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Wahl 2008: Der Wahlabend in Hessen und Niedersachsen

Verfasst von Felix am Sonntag,27 Januar, 2008

[00h03] So, Phoenix beendet die Wahlberichterstattung. Damit mache ich auch hier das Licht aus. War ein spannender Wahlabend. Morgen Abend dann zu später Stunde die Vorschau für die Premier League. Ich danke herzlich fürs Lesen. Gute Nacht aus Bremen.

[23h56] Mit einem Gedanken kann ich mich gerade ganz gut anfreunden. Jung geht von Berlin nach Wiesbaden als Ministerpräsident einer Großen Koalition. Koch wird Wirtschaftsminister und Glos darf dann mit der Bundeswehr spielen. Koch halte ich in Wirtschaftsfragen allemal für kompetenter als Glos.

[23h32] Meine Herren, was für eine Dramatik zum Schluss am Main. Klar ist Roland Koch jetzt theoretisch damit berechtigt eine Regierung zu bilden. Doch für stabile politische Verhältnisse sehe ich absolut keine Chance, zumal Koch in einer möglichen Großen Koalition jetzt garantiert nicht von Bord gehen würde, was ja, wenn man es überhaupt so nennen mag, Bedingung von Ypsilanti war. Also,Neuwahlen und die Legitmität von Wahlen umgehen. Mein Tipp: Ampel oder Neuwahlen. Wobei Letzteres die schlechtere Alternative wäre.

[23h30] Kompliment an den Hessischen Rundfunk, der jetzt seit 18h00 ohne Unterbrechung sendet - und das live, stets aktuell und absolut hochwertig. Brillianter Journalismus. Sowas rechtfertigt Gebühren.

[23h23] Vorläufiges amtliches Endergebnis. CDU stärkste Partei, Linke im Landtag. Wahlbeteiligung liegt bei 64,3%. 2,4% ungültige Stimmen. CDU bekommt 1.009.749 (36,8). Die SPD erreicht 1.006.154 Stimmen (36,7%). Damit hat die CDU 3595 Stimmen mehr bekommen als die SPD. Alles weitere hier. Die Violetten haben übrigens 2493 Stimmen. Damit kann Roland Koch theoretisch Ministerpräsident bleiben. Ist das bitter für die SPD und Andrea Ypsilanti. Das ist noch mal ne Spur größer als bei Stoiber damals. Und ich schaue nie wieder Umfragen bei der ARD.

[23h22] Der Wahlleiter ist da.

[23h21] Alle Hochrechnungen sehen jetzt die CDU vorne. Sie kommt auf 36,8% vor der SPD (36,7%). Damit bleibt Roland Koch Ministerpräsident.

[23h18] Wahlsieg für die CDU: CDU erreicht 36,8%, SPD 36,7%. Jetzt alle Stimmen berücksichtigt.

[23h17] Im letzten Wahlkreis Frankfurt VI konnte Andrea Ypsilanti ihr Direktmandat holen, kommt auf 41%. Jetzt ist der Zweitstimmenanteil interessant. Doch der fehlt noch.

[23h16] Der Hessische Rundfunk will in wenigen Minuten live bei der Verkündung des vorläufigen amtlichen Endergebnisses dabei sein.

[23h12] Beim ZDF ist die CDU sogar vor der SPD: 36,8% zu 36,7%.

[23h10] So, Frankfurt VI hat die Ergebnisse bekanntgegben. Gleich das vorläufige amtliche Endergebnis.

[23h07] Keine Ahnung, was so ein Wahlkreis ausrichten kann. Aber das sind jetzt ganz spannende Minuten.

[23h04] Anne Will: Keine neuen Ergebnisse aus Hessen. Hallo, Frau Will, wo leben Sie? Wer flüstert da die Infos in ihr Ohr?

[23h01] Was für eine Wendung dieses Wahlabends. Die CDU liegt jetzt gleich auf mit der SPD nach der Auszählung von Rotenburg. Ein Wahlkreis, Frankfurt VI, ist noch offen, aber jeden Moment muss das Ergebnis eintreffen. Zieht die CDU noch vorbei?

[22h59] SPD und CDU gleichauf bei 36,7% !!!!!! Linkspartei bei 5,1%!!!!!!

[22h51] Rotenburg hat auch die Ergebnisse übermittelt. Jetzt nur noch Frankfurt, geschieht in wenigen Minuten.

[22h48] Und die Diskussion bei Anne Will verliert sich auch ins Endlose. Da war das Interview mit Ypsilanti ein Sonnenschein. Und dann der Klopfer des Tages von Wolfgang Bosbach zum Verhältnis SPD/Linke. Entscheiden Sie sich selbst, wer Erster oder Zweiter ist.

Nur wer überholt, kann Erster werden. Wer ständig hinterherläuft, bleibt immer Zweiter.

[22h44] Noch zwei Wahlkreise sind offen in Hessen, unter anderem ein Bezirk in Frankfurt am Main.

[22h29] Neue Hochrechung für Hessen. Es wird noch enger.

  • SPD: 36,9%
  • CDU: 36,6%
  • FDP: 9,3%
  • Grüne: 7,5%
  • Linke: 5%

Die SPD verliert nochmal ein Zehntel, die CDU gewinnt nochmal ein Zehntel hinzu. Vier Wahlkreise sind zurzeit noch offen.

[22h25] Aktueller Stand. Noch sieben Wahlkreise sind offen, unter anderem Frankfurt.

[22h20] Andrea Ypsilanti macht der FDP in der Sendung “Anne Will” ein Koalitionsangebot. “Ich könnte mir das gut vorstellen.”

[22h10] Das vorläufige amtliche Endergebnis für Niedersachsen ist veröffentlicht worden.

  • CDU: 42,5%
  • SPD: 30,3%
  • Grüne: 8%
  • FDP: 8,2%
  • Linke: 7,1%
  • Andere: 3,9%

In Niedersachsen wird es also auch die nächsten Tage ruhiger als in Hessen bleiben.[22h08] 15 Wahlkreise sind noch auszuzählen. Das vorläufige amtliche Endergebnis steht demnächst fest.

[21h58] Andrea Ypsilanti schließt im Tagesthemen-Interview jegliche Zusammenarbeit mit der Linkspartei aus, auch keine Tolerierung und auch keine Stimmen zur Ministerpräsidentinnenwahl. Eine Große Koalition lehnt sie auch ab. Tja, da verspielt ja jemand ganz schnell seine Optionen. Bleibt ja nur noch die Ampel.

[21h52] Die Tagesthemen-Extra haben begonnen. Lt. Jörg Schönenborn steht zu 70% fest, dass die Linken in den Landtag einziehen. Dass sie es nicht schaffen, ist aber auch noch möglich. Die aktuelle Hochrechnung von 21h41.

  • SPD: 37%
  • CDU: 36,5%
  • Grüne: 7,5%
  • FDP: 9,3%
  • Linke: 5%

[21h32] Der Wahlmonitor der Tagesschau hat auch die aktuelle Zahlen für die Wahlkreise im Programm.

[21h25] Die CDU verliert in Hessen 16.000 an die Linkspartei und fast 92.000 an die SPD. Erste Zahlen der Wählerwanderung.

[21h09] Das erste Mal, das ich heute Abend den Begriff “Jamaika-Koalition” höre. So, es wird keine Hochrechnungen geben. Wir warten auf das vorläufige Endergebnis gegen 23Uhr. Kann Hessen von einer Schwampel regiert werden? Ist das mit den Grünen zu machen?

[21h07] Und das niedersächische Umland von Bremen hat komplett für die CDU gestimmt. Bremen, die Rot-Grüne-Insel in der Republik.

[21h04] Der HR hat vor wenigen Minuten nochmal eine aktuelle Hochrechnung veröffentlicht. Demnach weiter alles offen. Phoenix hat einen netten Service mit einer Übersicht für die Wahlkreisergebnisse.

[20h54] Und unsere selbst ernannten Nachrichtensender zeigen Dokus über Vulkane und Riesenkräne.

[20h46] Die Linke ist bereit die SPD und Andrea Ypsilanti zu unterstützen. Dies wurde eben bekanntgegeben.

[20h45] Erste Wahlkreisergebnisse aus Hessen trudeln ein. Auch hier die CDU teils mit enormen Verlusten.

[20h36] Moderator im HR: “Die Frage nach der Koalition stelle ich jetzt ehe nicht mehr. Das hat keinen Sinn.”

[20h31] Auch der Hessische Rundfunk ist mit einer Sondersendung bis 23.45 Uhr auf Touren. Da kann man jetzt erstmal bleiben. Zurzeit Runde der Spitzenkandidaten. Die Linke sieht einen Politikwechsel in Hessen und Andrea Ypsilanti sieht etwas niedergeschlagen aus.

[20h30] Auch wenn jetzt noch nicht alle Ergebnisse bekanntstehen, haben die letzten Stunden doch gezeigt, was und in den nächsten Monaten auf der politischen Bühne erwartet, eine starke Polarisierung ziwschen CDU/FDP und SPD/Grüne/Linke. Die CDU kann durchaus mit der FDP eine bürgerliche Mehrheit bilden und die SPD hat gesehen, dass die Linke jetzt auch im Westen eine echte Konkurrenz ist. Die Grünen scheinen dabei zwischen all der Fragementierung so ein bisschen unterzugehen. Und wer Hubertus Heil und Ronald Pofalla vorhin in der Berliner Runde gesehen hat, dem wird mulmig über die letzten Jahre der Großen Koalition.

[20h22] “Berliner Runde” bei Phoenix mit Journalisten und ohne Politiker.

[20h18] Soweit ist es leider noch nicht. (via Pottblog)

[20h15] Niedersachsen ist schon fast ausgezählt. Der Vollständigkeit halber die aktuelle Hochrechnung der ARD.

  • CDU: 42,8%
  • SPD: 30%
  • FDP: 8,3%
  • Grüne: 8,1%
  • Linke: 7,0%

[20h11] Es wird immer enger für die SPD in Hessen. Die aktuelle Hochrechnung der ARD für Hessen:

  • SPD: 36,9%
  • CDU: 36,6%
  • Grüne: 7,6%
  • FDP: 9,4%
  • Linke: 5%

Es bleibt dabei. Sollte die Linke den Einzug nicht schaffen, hätte er CDU/FDP zwei Sitze mehr als Rot/Grün.

[20h02] Lt. Jörg Schönenborn steht das Ergebnis aus Hessen erst am späten Abend fest.

[19h57] Erste Analyse des Wahlergebnisses in Hessen.

[19h55] Und Ronald Pofalla geht auf Peter “Die kann ich mal” Struck los. Yes

[19h54] Hubertus Heil (SPD) beschwert sich, dass Angela Merkel (CDU) noch nicht vor die Presse getreten ist. Was für ein Kasperletheater.

[19h52] Ist das furchtbar….sofort ausschalten…..du liebe Güte. Bloß keine Fehler eingestehen.

[19h49] Oha, was für eine fürchterliche Debatte in der ARD. Das kann man kaum mit Anschauen. Mir kommt der Salat fast hoch.

[19h39] Kurt Beck:” Auf die Dauer wird sich die FDP nicht verweigern können. Aber ich bin zuversichtlich, dass es für Rot-Grün reicht.”

[19h31] Roland Koch in Wiesbaden: “Vielen Dank für die Unterstützung und Engagement. Hessen ist immer ein knappes Land gewesen. Es ist schwierig eine Regierung zu bilden. Bis dahin heißt es abwarten. Ich sage das mit Respekt und Anerkennung für andere Parteien. Das Ergebnis ist nicht einfach für mich. Wir werden sorgfältig über Konsequenzen nachdenken.”

Aktuelle Hochrechnung der ARD:

  • SPD: 37,1%
  • CDU: 36,2%
  • Grüne: 7,8%
  • FDP: 9,4%
  • Linke: 5%

[19h27] Und ich kann dem Abspann der Lindenstraße mit dem Bus und der Klingel des Fahrrads mit der leicht melancholischen Melodie immer noch was abgewinnen.

[19h25] Ich mache mir gerade Abendessen. Guido Westerwelle hat sich gerade für die FDP in Berlin geäußert. “Deutschland darf nicht von den Rändern regiert werden”. Jetzt gleich ab 19h30 die Berliner Runde in der ARD.

[19h11] Wo ist Roland Koch eigentlich? Im ZDF äußert sich jetzt Verteidigungsminister Franz Josef Jung: “Hessen ist ein SPD-Land”. Ich kann es nicht mehr hören. Und, wo ist Roland? Feigling…

[19h02] Neue Hochrechnung für Hessen laut ZDF. Vorsprung der SPD schrumpft, Linke im erstmals im Landtag. Sollte die Linke wieder rauskommen, hat aber auch CDU/FDP wieder eine Mehrheit, weil die FDP zulegt und die Grünen verlieren. Damit keine Mehrheit mehr für SPD/Grüne, alternatov Ampel oder Rot-Rot-Grün.

  • SPD: 37% (+8%)
  • CDU: 36,5% (-12,3%)
  • Grüne: 7,7% (-2,4%)
  • FDP: 9,4% (+1,5%)
  • Linke: 5%

[19h00] Kurze Bilanz um kurz vor sieben. Was ist passiert?

  • In Hessen hat die CDU dramatisch verloren, die SPD ist stärkste Kraft. Momentan gibt es bei der Sitzverteilung einen Patt.
  • In Niedersachsen hat die CDU die Wahl gewonnen, kann weiter mit der FDP regieren. Die SPD abgeschlagen mit dem schlechtesten Ergebnis der Landesgeschichte. Die Linke zieht defitiv in den Landtag ein.
  • Auf Ebene der Bundespollitik sieht man keine negative Auswirkungen auf die Große Koalition.

[18h53] Endlich ist das Podium erreicht. Szenen, die man bei der SPD gar nicht mehr kennt. ” Ich kann euch noch nicht alle sehen. Wir sind belagert von der Presse. Macht Platz bitte! Die Sozialdemokratie ist wieder da. Vielen Dank für alles. Wir haben für eine andere politische Kultur in diesem Land gekämpft und haben gewonnen. Wir haben die richtige Themen gesetzt, mit sozialer Gerechtigkeit, mit Bildung und einer anderen politischen Kultur. Und das gilt auch für die Bundesebene.”

Den letzten Satz bitte dick unterstreichen.

[18h50] Andrea Ypsilanti kommt auf die Bühne und schlängelt sich durch die jubelnden Massen.

[18h48] Dirk Niebel für die FDP in Berlin wird abgebrochen für eine Hochrechnung aus Niedersachsen. Liebes ZDf, muss man nicht machen.

[18h46] Volker Kauder im ZDF: Keine Auswirkungen der Wahlergebnisse auf die Große Koalition. Wir haben Aufgaben in der Großen Koalition zu erledigen.

[18h42] Neue Hochrechnung des ZDF für Hessen

  • SPD: 37,1%
  • CDU: 36,3%
  • Grüne: 8,0%
  • FDP: 9,1%
  • Linke: 4,9%

Damit jetzt ein Patt in Hessen. sowohl SPD/Grüne als auch CDU/FDP bei je 55 Sitzen. Und die Linke knapp draußen. Höre ich die Forderung nach Neuwahlen schon?

[18h41] Tarek Al-Wazir von den Grünen in Hessen im ZDF: “Roland Koch ist der Wahlverlierer. Ich hoffe auf Rot-Grün. Roland Koch soll zukünftig in Eschborn sitzen.

[18h37] Wolfgang Jüttner wird empfängt, als hätte er gewonnen. Er äußert sich mit aufgesetztem Lächeln: “Ist das Mikro jetzt an hier? Ihr bringt den Zeitplan durcheinander, die die Medien gesetzt haben. Einige Anmerkungen hier. Wir werden Vertrauen rechtfertigen durch eine knallharte Arbeit im niedersächsischen Landtag. Ich danke allen, die meine Kampagne unterstützt haben. Wir haben gezeigt, dass wir in Niedersachsen präsent sind. Wir haben die richtigen Themen im Wahlkampf gesetzt.”

[18h34] Ronald Pofalla: “Es gibt keine linke Mehrheit in Deutschland. Es gibt eine bürgerliche Mehrheit. Wir haben bewiesen, dass wir für eine bürgerliche Mehrheit sorgen können.”

[18h32] Viele Blogger, die sich bei Twitter äußern, scheinen was gegen Ronald Pofalla zu haben.

[18h31] Christian Wulff im Gespräch bei der ARD: “Bundesländer kann man nicht vergleichen. Mutige Reformpolitik wurde von den Bürgern mitgetragen. Wir haben eine breite Mehrheit. CDU und FDP können miteinander regieren. Das sollte in Zeiten der Großen Koalition ein Zeichen sein. Ich bin unheimlich gerne in Niedersachsen.”

[18h30] Bei Netzpolitik erste Berichte zu den Wahlbeobachtungen in Hessen.

[18h28] Neue Zahlen zu Hessen für die CDU. Kompetenz in Bildung halbiert. Und nur 30% halten ihn für glaubwürdig. -20% bei jungen Wählern. Durch alle Altersgruppen massive Verluste.

[18h26] Ronald Pofalla für die CDU aus Berlin: “Alles offen in Hessen und großer Erfolg in Niedersachsen. Ich gehe davon aus, dass Roland Koch seine Arbeit fortsetzen kann. Meine Glückwünsche gehen an Christian Wulff.”

[18h23] Christian Wulff stellt sich seinen Anhängern, die ausgelassen feiern. “Wir haben die Wahl gewonnen. Wir können gemeinsam mit unseren Freunden von der FDP Niedersachsen auf der Überholspur halten. Ich danke unseren Wählerinnen und Wählern. wir haben mehr Stimmen als SPD,Grüne und Linke zusammen. Darauf können wir stolz sein. Ich möchte mich bei euch allen für die Unterstützung bedanken.”

[18h22] Erste Ausrede der Hessen-CDU vom Innenminister. Hessen ist ein traditionelles SPD-Land.

[18h20] Und die Zahlen des ZDF im Vergleich:

  • SPD: 37,1%
  • CDU: 36,3%
  • Grüne: 8%
  • FDP: 9,1%
  • Linke: 4,7%

[18h17] Die erste Hochrechung für Hessen laut ARD:

  • SPD: 37,5%
  • CDU: 35,7%
  • Grüne: 8%
  • FDP: 9,4%
  • Linke: 4,9%

Nach den Zahlen der ARD weiter Rot/Grün vorne. Aber die Linke holt auf.

[18h15] Erste Reaktionen bei der ARD von Parteivertretern in Niedersachsen. Bütikofer für die Grünen stellt heraus, dass es das beste Ergebnis der Partei im Land sei. Die FDP in persona Walter Hirche ist zufrieden, die Vertreterin der Linke spricht davon, dass sich die Linke im Westen etabliert hat. Man mache “Sozialpolitik im Original”.

[18h13] Ach ja, die SPD macht klar, dass man bei, ZDF zwei Prozentpunkte mehr hat.

[18h11] Die Zahlen des ZDF zur Verdeutlichung

  • CDU: 36,5%
  • SPD: 37%
  • FDP: 9%
  • Grüne: 8%
  • Linke: 4,8%

[18h07] Wieso gab es noch keine Bilder aus Niedersachsen? Zwischen Ems und Elbe ist alles durch, in Hessen weiter knapp. Für Rot-Grün momentan ein Sitz mehr, und auch nur, wenn die Linke draußen bleiben. Und dann die Unterschiede zwischen ARD und ZDF. Beim ZDF ist schwarz/gelb vorne, bei ARD rot/grün. Wird ein langer Wahlabend.

[18h05] Jubel bei der SPD in Hessen. Bei den Zahlen der Forschungsgruppe Wahlen im ZDF sind die kleinen Parteien fast identisch. Lediglich CDU und SPD sind enger beisammen, 36,5% CDU und 37% SPD. Das bleibt spannend.

[18h03] In Niedersachsen scheint alles klar zu sein. Das riecht nach CDU/FDP. Und die SPD ist in Hessen vorn.

[18h00] Die ersten Prognosen laut Infratest dimap in der ARD

Hessen

  • CDU: 35.5%
  • SPD: 37.5%
  • FDP: 9,5%
  • Grüne: 8%
  • Linke: 4.9%

Niedersachsen

  • CDU: 44%
  • SPD: 29.5%
  • FDP: 8%
  • Grüne: 8%
  • Linke: 6.5%

[17h57] Erste Zahlen sickern jetzt durch. SPD und CDU wohl gleich auf in Hessen, angeblich die Linkspartei in Niedersachsen vor Einzug in den Landtag.

[17h55] Und die Analysen und Beobachtungen sind bei ARD und ZDF fast austauschbar.

[17h41] Würde sich eigentlich jemand in Hessen über eine Große Koalition freuen?

[17h35] Bei der ARD werden die Bundesländer genauer vorgestellt. Es wird auf die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre geschaut. Ich bleibe für die Hochrechnungen zunächst einmal bei der ARD und schaue dananch auf die Zahlen des ZDF.

[17h29] Kurzer Blick noch auf die Wahlkämpfe, die unterschiedlich nicht sein konnten. Ruhig (vielleicht viel zu ruhig), sachlich und unspektakulär in Niedersachsen, populistisch, spaltend und kontrovers in Hessen. Liegt für mich an zwei Faktoren. Zum einen an den beteiligten Personen mit dem Draufgänger Roland Koch und der stark nach links driftenden Andrea Ypsilanti in Hessen und dem ungleichen Kampf in Niedersachsen, wo Christian Wulff seinen Amtsbonus perfekt ausgespielt hat und Wolfgang Jüttner so blass, unemotional und profillos wirkte, dass er mit seinen Argumenten nicht wirklich überzeugen und bei der Bevölkerung Spuren hinterlassen konnte. Zum anderen an der politischen Ausgangslage in beiden Ländern. In Hessen hat sich bereits im Januar abgezeichnet, dass es einen engen Wahlausgang geben würde. In Niedersachsen waren die Umfragen so spannend wie ein Winteabend in Sibirien.

[17h21] Nach einer Schalte zu den Wahlparties der Parteien blickt Phoenix jetzt ausführlicher auf die Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt - mit den Vorstellungsspots aus dem TV-Duell des HR. Bis jetzt alles noch sehr unaufgeregt. Auf die Wahlparties traut sich auch keiner, wohlwissend, dass es zwischen Sieg und Niederlage heute Abend ein schmaler Grat ist.

[17h18] Für mich jetzt schon die Phrase des Abends: “Schweigende Mehrheit.” Und besonders freue ich mich als rein neutraler Beobachter auf die Reaktionen der Bundespolitik. Da wird dann wieder die Argumentation zurechtgebogen, dass die Balken sich nur so biegen. Und heute Abend heulen dann auch alle wieder, wie niedrig die Wahlbeteiligung denn war. Und morgen interessiert das keine Sau mehr. Nach der Legitimation einer solchen politischen Wahl fragt dann keiner mehr. Es ist immer dasselbe. Politik ist ein….Geschäft (ergänzen sie ihr Adjektiv nach Wahl).

[17h15] Auch wenn in den letzten Umfragen in Hessen die CDU wieder leicht vorne lag, ist an Rhein und Main noch alles offen. Vieles hängt auch von der Wahlbeteiligung ab, inwieweit entscheiden sich die Wähler doch für Roland Koch ohne es in den Umfragen geäußert zu haben? Das wird spannend zu sehen sein. Für Andrea Ypsilanti könnte es schwierig werden, einerseits stärkste Partei zu werden und gleichzeitig auch später eine stabile Regierung zu bekommen, sollte es denn als stärkste Partei reichen. Die Probleme würden für Ypsilanti erst viel später kommen. Und dann stellt sich die Frage, was die Wähler eher wollen? SPD in einer unstabilen Regierung oder CDU in stabiler Regierung mit der FDP? Alles vorausgesetzt, wenn die Linkspartei nicht zu stark wird. In Niedersachsen ist das alles sehr viel ruhiger und weniger kompliziert. Alles als eine Fortführung der CDU/FDP-Koalition wäre eine riesengroße Sensation. Und wer den Gesichtsausdruck von Wolfgang Jüttner heute bei der Stimmabgabe gesehen hat, muss man mit dem Schlimmsten rechnen.

[17h07] Phoenix mit einer ersten Schalte nach Hannover und Wiesbaden. Bisschen mager in den ersten Minuten. Erstes Fazit: Wahl hat bundespolitische Auswirkungen. Kommt doch wohl auf das Ergebnis an.

[17h03] Kurzer Blick in die USA, wo gestern die Vorwahlen der Demokraten in South Carolina stattfanden. Barack Obama konnte einen deutlichen Sieg erringen, erhielt 55% der Stimmen, mehr als doppelt so viele wie Hillary Clinton. John Edwards kam in seinem Heimatstaat nur auf 18%. Barack Obama geht nun mit neuem Schwung und einem Vorsprung an Delegiertenstimmen in den Super Tuesday am 05. Februar. Mehr dazu dann ausführlich am Ende der Woche.

[16h55] Aktuelle Infos und Nachrichten

  • MellowBox weißt mich in den Kommentaren auf Schwierigkeiten mit der Wahlbeobachtung in Hessen hin. Erstmals wurden bei einer Landtagswahl Wahlcomputer eingesetzt, deren Nutzung aber umstritten ist. Über ähnliche Probleme wird auch hier berichtet.
  • Erste Tendenzen gibt es bei der Wahlbeteiligung. In Hessen im Vergleich zu 2003 leicht höher. Sie lag um 14h00 bei 34,6% (2003:34%). In Niedersachsen ist die Beteiligung deutlich geringer. Sie lag um die Mittagszeit bei 23%, was erschreckend schwach ist. Nieselregen, Sturm und Nebel sind halt keine passende Atmosphäre für den Sonntagssparziergang.
  • Stimungsbericht aus Hessen bei SPIEGEL Online

[16h48] Was erwartet uns TV-technisch heute Abend. Phoenix beginnt um 17 Uhr die Wahlberichterstattung aus Wiesbaden und Hannover mit den renomierten Parteiforschern Jürgen Falter und Ulrich von Alemann. Die ARD startet ab 17h30 mit den Moderatoren Andreas Cichowicz und Alois Theisen, Jörg Schönenborn bringt die Hochrechnungen. Ab 19h30 gibt es die Berliner Runde in der ARD, unter anderem mit Ronald Pofalla, Hubertus Heil und Dirk Niebel. Anne Will beschäftigt sich ab 22h00 nach den Tagesthemen Extra in ihrer Talkrunde mit den Landtagswahlen, unter anderem zu Gast Klaus Wowereit, Gregor Gysi und Markus Söder. Eine ganz explosive Mischung bei der zierlichen Anne Will erwartet uns da. Das ZDF geht ab 17h40 auf Sendung, wie immer mit Bettina Schausten und Steffen Seibert. Als Gäste sind unter anderem Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der ZEIT, und Helmut Markwort vom Focus eingeladen. Natürlich gibt es auch in den üblichen Nachrichtensendungen ausführliche Informationen zu den Landtagswahlen.

[16h40] Wunderschönen Sonntagnachmittag. Noch knapp 80 Minuten bis zu den ersten Hochrechungen aus Hessen und Niedersachsen. Hier gibt es heute Abend alle Ergebnisse, alle Reaktionen, Stimmungen und Analysen zu den Landtagswahlen. Es wird brutalstmöglich auf alles geschaut. Sodele, hereinspaziert.

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Hessen-Wahl 2008: Das TV-Duell Roland Koch vs. Andrea Ypsilanti

Verfasst von Felix am Sonntag,20 Januar, 2008

[22h04] Bei Phönix gibt es morgen ab 10h00 nochmal eine Wiederholung des Duells. So jetzt aber zum Football.

[22h02] Einige Pressestimmen:

FAZ: Ungeliebte Favoritenrolle
SpiegelOnline: Koch attackiert, Ypsilanti charmiert
SZ: Schlagabtausch am Sonntagabend
FAZ: Wahlversprechen und Waschmaschinen

[21h49] Ein sehr sachliches Duell, das stark von Inhalten geprägt waren. War nett anzuschauen. Jetzt müssen die Wähler in Hessen entscheiden. Beim Hessischen Rundfunk gibt es nochmal die ganze Debatte nach Themengebieten aufgeteilt. Eine Anmerkung noch zum Schluss: Ich habe während der Debatte immer live mitgeschrieben. Sollte die eine oder andere Aussage nicht komplett 100% übereinstimmen, bitte ich dies zu entschuldigen. Schönen Abend noch.

[21h45] Damit geht das Duell zu Ende. Koch hatte das letzte Wort.

[21h42] Koaltionsbildung: Ypsilanti - Brauchen die Linken nicht und es gibt keine Koaliton mit denen. Rot-Grün wird siegen. Koch rede die Linken stark. Wäre für Ampel bereit trotz Ablehnung der FDP.

Koch: Siegessicher. Nach heftigem Wahlkampf wird es eine bürgerliche Mehrheit geben. Koch schürt erneut die Befürchtung, dass es eine Koalition SPD/Linke geben würde. Ypsilanti hat ein richtig dickes Linksprogramm. Parteien mit gleichen Programmen gehen doch zusammen. Linke vs. bürgerliche Merhheit heißt die Abstimmung.

[21h40] Koch: “Ganz ruhig, Frau Ypsilanti, wir haben es doch gleich geschafft.”

[21h37] Finanzpolitik: Ypsilanti - Hessen hat enromen Schuldenberg. Über 10 Milliarden Euro Schulden. Koch hat keine Konzepte zur Schuldentilgung. Programm der SPD soll durch Umschichtungen finanziert werden. Hoffen auf gute konjunktur. Bildung wird unbedingt finanziert.

Koch: Ypsilanti weiche aus. Einsparungen waren notwendig. Hessen ist Geberländer des Länderfinanzausgleichs. Vorschläge der FDP sind nicht finanzierbar und unseriös. Abschaffung der Studiengebühren würden enorme Einnahmeausfälle bedeuten. Es klafft eine Finanzierungslücke von 500 Millionen Euro. Vorschläge der SPD sind nicht bezahlbar. Eine Regierung muss nicht versprechen, sondern halten.

Ypsilanti hält die Zahlen für falsch. Es gibt eine rege Debatte über die Zahlen. Haus der Bildung der SPD ist seriös finanziert. Gegenfinanzierung steht und ist geprüft. Ausrede des Länderfinanzausgleichs lasse Ypsilanti nicht gelten.

[21h35] Intensive Debatte über die Familienpolitik. Zwei Familienbilder, zwei Politiken und zwei Ansichten über Sinn und Zweck von individueller Organsisation prallen aufeinander.

[21h29] Familienpolitik: Ypsilanti - Wahlfreiheit der Eltern, Beruf und Familie müssen miteinander vereinbar sein. Krippenplätze ab dem 1. Jahr für alle zur Verfügung, optimale Versorgung der Kinder in Kits und Ganztagsschulen, die flächendeckend eingeführt werden soll. Ganztagsschule muss von Bund, Ländern und Kommunen finanziert werden.
Koch: Für Hessen als Land des Erfolges ist die Frage nach Familienland entscheidend. Eltern sollen entlastet werden. 2011 ganztätiges Betreuungsangebot an der Schulen. Aber keine Verpflichtung auf Ganztagsschule. Können, nicht müssen. Das ist Wahlfreiheit für die CDU. Der Staat dürfe nichts vorschreiben. Tagesmütter als exellente Alternative.

[21h26] Jetzt geht es rund: Koch wirft Ypsilanti Propaganda vor, die kintert, Koch würde ein falsche Interviewaussage als Entschuldigung geben.

[21h23] Thema Strafvollzug. Resozialisierung ist notwendig. Frage an Koch bezüglich der Kinder und Jugendstrafrecht. Habe diese Aussage nie gegeben. Kinder gehören nicht ins Gefängnis. Aber es darf auch nicht weggeschaut werden. Ok, nennt sich wohl Kompromiss. Zum Rechtsstaat gehört auch Härte, also auch geschlossenen Strafvollzug.

[21h19] Koch nimmt zur Kritik Stellung: Polizisten können gar nicht entlassen werden, so Koch. System sei nur effektiver geworden. Es sind mehr Polizisten im Amt als 1999. Hesse hat die höchste Richterdichte in W-Deutschland. koch wird richtig aggressiv. Ypsilanti lenke von Zahlen ab.

Moderatoren nennen Zahlen: Im Vergleich zu 1999 341 Stellen weniger bei den Polizisten, zwei bei den Richtern mehr.

Ypsilanti nennt weitere Argumente: Polizei ist frustriert. Stundenzahl erhöht plus Schichtarbeit ist arbeitsfeindlich. Unter der SPD keine 42-Stunden-Woche. Gute Sicherheit nur mit hochmotivierter Polizei.

Koch reagiert gelassen. Die Polizei leiste Großartiges in Hessen.

[21h17] Innere Sicherheit - Koch: Hessen hat gute Bilanz in Fragen der inneren Sicherheit. Gute Aufklärungsquote, gut ausgebildete und best bezahlteste Polizei. Zahl der Wohnungseinbrüche und weitere Verbrechen halbiert. Jugendkriminalität steigt. Das ist ein Problem in Hessen. Hessen ist ein Sicherheitsland

Ypsilanti: Regierung muss Hausaufgaben machen. CDU stehe für: Lange Verfahrensdauer, Abbau der Polizeistellen, Kürzung in der Justiz. Koch hat sich eigene Falle gestellt und falle jetzt auf die Füße. Keine innere Sicherheit ohne sozialen Frieden.

[21h15] Ypsilanti: Teile der Agenda 2010 waren schwierig. Denen konnte ich nicht zustimmen. Es muss erlaubt sein das zu kritisieren. Falls der mindestlohn umgangen wird, brauche es einen Gesetz.

[21h12] Koch zurzeit mit 24 Sekunden mehr Redezeit. Nur zur Info.

[21h10] Ypsilanti spricht Koch Kompetenz in Tarifvertragsfragen ab. Koch betont erneut Ablehnung gegen flächendeckenden Mindestlohn. SPD verschweige die Löhne und verschleiere die Gefahr von Arbeitsplatzverlusten.

[21h06] Mindestlohn - Ypsilanti: Arbeitnehmer haben Rechte und Pflichten. Müssen aber für Arbeit auch angemessen bezahlt werden. Arbeitnehmer müssen vom Aufschwung profitieren. Es darf keine Hungerlöhne geben. Menschen müssen vom Einkommen leben.

Koch: Arbeit ist ein wichtiges Gut. Gegen gesetzliche Regelung von Mindestlohn. Staat darf Lohnhöhe nicht bestimmen. Da versteht der Staat nichts von, muss der Wirtschaft überlassen werden.

[21h03] Oha, jetzt geht es ins Detail über hessische Firmen. Da muss ich trotz intensiver Vorbereitung passen. Die SPD betont nochmal das Energiekonzept, verfasst vom Träger der alternativen Nobelpreisträgers. Einwurf der moderatoren: Geht zu sehr ins Detail. Na bitte, ein Erbarmen.

[20h58] Energiepolitik. Statement Koch: Energiemix, preiswerte Energie, ökologisch und ökonomisch verantwortbar. Bekenntis zur Atomkraft, aber nur wenn Sicherheit gewährleistet ist. Energiepolitik der SPD würde Verdoppliung der CO2 Emissionen bedeuten.

Ypsilanti: Atomausstieg. Abschaltung Biblis A und B, keine neuen Kohlekraftwerke. Enegiekonzept aus Windkraft, Solar und Wasser. Anspruchsvolles Konzept. Fossile Energieträger machen abhängig von Ländern, die “schwierig” sind. Preise würden so immer weiter steigen. Alternative Energien seien billiger und ökologisch vernünftiger. 100.000 neue Arbeitsplätze würden dadurch entstehen.

[20h52] Weiter in der Verkehrspolitik: Öffentlicher Personennahverkehr. Koch: Vieles getan, gutes Angebot auch in Nord- und Südhessen. Kommunen sind auch in der Verantwortung. Trotzdem ein gutes Netz und Angebot. Wir sind Stolz, es hat aber seinen Preis.

Ypsilanti zu den Kürzungen am Straßenbau: Das hätten die Grünen erledigt, nicht die SPD. Straßenbau in Nordhessen ist unterrepräsentiert. Keine gute Anbindung. Versprechen von 2003 wurden nicht gehalten. Koch müsse zu seinen Fehler stehen, das tut er nicht. Versprochene Verkehrsprojekte seien nicht eingehalten worden.

[20h46] Nächstes Thema: Flughafenausbau: Herzmuskel der Region für Wirtschaft in Hessen. Ausbau ist dringend notwendig. Lärmschutz und Nachtflugverbot müssen aber beachtet werden. Belastung ist nachts zu hoch. Ausbau ja. Iypsilanti will absolutes Nachtflugverbot, hat aber Bedenken, ob sie dies bei Regierungswechsel noch durchsetzen kann. Ypsilanti will Klage aufrechterhalten um Nachtflugverbot durchzusetzen. Alle 21 Minuten ein Flug sei kein Nachtflugverbot.

Koch antwortet: Flughafenausbau ja, Nachtflugverbot komplett nein, Lärmschutz nur bedingt. 40.000 Arbeitsplätze müssen gesichert bleiben, von daher muss Planfeststellungsbeschluss weiter gelten. Und der sieht Flüge nachts vor. Koch sichert zu, dass Änderungen am Beschluss durchaus noch möglich ist. Nachtflugverbot nur, soweit es rechtlich geht. Die Grünen würden kompletten Ausbau des Flughafens verhindern.

[20h45] Beide Kandidaten wirken extrem souverän. Koch liegt eine Minute vor. Themenwechsel.

[20h41] Mittel für Koch zur Integrationspolitik: Geld für Sprachförderung, Finanzmittel für Ausbildung. Ziel für Koch: Hauptschulabbruchsquote bei Ausländern auf 7% zurückführen, derzeit bei mehr als 11%. Demokratische Parteien müssen vernünftig über Integration reden können. Koch sei nicht perfekt und habe auch einige missverständliche Aussagen gemacht. Aber das muss erlaubt sein.

[20h38] Next Step: Integration. Koch: Habe bereits 1999 alles für Integration getan. Für Koch ist dies eine Kernaufgabe seiner Politik. Es muss auch über Regeln gesprochen werden. Angebot und Regeln der Integration sinnvoll miteinander verbinden.

Ypsilanti: Hessen in der Mitte Europas lebt von der Integration. Integration fängt bei Bildung an. Koch habe mit der Debatte um der Jugendkriminalität Vertrauen der Ausländer missbraucht. Integration ist Toleranz und Respekt gegenüber uns Deutschen aber auch von uns aus.

[20h35] Die Bildungspolitik polarisiert. Heftiges Wortgefecht, die Kandidaten fallen sich ins Wort. Lernwege von Kinder und die Gesamtschulen sind zwei unterschiedliche Bausteine, die die SPD und die CDU meilenweit trennen.

[20h32] Kurzes Fazit zwischendurch: Bisher recht interessant. Die Kandidaten schauen sich direkt gegenüber in die Augen. Die Moderatoren lassen das Duell gut laufen. Jeder versucht seine Politik durch Argumente zu untermauern, geht aber auch auf den Gegenkandidaten ein.

[20h29] Nun wird über einzelne Aspekte der Bildungspolitik diskutiert. Koch habe keine Bildungskompetenz, das jetzige Schulmodell sei für Kinder nicht verkraftbar. Famile und Beruf müssen wieder vereinbar sein, Eltern sollen entlastet werden, Kinder die Hausaufgaben in der Schule erledigen. Jeder habe die Möglichkeit nach 12 Jahren Abitur zu machen, we länger braucht, soll die Zeit bekommen. Also eine flexbile Kursstufe. Verkürzung der Schulzeit an sich ist eine “grässliche Belastung”. Schüler in der Pubertät brauchen Zeit in dieser Phase.

Roland Koch: Lobt Bildungsministerin Wolf, die gute Arbeit geleistet habe. Unterrichtsgarantie plus verhindert Stundenausfall. Eltern sind zufrieden. Das Schulsystem G8 ist aber noch nicht perfekt installiert, Koch räumt leichte Defizite ein. Insgesamt sei Hessen aber auf einen richtigen Weg.

[20h24] Erstes Thema Bildungspolitk: Ypsilanti beginnt. Bildungspolitik in Hessen gescheitert, SPD stehe für individuelle Föderung, nehme alle Kinder, ob gut oder schlecht, mit. Keine Auslese ab der vierten Klasse. Die Klassengröße soll verringert werden, Lehrer eine bessere Ausbildung bekommen. Modell Ganztagsschule.

Koch antwortet: Seine Kinder haben gerade Abitur gemacht, Koch kennt sich also in der Bildungspolitik aus. Betont Erfolge der Regierung. 4200 neue Lehrer wurden eingestellt, lehnt Ganztagsschule ab. Koch greift Bildungspolitk der SPD an.

[20h22] Ypsilanti geht gleich in die Offensive, greift Koch direkt an. Unter ihr gebe es eine neue politische Kultur. Koch habe bewusst das Thema auf kriminelle Ausländer gelegt. Koch setzt sich zu Wehr, lenkt das Thema aber mehr auf die Karte “Regierungsbildung”. Ein Linksblock soll verhindert werden. Koch geht dann noch mal auf das Thema Jugendkriminalität ein. Unbequeme Wahrheiten müssen angesprochen werden. Die Bevölkerung möchte Antworten zu solchen Hintergründen.

[20h20] Frage an Koch, ob das Wahlkampfthema Jugendkriminalität falsch sei und ihm Stimmen koste. Er verneint dies, sei ein wichtiges Thema. Hessen hat viele Erfolge vorzuweisen und die Menschen fühlen sich wohl. Die Hessen wollen eine stabile Regierung - und das geht nur mit der CDU. Hessen muss sein Ansehen in der BDR weiter aufrechterhalten.

[20h18] Erste Frage an Ypsilanti bezüglich der Kritik von Wolfgang Clement an der Energiepolitik. Sie habe keine Angst, dass es negative Einflüsse auf den Wahlkampf habe. Atomlobby sei kein leichter Gegner und kritisiert koch, der für längere Laufzeiten von Atomkraftwerken ist. Sie trägt die Kritik mit Fassung.

[20h17] Zunächst gibt es zwei kleine Einspieler, die die Kandidaten und deren Wahlkampf kurz vorstellen. Iypsilanti, “die Löwin”, gegen Roland Koch, “den Kronprinz der Kanzlerin”.

[20h15] “Spitz auf Knopf eine Woche vor der Wahl” Das Duell beginnt.

[20h12] Ich freue mich auf das Duell. Solche Möglichkeiten der TV-Präsenz sollte es viel öfter geben. Die USA sind da natürlich das klassische Vorspiel, wo in Zeiten der Vorwahlen fast wöchentlich Debatten abgehalten werden. Was ich mir für die kommenden 90 Minuten wünschen würde, ist eine spannende und kontroverse Auseinandersetzung, vor allem um Inhalte. Mal sehen, wie das Moderatoren und Kandidaten hinbekommen.

[20h09] So, kommen wir mal zum Inhaltlichen des Duells. Ddas Duell ist exkat durchgeplant. Zu Beginn bekommt jeder Kandidat eine Einstiegsfrage zu aktuellen politischen Entwicklungen oder Umfrageergebnisse. Dann geht es weiter mit knapp 10 Themenkomplexen. Schule und Bildung, Integration, Verkehr, Energie und Umwelt, Wirtschaft und Arbeit, Innere Sicherheit/Justiz, Familie und Soziales sowie Finanzen. Nach dem Prinzip Rede und Gegenrede bekommt jeder Kandidat 75 Sekunden. Die Zeit bei der Betrachtung der einzelnen Themenblöcke ist aber variabel, es darf also seitens der Moderatoren gewichtet werden. Zum Schluss gibt es dann noch einmal Schlussstatements, unter anderem mit Aussagen zur Koalitionsbildung.

[20h03] Insgesamt fünf Kamera sorgen für eine professionelle Aufnahme des Duells. Natürlich gibt es auch wieder das unsägliche Thema mit dem Zeitkonto. Es darf höchstens eine Minute in der Differenz der Gesprächsdauer geben. Zeitanzeigen sind nur für die Moderatoren sichtbar, der Zuschauer bekommt davon nichts mit. Es sei denn, es wird zwischendurch mal verglichen.

[19h59] Das TV-Duell ist nicht live, sondern wurde heute Mittag zwischen 12.00 Uhr und 13.30 Uhr unter “live-Bedingungen” aufgezeichnet. Es werde, so der Hessische Rundfunk, keine Nachbearbeitung geben, lediglich bei groben technischen Mängeln. Moderatoren des Duells sind Claudia Schick und Alois Theisen, die ich beide für sehr kompetent und mehr als geeignet halte. Manchmal machen es eben auch gute, aber eher unbekannte Moderatoren.

[19h54] Und weiter im Programm. Vor der NFL jetzt mal Politik mit dem bisherigen Höhenpunkt des Wahlkampfs in Hessen, dem TV-Duell zwischen dem Amtsinhaber und der Herausforderin ab 20.15 Uhr im Hessischen Rundfunk.

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Wenn es einfach zu lange dauert…

Verfasst von Felix am Freitag,11 Januar, 2008

ad1: 10 Monate verhandelt - und bisher ist nichts dabei rausgekommen. Ein Armutszeugnis für die GDL und die Deutsche Bahn. Im einzigen Punkt, wo man ganz groß war, waren die gegenseitigen Beschuldigungen, seitenlange Anzeigen in Tageszeitungen und im Androhungen von Konsequenzen. Und wir Bürger sind bis jetzt immer die Dummen gewesen. Was haben die letzten 10 Monate gebracht? Rein gar nichts. Seit ein paar Wochen sitzt man nun am Verhandlungstisch, schottet sich von der Öffentlichkeit ab, hat geheime Gespräche mit Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee, doch eine Einigung gibt es jetzt anscheinend doch wieder nicht. Komisch, dass vor zwei Tagen alle noch so zuversichtlich waren. Oder ist es der GDL übel aufgestoßen, dass die Deutsche Bahn AG Verfassungsklage gegen den Streik eingereicht hat? Dieser Punkt zeigt nur eines: Wie unsensibel sich die Bahn in den ganzen 10 Monaten verhalten hat. Sie war nie Herr der Lage, sie war schwach. Die GDL entscheidet am Sonntag über neue Streiks. Ich gebe schon mal ein Tipp ab, wie es ausgeht. Am Sonntag beschließt man weitere Verhandlungen und verpulvert weiter Geld, weil nichts Gescheites dabei rauskommt. Kompromiss ist ein Fremdwort für die Beteiligten.

ad2:Dass Deutschland meiner Meinung nach nicht über einen qualitativ vernünftigen Nachrichtensender verfügt, habe ich hier schon mehrmals berichtet. Deshalb setze ich ja auch große Hoffnungen in die Bemühungen der ARD einen ihrer digitalen Kanäle als 24-Stunden-Nachrichtensender einzurichten. doch meine Hoffnungen haben auch wieder einen Dämpfer bekommen. Die Zeitschrift Digitalfernsehen will erfahren haben, dass jetzt sowohl ARD als auch ZDF eigene Nachrichtenkanäle planen. Das ist ein Fakt, den man eigentlich immer vermeiden wollte, dass beide ÖR ihre eigenen Kanäle umstrukturieren. So gibt es doch wieder nur die Verschwendung von Ressourcen und eine neue zusätzlich herbeigebrachte Konkurrenz zur Lasten der Qualität. Und mal was ganz anderes: Es wird geplant, geplant, geplant. Vielleicht handelt man auch mal. Denn mittlerweile lebe ich mit Sky News hervorragend. Also liebe ÖR,  lasst euch nicht mehr zu viel Zeit.

ad3:Und was ganz Privates: Ich bin großer Fan von NavyCis, habe alle DVD-Boxen der bisherigen drei Staffeln. Aber wann kommt Staffel Vier? Das müsste doch mal so langsam sein. Wenn irgendein Leser etwas Genaueres weiß, bitte her damit. Das dauet mir einfach zu lange.

Und auch mit der Premier League Preview wird es heute nichts mehr, das ich das zeitlich nicht schaffe. Also ersten morgen Früh. Nicholas Anelka wechselt lt. FC Chelsea von den Wanderers zu den Blues. Später mehr.

Zuletzt noch ein Lesetipp: Alexander Krei/Quotenmeter über die Medienkritik von Günter Oettinger.

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TV-Tipp: Merkels Macht - Auf den Spuren einer Kanzlerin

Verfasst von Felix am Mittwoch,2 Januar, 2008

Wer langsam die Schnauze voll hat von Fußball aus der Premier League (wird wirklich mal Zeit für eine Pause), dem kann ich heute Abend eine äußerst interessante Dokumentation bei der ARD empfehlen. Endlich gibt es mal wieder eine Reportage, die den Namen bei den ÖR auch verdient hat.

Das Jahr 2007 begann glänzend für Bundeskanzlerin Merkel: Als EU-Ratspräsidentin und G8-Präsidentin fühlte sie sich auf den roten Teppichen der Gipfeltreffen sichtbar wohl. Und Verhandlungserfolge wie in Heiligendamm und Brüssel ließen ihr Ansehen schnell wachsen: Angela Merkel - Superstar? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Autoren Stephan Lamby und Michael Rutz, die Angela Merkel ein Jahr lang mit der Kamera begleitet haben. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, unter anderem US-Präsident Bush, Tony Blair oder Gregor Gysi, kommen zu Wort um Merkels Politik bewerten und einordnen zu können.

Man muss nicht mit Angela Merkels Politik und ihrem Regierungsstil übereinstimmen. Wer sich aber allgemein für Politik interessiert, bekommt einen guten Einblick in die Regierungstätigkeit.

Merkels Macht - Auf den Spuren einer Kanzlerin gibt es heute Abend um 21.45 Uhr in der ARD.

P.S: Und wer von Dokumentationen nicht genug kriegt und auch noch Lust auf Fußball hat, für den gibt es um 18.00 Uhr in der ARD den Doku-Film über die Weltmeisterschaft der Fußball-Frauen in China 2007.

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Das DSF steigt wieder in die NBA - Berichterstattung ein, leider ohne Frank Buschmann (Update)

Verfasst von Felix am Mittwoch,19 Dezember, 2007

(Update: Frank Buschmann kommentiert die Live-Spiele im DSF.) 

Das Deutsche Sportfernsehen (DSF) hat heute in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass man wieder in die Berichterstattung über die NBA einsteigt. Man kocht über die ganze Saison gesehen zwar auf sehr kleiner Flamme, aber zu Beginn gibt es wenigstens ein paar Highlights. Das neue Rechtepaket fürs Free-TV umfasst folgenden Inhalte:

  • Insgesamt 29 Sendung NBA Action mit Spielzusammenfassungen und Interviews, jeweils am Samstag um 13.30 Uhr
  • Fast 30 NBA Top-Games. 30-minütige Zusammenfassung einer Top-Partie vom Freitag, immer am Samstag um 14.00 Uhr. In den Playoffs und Finals kann es häufigere Zusammenfassungen geben. Von der Regular Season sind 17 Top Games geplant.
  • Zudem NBA-Fenster in der Sendung “Bundesliga-Aktuell”
  • Stefan Bohlen und Manfred Winter kommentieren die Spiele und Magazine. Von Frank Buschmann leider keine Spur. Wäre fast ein Grund gewesen häufiger beim DSF reinzuschauen.
  • Beginn der Übertragung mit einer “Highlight-Woche” mit sieben NBA-Spielen, drei davon live

Live-Spiele:
Dienstag, 25. Dez. 20:30 Miami Heat - Cleveland Cavaliers
Samstag, 29. Dez. 19:00 Atlanta Hawks - Dallas Mavericks
Montag, 31. Dez. 20:00 Orlando Magic - Chicago Bulls

Aufzeichnungen:
Sonntag, 23. Dez. 19:00 Toronto Raptors - Phoenix Suns
Donnerstag, 27. Dez 17:30 Dallas Mavericks - Utah Jazz
Freitag, 28. Dez. 17:30 Cleveland Cavaliers - Dallas Mavericks
Sonntag, 30. Dez 15:00 Boston Celtics - Utah Jazz

Die Live-Spiele und Aufzeichnungen finde ich eine gute Sache vom DSF. Ansonsten darf man vom DSF nicht zu viel verlangen, zumal der Ruf des DSF nicht nur bei mir mehr als beschädigt ist. Der Anfang sieht vielleicht ganz gut aus, aber ab Januar gibt es “nur” noch ein wächentliches Magazin und eine Zusammenfassung eines NBA-Spiels in 30 Minuten. Wer die Werbelastigkeit des DSF kennt, kann sich ausmalen, wieviel Basketball man in den 30 Minuten zu sehen bekommt.

Interessant ist, dass die NBA sich jetzt in Absprache mit dem DSF dazu durchgerungen hat auch ein etwas umfangreicheres Free-TV-Paket zu verkaufen. Ob man da aber längerfristig neue Fans für die NBA gewinnen wird, bleibt fraglich. Es wäre schön, wenn man vom DSF erfahren würde, wieviele Interessierte zmindest die Live-Spiele schauen. Denn dass die 30-minütigen Zusammenfassungen wirklich viele an den Bildschirm locken, wage ich stark zu bezweifeln. Also wie gesagt: Eine Woche lang verneige ich mich mal vom DSF, danach kann man es wieder bleiben lassen. Aber immerhin etwas Licht am Ende des Tunnels.

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Mit dem Zweiten sieht man schlechter, Mainz hat kein Herz für Fußballfans

Verfasst von Felix am Sonntag,16 Dezember, 2007

Da ich ja bekanntlich gestern Nachmittag im Stadion war und es unter anderem dank des Verkehrschaos in der Bremer City nicht mehr rechtzeitig zur Sportschau nach Hause geschafft habe, hatte ich beschlossen, mal wieder das Aktuelle Sportstudio im ZDF zu schauen. Keine optmale Lösung, aber immerhin dachte ich mir, so einen schnellen Überblick über den Bundesliga-Spieltag zu bekommen.

Das Sportstudio begann aufgrund der Weihnachtsgala “Ein Herz für Kinder” mit Thomas Gottschalk um 22.45 Uhr, also perfekt nach der ersten Hälfte von Valencia-Barcelona. Docj als ich gegen 22.40 Uhr zum ZDF umschaltete, lief noch die Spendengala mit Gottschalk, das Sportstudio schien sich also zu verzögern. Ich habe im EPG nach der neuen Anfangszeit geguckt, fand aber keine Aktualisierung des Programms, ebenso im Videotext und im Intenet unter zdf.de. Um 23.30 Uhr, als die Gala immer noch lief, gab es nirgendwo, weder im EPG, Videotext, und Internet sowie durch Einblendungen, wann das Sportstudio voraussichtlich beginnt. Ist man sich zu schade in Mainz das Programm zu aktualisieren? Kann man sich bei den ganzen GEZ-Gebühren keine Praktikanten oder Aushilfen mehr leisten, die die Zuschauer informieren? Oder hat sich der gesamte Lerchenberg nach einer Weihnachtsfeier gegenseitig unter den Tisch gesoffen? Ich zahle Geld für dieses Programm, der Service war gestern Abend aber nicht mal einen Cent wert. Als sich abzeichnete, dass das Sportstudio nicht vor Mitternacht anfangen sollte, bin ich ins Bett gegangen.

Das ZDF sollte mal seine Prioritäten überdenken. Klar bin ich mir bewusst, dass so eine Spendengala von enormer Wichtigkeit ist, nur war die letzte Stunde dieser Gala lediglich ein Auftreten von irgendwelchen Möchtegern-Promis, zum Beispiel interviewt Ralf Schmitz Boris Becker. Muss das sein? Wenn man so einen Schwachsinn rausgelassen hätte, wäre man mit der festgegebenen Sendezeit auch ausgekommen.

Und last but not least hat das ZDF einen Vertrag mit der DFL abgeschlossen über die Zweitverwertungsrechte der Bundesliga im Free-TV nach der Sportschau. Viele Fußballfans waren sicherlich am letzten Bundesligaspieltag an den Zusammenfassungen interessiert. Aber so hat man einen Großteil der interessierten Zuschauer vergrault, zumal - und das ist mein Hauptverwurf - es nirgendwo Infos über mögliche neue Sendezeiten gab. Das ZDf will ja sicherlich auch ein Wort mitreden bei der Neuausschreibung der Bundesligarechte ab 2009. Gestern hat man sich meiner Meinung nach für eine eventuelle Erstverwertung mehr als disqualifiziert. Denn um Mitternacht will keiner mehr auf Fußball warten. Und ich wette, dass die Mainzer zu 100% Shows wie Wetten, Dass? oder ähnliches nie kürzen werden. Der gestrige Abend war ein Armutszeugnis für das ZDF.

So, und jetzt schaue ich Bundesliga Pur im DSF. Und einen Vorteil hat es dann doch: Es gibt keinen Rolf Töpperwien.

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TV-Tipp: Glück, Geld und Genialität in Kalifornien.

Verfasst von Felix am Mittwoch,12 Dezember, 2007

Claus Kleber, eventuell der zukünftige Chefredakteur des SPIEGEL, hat für das ZDF eine Dokumentation über den US-Bundesstaat Kalifornien gedreht. Die Reportage zeichnet den Weg des Erfolges von Kalifornien nach, heute immerhin der bevölkerungsreichste und wirtschaftsstärkste Bundesstaat der USA, zudem wird an besonderen Orten Halt gemacht, die auch heute noch den Aufschwung und die Besonderheit Kaliforniens ausmachen, sei es die Wirtschaftsregion Silicon Valley, Hollywood, die Metropolen San Fransisco und Los Angeles sowie die Sierra Nevada.

Hier ein kleiner Vorgeschmack mit einem Interview mit Claus Kleber und Bilder seiner Reportage.

Es bleibt zu hoffen, dass Claus Kleber, den ich als Journalisten sehr schätze, auch weiterhin ausführliche Reportagen aus den USA bringt, wo immer er auch zukünftig arbeiten wird.

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Übermut tut selten gut: Deutschlands Premium - Nachrichtensender n-tv wird demnächst 15 Jahre alt

Verfasst von Felix am Mittwoch,28 November, 2007

Anlässlich des 15. Geburtstags von n-tv haben zwei Schwergewichte des Nachrichtensenders, Carola Ferstl und Manfred Bleskin, dem Berliner Tagesspiegel ein Interview gegeben, dessen Lektüre ich sehr empfehle. Ich habe es zwei Mal getan und zweifle immer noch an einigen Aussagen, in welchen man sich hochjubelt - wenn man sich natürlich auch mit N24 vergleicht. Einige kommentierte Aussagen des Interviews.

Tagesspiegel: Hat sich bei n-tv erfüllt, was Sie sich erträumt hatten?
Bleskin: n-tv hat ein Publikum für sich gewinnen können, das politisch und ökonomisch interessiert ist. Dieses Publikum schaltet n-tv und nur n-tv ein, wenn etwas in der Welt passiert [...] Nachrichten haben einen Stellenwert im deutschen Fernsehen bekommen. Das ist die Leistung von n-tv.

Es ist sicherlich richtig, dass n-tv einen gewissen Anteil daran hat, dass Nachrichten immer mehr ins Bewusstsein der Deutschen gelangen. Trotzdem würde ich gerne mal Fakten sehen, dass dies so ist. Gab es eine Untersuchung? Sind die Einschaltquoten wirklich so hoch? Ich habe niedrige einstellige Werte im Kopf. Und n-tv braucht gute Einschaltquoten, damit aus den roten schwarze Zahlen werden. Liegen Wunsch und Wirklichkeit nicht weiter auseinander?

Tagesspiegel: Womit kämpfen Sie derzeit am meisten?
Ferstl: Wir arbeiten daran, die Menschen zur Aktie zurückzuholen. Das ist leichter gesagt als getan. Das Thema „Aktie“ ist ein bisschen verbrannt.
Bleskin: Ich setze bei meiner Altersversorgung auch nicht auf Aktien.
Ferstl: Weil du dich zu wenig auskennst.

Ist das eine primäre Aufgabe von n-tv? Wie wäre es denn mal mit vernünfitgen Sportberichten, Specials nicht nur zu irgendwelchen Schneekatastrophen oder Waldbränden. Wo sind die Dokumentationen, die länger haften bleiben?

Tagesspiegel: Es gibt viele Informationskanäle im deutschen Fernsehen: n-tv, Phoenix, N 24, Euronews. All das wirkt mickrig im Vergleich zu internationalen Stationen wie CNN oder BBC. Ist Nachrichtenfernsehen made in Germany nicht klein-klein?
Ferstl: Warum sehen die Leute die „Tagesschau“? Weil sie ein deutsches Programm mit dem Schwerpunkt Deutschland wollen. Bitte übersehen Sie nicht: Die meisten deutschen Anleger haben vor allem deutsche Aktien.
Bleskin: Der Anspruch bei CNN, Euronews und BBC World ist ein anderer. Aber auch da gibt es Schwerpunkte für Afrika, Asien, Europa. Die Heimat von n-tv ist der deutschsprachige Raum.

Klar ist die Heimat von n-tv der deutschsprachige Raum, nur wie wäre es denn mal, wenn man auch mehr aus dem europäischen ausland berichten würde. So ist man auf einer Schiene mit N24. Wenn n-tv ein “besserer” Nachrichtensender sein will, dann muss man auch das nachrichteninteressierte Publikum ansprechen. Und das interessiert bei weitem nicht nur, was bei uns passiert. Wenn man sein Augenmerk mehr auf Europa und die Welt legen würde, könnte man meiner Meinung nach einiges an Profil gewinnen. Sonst schauen alle weiterhin die Tagesschau. Anknüpfend daran auch die letzten Ausführungen im Interivew, wo es zur Konkurrenz von N24 geht.

Tagesspiegel: Wer könnte n-tv in Bedrängnis bringen? EinsExtra, ZDF Info, das Internet?
Ferstl: Mit dem Internet sind wir in der richtigen Spur. [...] n-tv.de ist supererfolgreich. Was läuft online denn am besten? Was dem TV mit seinen Bewegtbildern am nächsten kommt. n-tv, das Fernsehen, ist das Eingangstor für n-tv.de, das Internet. [...]
Bleskin: Was uns in Bedrängnis bringen kann? Das Ende der Welt vielleicht. Aber da wären wir auf jeden Fall live dabei.
Tagesspielgel: Warum hat N 24, ihr jüngerer Konkurrent, n-tv in der Reichweite überholen können?
Bleskin: N 24 hat zu bestimmten Zeiten des Tages einen anderen Zuschnitt, und das ist nicht unbedingt die Information. Was da manchmal nach 22 Uhr läuft, das treibt einem schon manchmal die Schamröte ins Gesicht.
Tagesspiegel: Sie meinen „Die Sexualität des Menschen“? n–tv ist keusch, rein und seriös?
Bleskin: Ja. Selbst unsere Reportagen haben eine zeithistorische, politische, wirtschaftliche Anbindung.
Ferstl: Man kann n-tv und N 24 nicht vergleichen, will man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Wir hätten höhere Quoten, wenn wir ein Mischprogramm machten wie N 24.

Also ich habe, wenn ich im Büro sitze, jedes Mal Probleme n-tv via Internet zu schauen, liebe Frau Ferstl. Und wenn ein Trainer beim Bundesligisten Hamburger SV seinen Abschied verkündet und Stunden danach auf n-tv.de diese Meldung irgendwo in den Kurzmeldungen steht und der Header im Sportbereich eine alte Konserve aus dem US-Sport ist, finde ich n-tv.de einfach nur deplatziert. Schade eigentlich, dass man sich mit N24 vergleichen muss. Denn der Sender ist gelinde gesagt noch furchtbarer. Da halte ich es n-tv sehr zu Gute, dass man auch am Wochenende es immerhin schafft, nachts 10 Minuten Nachrichten aus der Konserve zu senden - und nicht nur drei wie N24.

n-tv ist ganz einfacher weniger Mischprogramm als N24, daher auch weniger Einschaltquoten. Und was nützt es mir als interessierten Nachrichtenschauer, wenn an einem Samstagabend sich die Welt verändert und Sky oder die BBC sofort per Breaking News drauf sind, wenn sowohl bei N24 und n-tv die tausendste Wiederholung läuft von Kronzuckers Kosmos bzw. Hilters Machtergreifung.

Trotzdem Glückwunsch zum 15., n-tv. Auf dass das Programm endlich besser wird.

Felix

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Zitat des Tages: Montag, 12.November 2007 - Großbrände und Papstwahl

Verfasst von Felix am Montag,12 November, 2007

Zitat des Tages heute von unserem nahezu perfekten Nachrichtensender N-TV.

“Meine Damen und Herren, Sie sehen dunklen, aber auch zunehmend weißen Rauch über London aufsteigen. Das ist keine Papstwahl.” 
N-TV Moderator Andreas Franik während der Live-Berichterstattung zum Großbrand im Osten Londons.

Zum ersten Mal kam ich übrigens in den mehr als tollen Breaking-News Service von Sky News. Ich schaute gerade die Mittagsnachrichten, als abrupt das Programm unterbrochen wurde und ein erstes Schriftband lief. Sofort wurden irgendwelche Korrespondenten angerufen, meldeten sich Augenzugen per Handy im Studio. Erste Frage der Moderatorin bei Sky: “Ist der Hubschrauber schon unterwegs?”. Und alles nur wegen eines Brandes im Industriegebiet. Nicht schlecht. Und immer - und das ist der Unterschied zu N-TV - sauber getrennt zwischen Fakten und Annahmen.

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Norbert Lammert gefährdet die Zukunft von Phoenix

Verfasst von Felix am Montag,12 November, 2007

Eines sei gleich vorweg gesagt: Ich halte Norbert Lammert für einen sehr fähigen und kompetenten Politiker, der seine Aufgabe als Bundestagspräsident sehr gewissenhaft nachgeht. Doch was den CDU-Politiker bei der Einführung eines Parlamentsfernsehens geritten hat, kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Es kursieren bereits seit längerem Gerüchte, wonach Norbert Lammert plant, ein Parlamentsfernsehen (”Bundestags-TV”) deutschlandweit via Satellit einzuführen. Längerfristig wird es das sicherlich auch in den regionalen Kabelnetzen geben.

Doch warum das ganze Theater, wo es doch Phoenix, den Ereignis-und Dokumentationskanal von ARD und ZDF, gibt? Ein Fernsehsender, der seit Jahren deutlich steigende Quoten und Marktanteile hat. Norbert Lammert hat heute in einem Interview mit der “Berliner Zeitung” noch einmal seine Sichtweise dargelegt (via digitalfernsehen.) Angeblich soll es Widerstände dagegen geben, dass Phoenix sich zunehmend zum Sender für Dokumentationen und Reportagen entwickle und nicht auf seine ursprüngliche Gründungsidee als Parlamentsfernsehen. Da darf man sich schon mal die Augen reiben. Was soll denn bitte Phoenix machen, wenn es keine Debatten oder Parteitage gibt? Dass als ein primäres Argument zu nennen, ist einfach nur unverständlich. So kann man sich bei Phoenix wenigstens noch fortbilden und interessante Themen erfahren, wenn die Politik mal nicht für Unfug sorgt.

Was man dabei wissen sollte, ist, dass der Bundestag die Plenardebatten bereits selbst produziert für die Berliner Kabellgesellschaften und via Internet als Live-Stream. Das soll jetzt auf Deutschland ausgeweitet werden. Nur, ich weiß immer noch nicht, warum. Für mich sieht das ein bisschen nach Berliner Klüngel aus. Denn wirklich schlagfertige Arguemente nennt Lammert ja nicht. Für seine Überlegungen berufe sich Lammert auf das Verfassungsgebot, wonach das Parlament öffentlich zu tagen habe. Gegenfrage, Herr Lammert. Was soll Phoenix mehr machen, als Donnerstags von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr aus dem Bundestag zu senden mit Interviews, Gästen und Hintergründen? Tagt bei Pheonix das Parlement etwa nicht öffentlich?

Das ganze soll übrigens dem Steuerzahler eine Million mehr Euro kosten als bisher. Alle Sendungen des Parlamentsfernsehens müssten unkommentiert laufen, um die jurnalistische Unabhängigkeit zu gewährleisten. Nichts also mehr mit Interviews und Hintergründen. Der Starttermin stehe noch nicht fest, es könne sich auch noch etwas länger hinziehen. Hoffentlich kommt es gar nicht erst zu Stande.

Norbert Lammert scheint gerade wohl nichts Besseres zu tun zu haben. Schade.

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