19.

Zahlen für Rhode Island: 97% ausgezählt, 58 zu 41 % für Clinton. Hillary bekommt 5 Delegierte, Obama einen.

Zahlen für Texas: Knapp 50% ausgezählt, 50 zu 48% für Clinton, knapp 28.000 Stimmen

[05h29] Die nächsten Wochen könnten eine ganz schmutzige Angelegenheit werden. Das war eben mehr als eine Comeback-Ankündigung von Hillary Clinton. Und ihr dürfte auch aufgefallen sein, dass es mit direkten Angriffen und mit teilweise fiesen Attacken gelingt Obama Stimmen abzunehmen. Der Senator aus Illinois wird sich in den nächsten Minuten in Texas äußern. Interessant wird zu sehen sein, wie Obama reagiert. Denn das Momentum, das Obama in den vergangenen Wochen so für sich beansprucht hat, ist jetzt wieder zu Hillary Clinton gewandert.

[05h24] MSNBC blickt genauer auf die Vorwahlen in Ohio. Die Wähler der Demokraten sind gespalten.

Mittlerweile nichts Neues in Ohio. Zwei Drittel sind augezählt, Clinton führt 57% zu 41%, Obama liegt auch in Texas hinten, 1%, und knapp 22.000 Stimmen.

[05h16] “The Rising” von Bruce Springsteen bereitet Hillary Clinton den Weg unter donnerndem Applaus ans Redepult. “Danke Ohio.Wir haben nicht aufgegeben, dieser Sieg ist für euch. Wie Ohio abstimmt, so stimmt die Nation ab. Meine Kampagne kommt wieder. Ohio hat es laut und deutlich gesagt. Wir sind wieder da. Wir gehen unseren Weg.” Ohio wisse, wie man einen Präsidenten auswähle. Hillary strahlt über beide Backen, eine innere Befreiung. “Wir brauchen einen Kandidaten, der Ohio gewinnen kann” [...und das bin ich - Anmerkung des Bloggers]. Ohio habe ein neues Kapitel in der Geschichte dieser Wahlkampfkampagne geschrieben. Und der Telefonanruf darf natürlich auch nicht fehlen.

[05h01] In Columbus verteiben sich die Hillary-Anhänger die Zeit in die Kamera von CNN zu jubeln, jedes Mal, wenn sie sich auf der großen Leinwand sehen. In Texas 33% ausgezählt, Clinton führt 50 zu 48%.

[04h55] CNN: Hillary Clinton gewinnt Ohio !!! Trotz der zahlreichen Auszählungen rund um Cleveland geht Ohio wohl an Hillary Clinton. Das ist dann der erste Big Point für Clinton in dieser Nacht und ein ganz wichtiger Sieg. Damit dürfte klar sein, dass Hillary Clinton unabhängig vom Ausgang der Vorwahlen in Texas weiter im Rennen bleibt. Und da freut sich dann besonders John McCain. Momentan sind 55% ausgezählt, Clinton führt 58 zu 40%.

[04h47] Hillary Clinton liegt in Texas jetzt vorne mit 1000 Stimmen, 24% sind ausgezählt. Die ehemalige First Lady tritt nun auch gleich vor ihre Anhänger.

[04h43] Das mit der Rede von Hillary Clinton scheint sich noch etwas zu verzögern. Sky News hat bisher wieder ins Studio geschaltet und bringt nochmal eine Zusammenfassung des Abends und der Nacht. Mache ich das auch mal.

  • John McCain hat die Vorwahlen der Republikaner in Vermont, Rhode Island, Texas und Ohio gewonnen und hat die magische Grenze von 1.191 Delegierten überschritten und ist damit offiziell Kandidat der Republikaner
  • McCain hat in einer Rede seine Nominierung bestätigt. Er wird morgen ins Weiße Haus zu George We. Bush fahren. Zuvor hatte Mike Huckabee seinen Rückzug vom Nominierungsmarathon angekündigt.
  • Barack Obama hat die Vorwahlen in Vermont gewonnen, Hillary Clinton hat Rhode Island gewonnen.
  • Ohio und Texas sind weiterhin too close to call. In Texas liegen beide Kandidaten gleich auch, in Ohio liegt Clinton leicht vorne. Aber in beiden Staaten ist noch alles offen.
  • In Ohio sind vor allem die Gebiete mit Afro-Amerikanischer Bevölkerung und die Stadt Cleveland noch nicht ausgezählt, in Texas fehlen ebenfalls noch einige Städte. Clinton schneidet vor hier vor allem in ländlichen Gebieten gut ab, Obama in den Städten.

[04h30] 19% in Texas ausgezählt, beide gleichauf bei 49%, Unterschied von knapp 7000 Stimmen.

[04h27] CNN spielt mal wieder mit der Grafik, zeigen dass der Sieg von Clinton in Ohio noch nicht in trockenen Tüchern ist. Cleveland und andere Städte haben noch nicht komplett ausgezählt. Zudem sind die Gebiete, in den African-Americans leben, noch nicht ausgezählt.

[04h24] Sky News ist schon live in Columbus/Ohio für die Rede von Hillary Clinton, CNN noch in der Werbung.

[04h18] CNN präsentiert neue Daten, wonach in Texas und Ohio die unentschlossenen Wähler der letzten Tage klar in Richtung Hillary Clinton tendierten, teilweise mehr als 60%. Für Texas bei weißen Wählern 55% Clinton, 44% Obama, African-Americans 89% für Obama, 11% für Clinton. In Ohio etwas bessere Werte für Hillary Clinton bei weißen Wählern.

[04h12] So, die Caucuses sind jetzt auch in Gang gekommen in Texas, wenn auch sehr schleppend. Dass die Leute da überhaupt noch Bock zu haben. Und wieviele schauen eigentlich zeitgleich das Spiel der San Antonio Spurs ? 53:42 gegen New Jersey Mitte des 3. Viertels. Die Halle müsste doch leer sein.

[04h08] Texas und Ohio können ganz zähe Angelegenheiten werden, zumindest Texas. In Ohio sieht es immer mehr nach Hillary Clinton aus.

Texas: Obama 50%, Clinton 48% (12% ausgezählt)
Ohio: Clinton 57%, Obama 41% (31% ausgezählt)

In Ohio kann Obama etwas zulegen, aber in Texas wird das Rennen immer enger. Momentan ist es in absoluten Stimmen gemessen ein Unterschied von knapp 27000 Stimmen.

[04h03] San Antonio ist die einzige Metropolregion in Texas, die wohl nicht von Barack Obama gewonnen wird. Die genaue Übersicht bietet CNN.

[03h58] John McCain hat wie der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gesprochen. “We don’t hide from history, we make history.” Wow.

[03h54] Hillary Clinton holt etwas auf in Texas. 7% sind ausgezählt, Obama führt nur noch 51 zu 48%. Wie gesagt, dabei handelt es sich nur um die Primary, nicht um die Ergebnisse des Caucus. Deutliche Vorsprünge für die ehemalige First Lady weiterhin in Ohio und Rhode Island.

[03h48] John McCain kommt unter “Eye of the tiger” auf die Bühne in Dallas. “Ich werde der Kandidat der Republikaner sein”. Er bedankt sich bei allen Wählern und Untersützern, die die Wahlkampagne unterstützt haben. Er bedankt sich bei allen ehemaligen Gegnern und dankt besonders Mike Huckabee. Und nennt dann eine ganze Liste von Personen, den er danken will. Nun beginne der wichtigste Abschnitt der Wahlkampagne. “Ich verstehe die Verantwortung dieser Nominierung und werde euch alle nicht enttäuschen”.

[03h42] Nach Informationen von CNN wird John McCain in Kürze vor seine Anhänger treten. Bei den Republikanern ist die Luft eigentlich raus. McCain führt in allen Staaten mehr als deutlich. Ich werde die ergebnisse bei Auszählung der Hälfte der stimmen noch mal erwähnen. Bleiben wir bei den Demokraten. Viele Bezirke in Texas und Ohio sind noch nicht ausgezählt, der Bereich, in dem die Lations wohnen, hat noch keine Ergebnisse gemeldet, ebenso die Metropolregionen Dallas und Austin.

[03h37] Damit bleiben jetzt noch zwei Fragen zu beantworten. Wer gewinnt Ohio, und wer gewinnt Texas? Noch ist gar nichts entschieden. Die Bezirke in Ohio, in denen Obama mit mehr Stimmen rechnen kann, sind noch nicht komplett ausgezählt. Alles noch völlig offen.

[03h34] Mal wieder ein Schwung aktuelle Ergbnisse der Demokraten

Texas: Obama 53%, Clinton 46% (3% ausgezählt)
Ohio: Clinton 59%, Obama 39% (9% ausgezählt)
Vermont: Obama 59%, Clinton 39% (50% ausgezählt)
Rhode Island: Clinton 53%, Obama 46% (13% ausgezählt)

[03h26] Fox und CNN bestätigen entsprechende Meldungen. Damit geht Rhode Island an Hillary Clinton, was aber aufgrund der Umfragen erwartet wurde. Bis jetzt sind dort 13% ausgezählt, Clinton führt 53% zu 46%, entspricht in etwa 1200 Stimmen.

[03h24] MSNBC: Hillary Clinton gewinnt Rhode Island. Finde ich jetzt etwas voreilig, denn das sieht mehr als knapp aus. Bis jetzt haben das die Kollegen unique.

[03h19] Mike Huckabee tritt vor die Presse und seine Anhänger in Irving, Texas. Mike Huckabee wird das Nominerungsrennen verlassen. Er habe mit McCain vor wenigen Augenblicken telefoniert. Huckabee wird McCain mit allen Kräften unterstützen. Man brauche eine geschlossene republikanische Partei. Er habe vielen Leuten zu danken, ganz besonders seiner Ehefrau, die direkt neben ihm steht. Wir müssen das Rennen als Erste beenden. Ich verliere lieber eine Wahl als meine Prinzipien, die mich auf die politische Bühne gebracht haben.

[03h17] Fox: Rhode Island bei den Demokraten “too close to call”. 3% ausgezählt, Clinton liegt bei 51%, Obama bei 48%.

[03h14] Mike Huckabee wird in Kürze ein Statement abgeben. Keine Ahnung, ob er sich schon jetzt zurückzieht. Wahrscheinlich nimmt er nur Stellung zu den Ergebnissen.

[03h05] Korrespondentin von CNN hat erfahren, dass Mike Huckabee spätestens am Donnerstag seinen Rückzug bekanntgibt.

[03h03] Texas war schon immer ein enger Staat. 2% mittlerweile ausgezählt, 54% zu 45% für Obama.

[03h01] CNN: John McCain gewinnt Texas und Rhode Island und ist somit offiziell Kandidat der Republikaner für das Präsidentenamt.

Die Grenze von 1191 Delegierte ist überschritten. 1195 Delegierte fallen nach aktuellen Prognosen auf John McCain. Was für ein politisches Comeback.

[02h59] Es gibt Unregelmäßigkeiten in Ohio mit Stimmzetteln, wird berichtet. Zudem hat Obama per Gerichtsbeschluss im Rücken durchgesetzt, dass bis 03h00 deutscher Zeit die Wahllokale geöffnet sind aufgrund des schlechten Wetters. So, jetzt schließen die Wahllokale in Texas und Rhode Island. Zeit für die nächsten Prognosen.

[02h57] Überblick über die aktuellen Zahlen bei den Republilanern

Texas: McCain 56%, Huckabee 32%, Paul 5% (1% ausgezählt)
Ohio: McCain 68%, Huckabee 23%, Paul 4% (weniger als 1% ausgezählt)
Vermont: McCain 72%, Huckabee 15%, Paul 6% (37% ausgezählt)

[02h52] Überblick über die aktuellen Zahlen für die Demokraten

Texas: Obama 56%, Clinton 43% (1% ausgezählt)
Ohio: Clinton 60%, Obama 38% (weniger als 1% ausgezählt)
Vermont: Obama 59%, Clinton 39% (38% ausgezählt)

[02h37] CNN und Fox berichten, dass Präsident George Bush morgen John McCain zum Kandidaten der Republikaner ernennen wird. Ofiziell ist diese Meldung aber nicht bestätigt.

[02h34] Alle aktuellen Zahlen werden im CNN Election Center minütlich aktualisiert.

[02h31] CNN mit Schalten zu den Caucuses der Demokraten nach Texas, großer Andrang. Wie gesagt, die Caucuses finden erst statt, wenn die Primaries beendet sind. 2/3 der Delegierten werden via der Primary, 1/3 via der Caucus ermittelt.

[02h29] Ach, CNN ist trotz der ein oder anderen Werbeunterbrechung schon ein toller Sender. Da steht eine sehr attraktive Moderatorin mit der ersten Gesprächsrunde, im Hintergrund sieht man die anderen Gesprächsrunde sitzen und Kaffee trinken. Dann kommt wieder Wolf Blitzer mit aktuellen Zahlen und wenn es ganz toll kommt, dann kommt noch John King und pinselt auf den zahlreichen interaktiven Karten und Grafiken rum. So stelle ich mir politischen Journalismus vor.

[02h22] Fox News berichtet, dass Mike Huckabee sich noch heute Nacht deutscher Zeit äußern wird. Bei Fox wird darüber spekuliert, ob er aus dem Rennen um die Nominierung aussteigt. CNN eben mit einer Schalte nach Columbus/Ohio zum Clinton Headquarter. Sie sei zuverlässig, dass man Ohio gewinnen würde.

[02h10] Erste Zahlen aus Texas, weniger als 1% ausgezählt. Obama 58%, Clinton 41%, John McCain 53%, Mike Huckabee 35%

[02h07] MSNBC berichtet, dass John McCain morgen seine Nominerung als Kandidat für die Republikaner verkünden will.

[02h04] Und da ist auch endlich Campbell Brown. Hach

[02h01] CNN zeigt gerade sehr ausführlich an einer Grafik, dass auch wenn Hillary Clinton heute die restlichen drei Vorwahlen gewinnt, sie nicht vor Barack Obama liegen wird, weil die Stimmen proportional verteilt werden. Interessant auch: Sollte Hillary Clinton alle noch ausstehende Vorwahlen gewinnen, würde sie nicht die eigentlich notwendigen 2.025 Delgiertenstimmen bekommen.

[01h55] Erste Zahlen für Ohio, Clinton 60%, Obama 38%, aber erst wenige Prozent der Stimmen ausgzählt. Es ist weiter too close to call. Bei den Republikanern McCain bei 63% deutlich vor Huckabee und Paul.

[01h52] Nächster Schritt ist dann gegen 2h00 eine erste Prognose für Texas, wobei einige Wahllokale noch nicht geschlossen haben.

[01h48] Erste Ergebnisse der Exit Polls für Texas. 64% der Latinos für Hillary Clinton, 35% für Barack Obama. Wahnsinn, hat jemand signifikante Beweise für die Theorie, dass Republikaner in Texas aufgefordert wurden Hillary Clinton zu wählen, damit das Rennen weiter offen bleibt, Obama und Clinton sich weiter zerfleischen, und McCain sonnt?

[01h44] Hochrechnungen für Vermont: Obama 57%, Clinton 41%, bei den Republikanern McCain 75%, Huckabee 13% und Ron Paul 4%.

[01h42] Erste Ergebnisse der Exit Polls. College Abschluss für Obama, kein College-Abschluss für Clinton. Obama gewinnt bei Anhängern von Gewerkschaftern, Clinton bei finanziell besorgten Menschen. Aber alles nur hauchzarte Vorsprünge, deshalb weiter kein Ergebnis.

[01h38] Sehe ich das richtig, dass einzig und allein SPIEGEL Online und das ZDF die Meldung mit Vermont schon verarbeitet hat? Bei N-TV läuft die Doku “Deluxe - alles was Spaß macht”.

[01h34] MSNBC und Fox News bestätigen die ersten Meldungen von CNN. McCain bekommt somit die 85 Delegierten, steht mit Vermont jetzt bei 1.095 Delegierten. Fehlen also noch 96 bis zur magischen Grenze.

[01h30] CNN: John McCain gewinnt Ohio, das Rennen bei den Demokraten ist too close to call, es ist ein “competitive race”.

[01h28] Wieviele Menschen sitzen da bei CNN eigentlich rum? Ich verliere da langsam den Überblick. Und ich vermisse die bezaubernde Campbell Brown, aber das nur am Rande. So gleich erste Prognosen aus Ohio.

[01h25] In Ohio wird im Bezirk Sandusky die Öffnung der Wahllokale verlängert, bis 03h00 deutscher Zeit aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse, 83% der schwarzen Bevölkerung wählten Obama in Vermont.

[01h23] Der Wahlkampf zwischen Hillary Clinton und Barack Obama hat in den letzten Tagen an Schärfe gewonnen. Da ging es um nächtliche Anrufe bei Krisen in der Welt etc. etc. Der Wahlkampf war noch nie so hart geführt worden. Was Clinton an Offensive in den TV-Duellen vermissen ließ, zeigte sie dann in den Reden vor ihren Anhängern. Ob diese Stategie aufgeht, wird spannend zu sehen sein. Denn so könnte man das Momentum wieder auf seine Seite ziehen. Aber wie gesagt, mal schauen. Ehemann Bill hat gesagt, dass, wenn sie nicht Ohio und Texas gewinne, müssen sie aus dem Rennen aussteigen. Hillary drehte die Medaille um. Wenn Obama nicht Texas und Ohio gewinnt, dann verliere er seine Position als front runner.

[01h17] John McCain bekommt also alle 17 Delegiertenstimmen von Vermont. Bei den Demokraten wird das proportional entsprechend dem Stimmenanteil vergeben. 15 Delegierte sind zu verteilen. Die proportionale Verteilung gibt es übrigens auch in Ohio und Texas.

[01h15] Was mich schon wieder an den politschen Journalisten hier wie jenseits des Teiches ein bisschen stört. Was passiert wenn, kann Hillary noch, was macht Obama, wenn? Soviele Fragen, die ehe nicht beantwortet werden können. Vielleicht warten wir erstmal die Ergebnisse der Nacht ab.

[01h08] Also die erwarteten Ergebnisse in Vermont. Interessant ist dann noch vor allem, wieviele Delegierte Obama auf sich vereinen kann. Die nächsten Prognosen folgen dann in einer halben Stunde. Um 01h30 deutscher Zeit schließen die Wahllokale in Ohio, um 03h00 deutscher Zeit in Rhode Island, in Texas schließen die Wahllokale um 02h00, in den Bezirken zum Grenzgebiet nach Mexiko gegen 03h00 deutscher Zeit.

62% der weißen Wähler stimmten für Obama. Mehrheiten für Obama auch bei Männern und Frauen. Auch bei den 65+ fast 20% Vorsprung für Barack Obama.

[01h04] MSNBC und CNN berichten: Obama und John McCain gewinnen in Vermont

[01h02] Entscheidene Staaten sind also Texas und Ohio. Ich frage mich immer noch, wer das Wahlsystem in Texas erfunden hat. Der hatte wohl auch mal einen Augenblick, wo er nichts zu tun hat. Also: 228 Delegierte werden in Texas vergeben. 126 Delegierte werden in einer Primary vergeben, verteilt auf die 31 Distrikte im Bundesstaat. Jeder Distrikt vergibt am 4. März zwischen zwei und acht Delegierte. Wie viele, hängt nicht etwa von der Größe des Bezirks ab oder von der Zahl der Einwohner - sondern von der Wahlbeteiligung bei den letzten landesweiten Wahlen. Nach der Primary werden dann noch einmal 67 Delegierte in Caucuses gewählt. Und die restlichen Delegierte sind dann 35 Superdelegates. Wichtig sind dann wohl die Ergebnisse und dass da einer den Überblick behält.

[00h56] So, dann wollen wir uns mal ins Lager der Demokraten begeben. Die Ausgangslage ist klar: Hillary Clinton braucht Siege und vor allem mehr Delegierte als Barack Obama. Blicken wir zunächst auf die letzten Umfrageergebnisse.

Texas: Clinton 47,4% ; Obama 45,7%
Ohio: Clinton 50,1% ; Obama 43%
Rhode Island: Clinton 48%, Obama 38,3%
Vermont: Obama 57%, Clinton 33%

Deutliche Siege gibt es wohl für Obama in Vermont und Clinton in Rhode Island. Knapper Vorsprung für Clinton in Texas und Ohio. Aber wie zuverlässig die Umfragen bisher waren, wissen wir, dass es nicht mehr als ein Stimmungsbericht ist.

[00h46] Phoenix beginnt mit der Übertragung, die bis 07h30 dauern wird. Was genau geplant ist, kann man hier nachlesen. Phoenix übernimmt ab 01h00 wieder das Signal des Fernsehsenders MSNBC, das Programm wird von Dokumentationen und Gesprächen mit den Studiogästen unterbrochen. Hier werden meine GEZ-Gebühren sinnvoll genutzt.

[00h43] Ein paar aktuelle Meldungen

  • In Ohio wird heute nach einem neuen Wahlsystem gewählt. Mehr dazu hier
  • Letzte Befragungen in Ohio sehen das Thema Wirtschaft als wichtigstes Thema, hohe Wahlbeteiligung unter independent Voters
  • Ohio wird gerade von einem Sturmtief mit gefrierendem Regen heimgesucht. Der Verkehr in Cleveland ist weitgehend zum Erliegen gekommen.
  • Die Wahllokale in Ohio schließen gegen 1h30 deutscher Zeit.

[00h36] Im Situation Room trudeln so langsam erste Befragungen ein, die man am Wahltag gemacht hat. Die sind nicht repräsentativ, geben aber einen ersten Anhaltspunkt. Mehr aber auch nicht. In Ohio stimmen 56%, die keinen College-Abschluss haben, für Hillary Clinton, 42% für Obama. Wähler, die einen College-Abschluss haben, stimmen zu 56% für Obama und 42% für Clinton. In Texas sehen 55% zu 39% der Wähler Hillary Clinton als die Präsidentin mit der größeren Erfahrung. Allerdings sagen auch 52% zu 36%, dass Clinton einen unfairen Wahlkampf führt.

Ansonsten gibt es ein paar Gespräche, ein paar Interviewpartner. Man untersucht die Rolle der Superdelegierten (sollen sie nach ihrer Meinung abstimmen oder die Meinung der Bevölkerung in ihrem Bundesstaat abstimmen?) und klären die Frage, ob Hillary Clinton, falls sie sich im Lager der Demokraten durchsetzt, überhaupt eine Chance gegen John McCain hat.

[00h26] Ziemlich viel Werbung für das best political television.

[00h19] Hey, John Kerry im Interview mit Wolf Blitzer. Nimmt Stellung zu den Vorwürfen der Clinton-Administration, wonach Obama im Hintergrund anders agiert als auf den Wahlkampfveranstaltungen. Kerry weißt die Vorwürfe zurück. “Obama is on the winning street. It’s all about the delegates.”

[00h15] Nochmal kurz zum TV-Fahrplan. Bis 01h00 läuft jetzt noch der Situation Room, dann geht es ab 02h00 deutscher Zeit mit dem Election Center weiter. Phoenix geht ab 00h45 auf Sendung.

[00h14] Fangen wir mal bei den Republikanern an. Das ist ja ganz einfach darzustellen. Es ist schon längst kein Zweikampf mehr zwischen John McCain und Mike Huckabee. Nur noch 172 Delegiertenstimmen benötigt McCain für die Nominierung, heute werden bei den Republikanern 265 Delegierte vergeben. Es könnte also auch offiziell im Lager der Republikaner heute zu Ende sein mit dem Nominerungsmarathon.

Letzte Umfragen sehen McCain in Ohio und Texas deutlich vorne. In Texas führt McCain 53,8% zu 34,4% und in Ohio 55% zu 28,8%. In Vermont führt er teilweise mit bis zu 30 Prozentpunkten. In Rhode Island ist der Vorsprung etwas geringer, wobei Rhode Island auch wirklich nur am Rande eine Bedeutung dastellt.

[00h05] Willkommen im Situation Room mit dem best political team.

[00h03] So, ich habe mich für eine lange Nacht halbwegs eingerichtet. Es ist die letzte Chance für Hillary Clinton. Siege in Texas und Ohio müssen her. Zudem wird auch in Rhode Island und Vermont abgestimmt. Sowohl Republikaner als auch Demokraten halten in diesen Staaten ihre Vorwahlen ab. Mal sehen, was die Nacht so bringt. In der nächsten Stunde letzte Infos zu Umfragen und ein paar allgemeine Infos.

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Zitat des Tages: Montag, 03. März 2008 - Hauptsache ein Demokrat, aber welcher wird es?

Verfasst von Felix am Montag,3 März, 2008

“Ich war eine dieser Menschen, die ins Bett gingen und dachten, Al Gore habe gewonnen. Und bin morgen aufgewacht mit der fiesesten Überraschung meines Lebens. Und ich werde mich an diesen Moment viel mehr erinnern, als wie ich mich am 11. September gefühlt habe. Ich meine, das war der Schock meines Lebens.”
Elisabeth, eine Obama - Anhängerin aus Ohio

(via dem schönen Stimmungsbericht von Simone Mir Haschemi bei tagesschau.de)

Hauptsache ein Demokrat, aber wer gewinnt den Nominierungsmarathon? Morgen geht es wohl in die entscheidenen Vorwahlen in Texas und Ohio. Hillary Clinton steht mit dem Rücken zur Wand. Es ist ihre wirklich allerletzte Chance. Letzte Umfragen sehen Obama in Texas leicht vorn, Clinton führt in Ohio. Obama pumpt derweil fließig sein eingenommenes Geld in Wahlkampfspots. Der Senator aus Illinois will morgen für eine Entscheidung sorgen. Neben den Vorwahlen in Texas und Ohio gibt es die nicht ganz so wichtigen Entscheidungen in Vermont und Rhode Island.

Großes Lob mal wieder an Phoenix. Der Sender berichtet ab 00h45 (also bereits Mittwoch deutscher Zeit) wieder aktuell über die Vorwahlen. CNN berichtet ab Mitternacht aus dem Situation Room, ab 02h00 deutscher Zeit gibt es dann bis 05h30 Uhr alle Infos aus dem CNN Election Center. Auch wenn wir wohl mit Superlativen (best political team, best political ticker, best political correspondent, best political television etc. etc.) überhäuft werden, ist CNN wohl die beste Möglichkeit zu schauen. Ansonsten berichten Sky News und auch BBC World sehr ausführlich.

Ich werde irgendwann so zwischen 23h30 und Mitternacht ins Live-Bloggen einsteigen, je nachdem wie ergiebig und schnell die Champions League absolviert wird.

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TV-Tipp: Es könnten die Fetzen fliegen

Verfasst von Felix am Dienstag,26 Februar, 2008

Heute Nacht gibt es im Vorfeld der wohl entscheidenen Vorwahlen am 04. März, unter anderem in Ohio, Texas und Vermont, die letzte TV-Debatte zwischen Hillary Clinton und Barack Obama. Die Veranstaltung findet in Cleveland/Ohio statt. Phoenix überträgt die Debatte live im Zweikanalton und übernimmt das Signal des amerikanischen Nachrichtensenders MSNBC. Die Debatte beginnt gegen 3h00 deutscher Zeit. Phoenix startet bereits ab 00h45 mit einer Themennacht zu den US-Wahlen mit Dokumentationen, Hintergünden und zahlreichen Gästen.

Die letzten Tage im Vorwahlkampf der Demokraten waren hektisch, gegenseitige Angriffe nahmen zu. Man schien bei den vielen Attacken fast den Überblick zu verlieren. Clinton fährt jetzt vor allem wieder die Schiene mit der höheren Erfahrung in der Außen- und Sicherheitspolitik, hat Obama falsche Aussagen über ihre Programmatik in der Gesundheitspolitik vorgeworfen. Der Senator aus Illinois kontert mit dem für Ohio sehr wichtigen Thema der Freihandelszone NAFTA, die 50.000 Jobs in Ohio verschlungen hat und die Hillary Clinton befürwortet. Ich hatte mich ja bei der letzten Debatte schon darüber gewundert, wie ruhig und sachlich Hillary Clinton argumentierte. Gebracht hatte es ihr damals wenig, nun geht sie also voll auf Offensive. Das wird sicherlich eine spannende, hochbrisante Debatte. Interessant wird auch sein, wie Barack Obama die Vorwürfe kontern wird.

Die Debatte könnte eine ganz wichtige Etappe sein im Kampf um die Nominierung fürs Weiße Haus. In Texas liegt Barack Obama leicht vorn, in Ohio Hillary Clinton. Wie sagte Bill Schneider, Politikkorrespondent bei CNN am Wochenende so schön: “Clinton delivers, Obama inspires.” Irgendwo dazwischen liegt wohl der Weg zur Nominierung.

Die Debatte aus Cleveland heute Nacht ab 03h00 live bei Phoenix. Aufnehmen lohnt sich, denn die ganze Debatte wird auf Phoenix nicht wiederholt. Es gibt wohl lediglich Ausschnitte im Tagesprogramm.

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Zitat des Tages: Sonntag, 24. Februar 2008 - Obama soll sich schämen

Verfasst von Felix am Sonntag,24 Februar, 2008

“Schäm Dich, Obama. Es wird Zeit, dass Du einen Wahlkampf führst, der im Einklang mit Deinen öffentlichen Verlautbarungen steht. Das erwarte ich von Dir. Triff mich in Ohio, lass uns über Deine Taktiken und Dein Verhalten in dieser Kampagne debattieren.”
Hillary Clinton bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ohio

Hillary Clinton greift zu ihrem letzten Strohhalm in Vorwahlkampf. Die Möglichkeit über die TV-Debatte sich zu profilieren, schlug fehl, im Wahlkampf mit Argumenten ihre Wählerschichten wieder zurückzugewinnen auch, jetzt kommt dann eben der direkte Angriff auf den Gegenkandidaten. Und sie setzt Obama vor der TV-Debatte damit gehörig unter Druck. Doch falls Obama auch diese Attacke abwenden sollte, dürfte damit das Reportuire damit aber auch aufgebraucht sein.

Warum es bei den Vorwürfen genau geht, fasst CNN nochmal auch mit Videobeiträgen zusammen.

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Ein ruhiger Obama, eine ruhige Hillary Clinton

Verfasst von Felix am Freitag,22 Februar, 2008

Ich bin am frühen Abend dazu gekommen die Freitagnacht stattfindende Debatte der Demokraten in Austin/Texas mir anzuschauen. Vorne weg: Ich fand die Veranstaltung mehr als lasch, wirklich Neues haben wir nicht erfahren - und auf mich wirkte Hillary Clinton mehr als chanenlos Obama in die Defensive zu drängen. Besonders beim Vorwurf des Kopierens von Reden durch Barack Obama gab es sogar viele Buh-Rufe für Hillary Clinton. Am besten hat mir noch die Moderatorin Campbell Brown gefallen, aber nicht nur wegen des sehr guten Aussehens.

Die Debatte fand in der University of Texas statt. Zu Beginn wurden beide Kandidaten auf die Bühne gerufen und vom Publikum frenetisch gefeiert. Es gab ein Gruppenbild mit dem Präsidenten der Universität. Die Debatte war im Vorfeld mit großer Spannung erwarten worden. Texas wird wohl mutmaßlich ein entscheidener Staat sein im Prozess der Nominierung eines Präsidentschaftskandidaten, zudem richteten sich alle Augen auf Hillary Clinton, die über diese Debatte nach 10 Vorwahl-Niederlagen wieder Fuß fassen wollte. Es war vielleicht ihre letzte Chance.

Neben den vielen nationalen Themen, wie Irak-Krieg, Gesundheitsvorsorge und Wirtschaft, gab es zahlreiche lokalspezifische Themen, wie Grenzkontrollen, Einwanderung und auch das Zusammenleben und Miteinander unterschiedlicher Kulturen. Ein Sender für die Hispanics hat die Debatte in Spanisch übertragen.

Beide begannen mit einem Eröffnungsstatement - und da wurde mir schon irgendwie klar, dass Hillary Clinton eher die ruhigere, besonnerer Schiene fährt an diesem Abend. Sie bringt viele persönliche Erfahrungen mit ein, will menschlich wirken, irgendwie so ein bisschen wie Obama. Der Senator aus Illinois beginnt die Debatte mit Erfahrungen aus dem Wahlkampf, erzählt drei Fallbeispiele und münzt das dann in eine Unterstreichung seiner Programmatik um. Was mich völlig verwundert hat, war, dass als erstes Thema die Beziehungen der USA zu Kuba thematisiert wurden. Vielleicht hängt das wohl mit der aktuellen Situation und mit dem Abtreten von Fidel Castro zusammen. Beide wollen in der post Fidel Castro - Ära Kuba verändern und zum eigenen Vorteil nutzen.

Dann kommt ein ganzer Berg an Themen, wie Immigration, wie Schulbildung und auch der ganze Wirtschaftskomple, wo kaum Unterschiede zwischen den Kandidaten deutlich werden. Die Angriffe beider gehen mehr in die Richtung der Regierung von Präsident Bush. Als Obama zum Beispiel die Unterschiede seiner Wirtschaftspolitik gegenüber der von Hillary Clinton erklären sollte, tat er sich schwer und wich, für die meisten aber eher unbemerkt, etwas aus. Gleiches galt dann aber auch für Hillary Clinton beim Thema Einwanderung. Dass es so viele Gemeinsamkeiten zwischen beiden Kandidaten gebe, wurde dann als Stärke der demokratischen Partei angesehen.

Obama, der einen feinen Anzug mit einer rot/lila Krawatte trug, spricht fast während der ganzen Debatte sehr langsam und ruhig, überlegt manchmal auch kurz wie er seine Sätze stellt, verwendtet dabei stets viele Elemente von Körpersprache, benutzt seine Hände zum Verstärken seiner Meinung, sucht stets Blickkontakt mit dem Publikum und den Moderatoren. Ganz ähnlich geht Hillary Clinton vor, vielleicht noch einen Tick agressiver und entschlossener in der Stimme, aber wirklich nur eine Nuance. Das Wort, das man übrigens am meisten hört, ist “agree”. Es war mehr eine Kuschel- und Wohlfühlveranstaltung der Demokraten. Eine aggressive, offensive, vielleicht auch leicht zickige Hillary Clinton hätte nur die ganze Atmosphäre versaut.

Bis auf einen Moment in der Debatte, als über den Vorwurf des Plagiatismus von Barack Obama gesprochen wurde. Er wieß die Vorwürfe zurück, bezeichnete die Diskussion darüber als “silly season”. Das sei nicht das, was das amerikanische Volk wolle. Probleme müssten gelöst werden. Obama bekam für dieses Statement sehr viel Applaus. Das konnte Hillary Clinton natürlich nicht auf sich sitzen lassen und konterte: “If your candidacy is going to be about words, then they should be your own words. “

Blöd nur für Hillary Clinton, dass diese Story sich entwickelt hat. Quasi ein klassisches politisches Eigentor, wenn es sich bestätigen sollte. Und so war im Prinzip auch der Abend. Ein friedliches Remis - mehr auch nicht. Aber Hillary Clinton brauchte einen überzeugenden Sieg. Der ist ihr nicht gelungen - und sollten sich Berichte von heute bestätigen, verliert sie es wahrscheinlich auch noch in der Nachspielzeit.

Die nächste Debatte der beiden ist dann in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ab 00.45 Uhr deutscher Zeit live bei Phoenix. Der Sender übernimmt dabei das Signal von MSNBC und sendet auch in Zweikanalton. Man muss sich also nicht unbedingt die Übersetzung antun. Tolle Sache, dass Phoenix das macht.

Und irgendwie glaube ich auch, dass Bill Clinton’s Anwesenheit in diesem Wahlkampf Hillary Clinton mehr geschadet als genützt hat.

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TV-Tipp: Fernsehdebatte der Demokraten in Texas

Verfasst von Felix am Donnerstag,21 Februar, 2008

Vielleicht ist es Hillary Clintons allerletzte Chance für eine Wende im Vorwahlkampf bei den Demokraten. In den TV-Debatten hat sie eigentlich immer gut ausgesehen. Vor den wohl entscheidenen Vorwahlen in Texas am 04. März findet heute Nacht die erste von zwei großen TV-Debatten statt. Die Themen werden neben den bekannten Politikfeldern vor allem sehr Texas-spezifisch sein, wie Sicherung der Grenzen, Einwanderung und die Rolle der Hispanics. Interessant wird zu sehen sein, wie Hillary Clinton das ganze angeht. Setzt sie weiter auf die Angriffskarte gegen Obama und alles oder versucht sie eher ruhig für ihre Programmatik zu überzeugen? Denn unter Druck steht nur sie. Wird also sicherlich eine interessante Veranstaltung.

Die TV-Debatte der Demokraten aus Austin/Texas heute Nacht ab 02h00 live auf CNN. Eine Wiederholung gibt es morgen Vormittag um 11h00.

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Das Momentum für Barack Obama und die Szene der Nacht

Verfasst von Felix am Mittwoch,20 Februar, 2008

Ich konnte die letzte Nacht überhaupt nicht gut schlafen und habe dann nebenbei CNN laufen gehabt mit dem Situation Room. Zwischendurch bin ich zwar mal wieder eingeschlafen, aber pünktlich zu den ersten Ergebnissen aus Wisconsin gegen 03h00 morgens wieder aufgewacht.

Die Szene der Nacht folgte dann kurz darauf. Man war bei CNN live bei der Rede von Hillary Clinton, die sich vornehmlich kaum zu den Ergebnissen geäußert hat, sondern ihre Anhänger für Texas und Ohio einschwörte. Die Rede lief schon einige Minuten, war aber noch längst nicht am Ende, als plötzlich bei CNN die Alarmglocken schrillten. Mitten in der Rede von Clinton brach man die Live-Übertragung ab, weil gleichzeitig Barack Obama in Houston vor die Mikrofone trat. Einfach so. Hillary Clinton zählt nicht mehr. Wenn es eines Beweises brauchte, dass das Momentum klar in Richtung Barack Obama ausgeschlagen hat, dann war es diese Szene, denn auch immer mehr die Berichterstattung der Medien konzentriert sich vornehmlich in positiver Weise auf den schwarzen Senator aus Illinois.

Und Obama ist weiter auf einem Höhenflug. Er gewann die beiden Vorwahlen in Wisconsin und auf Hawaii mehr als deutlich. Gerade in Wisconsin konnte man von so einem deutlichen Sieg nicht ausgehen, aber Obama hat es wieder geschafft Hillary Clinton ihre traditionellen Wählergruppen abzunehmen. Auf Hawaii kommt Obama auf einen Stimmenanteil von 74%, während Clinton angeschlagen bei 26% liegt. In Wisconsin steht es nach den Auszählungen 58 zu 41% pro Obama. Obama führt jetzt auch in den Delegiertenstimmen etwas deutlicher. CNN schätzt seinen Vorsprung auf knapp 60 Delegierte ein, 1.294 zu 1.234 für Obama.

Bei den Republikanern hat John McCain weiter alles im Griff. Ihm fehlen nur noch wenige Delegiertenstimmen, bereits in zwei Wochen kann er die notwendigen 1.191 erreichen. Hat Hillary Clinton noch eine Chance? Ja, aber nur wenn sie Texas und Ohio gewinnt. Dass das mehr als schwer werden wird, dürfte klar sein.

So, jetzt sind erstmal zwei Wochen Pause. Alles konzentriert sich dann auf Texas und Ohio. Hier kann sich entscheiden, wer der Kandidat der Demokraten wird. Sollte Clinton beide Staaten nicht deutlich für sich entscheiden, dürfte es das dann so langsam gewesen sein. Die Wahlnacht aus Texas und Ohio am 04. März werde ich live mitbloggen.

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Zitat des Tages: Mittwoch, 13. Februar 2008 - Tonight We’re On Our Way

Verfasst von Felix am Mittwoch,13 Februar, 2008

Gestern fanden die Potomac Primaries statt, also die Vorwahlen in der Hauptstadt Washington D.C., in Maryland und Virginia. Und ganz ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass Barack Obama Hillary Clinton so deutlich hinter sich lässt. Und auch im Situation Room von CNN war man mehr als erstaunt, als die ersten Zahlen eintrudelten. In Washington D.C. kommt Obama auf 75% der Stimmen, in Maryland auf 60% und in Virginia auf 65%. Damit liegt erstmals Barack Obama in den Delegiertenstimmen vor Hillary Clinton, zwar nur ein knapper Vorsprung, aber dennoch vielleicht ein kleiner Wendepunkt. Dementsprechend zuverlässig zeigte sich auch Barack Obama:

“The change we seek swept through Chesapeake and over the Potomac. We won the state of Maryland. We won the commonwealth of Virginia. And though we won in Washington, D.C., this movement won’t stop until there is change in Washington, D.C., and tonight we’re on our way.”

In einer Woche geht es dann in Wisconsin und auf Hawaii weiter, aber diese Vorwahlen sind eher zu vernachlässigen. Richtig dramatisch wird es nochmal am 04. März, wenn unter anderem in den bevölkerungsreichen Staaten Texas und Ohio gewählt wird. Dann werden noch mal knapp 500 Delegiertenstimmen verteilt. Dementsprechend liegt dort auch die Hoffnung von Hillary Clinton:

“We’re going to sweep across Texas in the next three weeks, bringing our message about what we need in America … I’m tested, I’m ready. Let’s make it happen.”

Aber die Probleme für Hillary Clinton sind offenbar. Sie hat den Anschluss verloren und erstmals bei den Vorwahlen gestern keine Mehrheit gefunden bei den Latinos, bis dato eine starke Zustimmungsgruppe für Clinton. Auch hier hat Obama die Mehrheit geholt. Lediglich bei weißen Frauen kann Hillary Clinton noch mehr Stimmen gewinnen als Barack Obama. Texas und Ohio sind jetzt “Must-Wins” für Hillary Clinton, das wird richtig interessant.

Bei den Republikanern hat sich das Bild nicht wesentlich verändert. John McCain hat alle drei Vorwahlen gewonnen und benötigt lediglich nur noch knapp 400 Delegiertenstimmen.  Mike Huckabee will weiterkämpfen, bis im Lager der Republikaner eine Entscheidung feststeht.

Nochmal zur Hillary Clinton. Ich habe großen Respekt vor deren politischer Arbeit und vor der Person und frage mich deshalb auch, wie man sich in so einer Zeit wie dieser jetzt fühlen muss. Vor gut einem Monat in allen landesweiten Umfragen noch über 30% vor Obama gelegen zu haben, und jetzt nicht mehr die Gejagte, sondern die Jägerin zu sein muss unglaublich frustrierend sein. Und eines nehme ich Hillary Clinton mal so spontan nicht ab. Dass sie nicht nervös ist und dass es nicht auch rumort in ihrem Wahlkampflager. Gestern Nacht trat ihr stellvertretender Wahlkampfmanager zurück. Hillary Clinton steht unter Druck. Alles andere als wirklich überzeugende Siege in Texas und Ohio würden eventuell das Ende bedeuten.

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Zitat des Tages: Sonntag, 10. Februar 2008 - Aller guten Dinge sind drei für Barack Obama

Verfasst von Felix am Sonntag,10 Februar, 2008

“Today, the voters from the West Coast to the Gulf Coast to the heart of America stood up to say yes, we can. We won in Louisiana, we won in Nebraska, we won in Washington state, we won North, we won South, we won in between, and I believe that we can win Virginia on Tuesday if you’re ready to stand for change.”

Tja, aller guten Dinge waren gestern drei für Barack Obama. Er gewann alle drei Vorwahlen souverän und sehr überzeugend mit großem Vorsprung gegenüber Konkurrentin Hillary Clinton. In Washington State betrug der Vorsprung betrug 37%, in Nebraska 36% und in Lousiana mehr als 20%. Barack Obama kommt durch die drei Siege auf 1.070 Delegierte und liegt nur noch 25 Delegierte hinter Hillary Clinton. Obama konnte seinen positiven Trend nach dem Super Tuesday also weiter fortsetzen. Hillary Clinton gab sich aufgrund der deutlichen Niederlage auch entsprechend zurückhaltend in ihren Formulierungen:

“Jemand wird auf den Stufen des Kapitol stehen und seine – oder ihre Hand auf die Bibel legen und dann wird er oder sie als 44. Präsident vereidigt. Wir müssen dafür sorgen, dass dieser Präsident ein Demokrat ist.”

Bereist heute am Sonntag sind noch Caucuses in Maine, also ganz im Nordosten der USA. Dienstag geht es dann weiter im District of Columbia, Maryland und Virginia.

Bei den Republikanern konnte Mike Huckabee die Vorwahlen in Kansas, Washington State und Lousiana gewinnen, was wiederum zeigt, dass John McCain erhebliche Probleme hat im konservativen Lager der Republikaner Stimmen zu bekommen. Aber eigentlich ist es auch egal: John McCain wird Kandidat der Republikaner.

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