Medien, Sport und Politik

Von Aston Villa und Werder Bremen bis Kurt Beck, von FAZ und SZ bis zu den Mavericks

Archiv für 'Nachrichten' Kategorie


Die Lokführer streiken ab Freitag

Verfasst von Felix am Montag,1 Oktober, 2007

Soeben hat die GDL in Frankfurt am Main mitgeteilt, dass erst ab Freitag gestreikt wird, also pünktlich vor dem Wochenende. Das heißt also, dass alle Fahrgäste noch bis Ende der Woche Zeit haben, sich darum zu kümmern, wie sie zu Freunden und Familie nach der Arbeit am Freitag kommen. Wo genau der Streikschwerpunkt liegt, wurde noch nicht mitgeteilt. Ein Streik für den Mittwoch, den Tag der Deutschen Einheit, wurde bereits ausgerschlossen.

Die Deutsche Bahn hat einen Notfallplan entwickelt, wonach 50% der Züge im Fern- und Regionalverkehr fahren sollen. Ob die aber pünktlich oder überhaupt am Ziel amkommen wegen verstopfter Strecken, bleibt abzuwarten. Alles weitere soll morgen bekanntgegeben werden. Wichtig für alle Reisenden ist dieser Passage des Verbraucherschutzes, die heute in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung noch einmal explizit hingewiesen wird.

Bei Problemen wegen der Warnstreiks bei der Deutschen Bahn haben Reisende die Möglichkeit, ihre Fahrkarten kostenlos umzutauschen oder sich den Reisepreis erstatten zu lassen, sollten sie ihre Fahrt nicht antreten. Das gilt laut Bahn für alle Karten und Reservierungen, die an einem Streiktag gültig sind.

Hier können sich alle Fahrgäste erkundigen

Über Auswirkungen des Streiks informiert die Deutsche Bahn unter der kostenlosen Service-Hotline 08000 996633. Reisende aus dem Ausland erreichen diese Hotline über die Nummer +49 1805 334444 (Gebühren je nach Land und Provider).
Informationen gibt es auch unter www.bahn.de.

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Von verhärteten Fronten und der mangelhaften Suche nach Kompromissen - Bahnstreik die zweite

Verfasst von Felix am Freitag,21 September, 2007

Man hätte ja im vergangenen Sommer meinen können, dass sich die Tarifparteien im Bahnstreik doch noch einigen würden. Man benannte mit Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf zwei prominente Vermittler zwischen den Konfliktparteien, es wurde merklich ruhiger. Man nahm die Auseinandersetzung kaum noch war. Über einen Monat später stehen die Zeichen wieder auf Streik. Was hat man denn in vier Wochen erreicht? Die Antwort ist ganz einfach. Nichts.

Und wenn man sich die derzeitigen Positionen der Verhandlungspartner anschaut, dann kann man auch nicht wirklich optimistisch sein, dass es bis Ende des Monats noch zu einer Einigung kommt. Eine kleine Auswahl aktueller Zitate belegt die verhärteten Fronten zwischen den Tarifparteien, aber auch die Verzweifelung der Politik, die einerseits mal wieder wirtschaftlichen Schaden befürchtet, zum anderen aber auch gerade mit dem Thema der Privatisierung der Bahn schon genug Ärger hat. Kurzum: Die Politiker haben die Schnauze voll, dass die Bahn die Schlagzeilen bestimmt.

“Der Eklat zwischen den Gewerkschaften ist ein schwerer Rückschlag für die Gewerkschaftsbewegung. Alle Beteiligten müssen jetzt auch das Allgemeinwohl und die Volkswirtschaft im Auge behalten.”
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee im “Tagesspiegel” (Freitagsausgabe)

Nun sollte ja hinlänglich bekannt sein, dass die Politik in einzelnen Bereichen nicht den größten Einfluss auf rein wirtschaftliche Entwicklungen hat. Deshalb ist das Zitat auch pure Verzweiflung. Und nochmal: Ich habe das Gefühl, dass vielen Politikern diese ständige Konfrontation mit einem möglichen Bahnstreik auf den Senkel geht.

“Wenn die GDL nicht mit den anderen Gewerkschaften kooperiert, dann müssen wir uns auf einen Streik einstellen.”
Bahn-Personalvorstand Margret Suckale

Das war auch schon so im August, von daher frag ich mich, wieso jetzt alle wieder so aufschreien. Nicht verhandelbare Forderung der GDL war damals ein eigener Tarifvertrag, sprich also auch keine Koorperation mit den Schaffnern und anderen Mitarbeitern. Wer hier das Ende der Gewerkschaftsbewegung sehen sollte, wie Herr Tiefensee, sieht in Niederlagen in Sport auch den Weltuntergang.

“Wir lassen uns nicht am Nasenring durch die tarifpolitische Arena ziehen.”
Transnet-Vorsitzender Nobert Hansen

Tja, und das fehlte dann auch noch. Wenn es schon nicht zwischen Bahn und GDL klappt, kracht es dann auch innerhalb der Bahn-Gewerkschaften. Ich kennem ich jetzt nicht so mit den einzelnen Strukturen bei den Gewerkschaften aus, aber für mich wirkt es unverständlich, dass die GDL nicht schon früher Gegenwind aus den eigenen Reihen bekommen hat. Das war im August nicht so extrem. Nur - und das fehlt mir immer bei der Diskussion - sieht es keiner ein, dass es ohne die Lokführer nicht geht. Also, wie wär es mit etwas Entgegekommen und Unterstützung unter den Gewerkschaften?

“Wir verhandeln nur über einen eigenständigen Tarifvertrag.” 
GDL-Chef Manfred Schell

Am 30. September endet die Friedenspflicht. Ab Oktober könnte wieder gestreikt werden, wenn es zu keiner Einigung kommt. Pünktlich zu den Herbstferien in den Schulen. Wo ist Hartmut Mehdorn gerade eigentlich?

Felix

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Mediales zum Nachmittagstee am Montag

Verfasst von Felix am Montag,10 September, 2007

Ein kleiner Rückblick und Ausblick auf einige aktuelle Themen der Medienwelt. Eigentlich wollte ich das schon gestern machen, aber da war Flug 93 doch interessanter.

Anne Will bloggt mit ihren Zuschauern - ein neuer Anfang?
Kommenden Sonntag startet das neue Talkshowformat in der ARD. Anne Will mit mit ihrer gleichnamigen Sendung Sabine Christiansen ablösen. Nun war im Vorfeld der Premiere viel spekuliert worden, was man besser machen könnte, wie man das ganze Prozedere etwas auflockern und für die Zuschauer interessanter machen kann. Und da hat man meiner Meinung nach schon mal an der richtigen Stelle angesetzt. Eine besondere Neuigkeit gibt es desweiteren auch: Das Anne Will - Blog, in welchem Zuschauer mit der Moderatorin und dem Redaktionsteam über die Gäste und Themen der Sendung diskutieren können. Prinzipiell ist das keine schlechte Idee, nur sollte man abwarten, ob in dem Blog auch eine gute und sachliche Diskussion geführt werden kann. Die Einrichtung eines Blogs ist immerhin schon ein Fortschritt gegenüber der Christiansen-Ära. Bleibt zu hoffe, dass er sich darauf nicht beschränkt. Bilder vom Studio wurden auch veröffentlicht.

Der Abschied vom “Eva-Prinzip”
Eva Herman wurde gestern (an einem Sonntag!!) vom NDR entlassen. Mich hat das ganze doch schon überrascht, zumal der Zeitpunkt doch schon ungewähnlich ist. Der NDR hat aber sofort reagiert, als die Aussagen von Herman aus ihrem neuen Buch publik wurden. Darin behauptet sie: “Was gut an der Nazi-Zeit war, das sind die Werte, Kinder, Mütter, Familie und Zusammenhalt”. Das ist nochmal eine deutliche Steigerung und historische Entgleisung gegenüber den Inhalten ihres ersten Buches. Mal schauen, wie der Verlag reagiert. Schlagzeilen wie “Eva Herman lobt Nazi-Familienpolitik” machen sich bekanntlich in Deutschland nicht so gut. Der NDR hat übrigens schnell reagiert und hat Steffen Hallaschka (Radio Eins des RBB) für die Rolle bei “Herman und Tietjen” eingesetzt. Mal schauen, ob auch der Titel der Sendung entsprechend geändert wird.

Wenn Fernsehsender die letzten Cents zusammenkratzen
Dieser Tage hat es der interessierte und aufmerksame Premiere-Abonnent, der sich nicht nur für die Bundesliga interessiert, nicht leicht. Denn der neue Premiere-Chef Börnicke und seine Redaktion und engsten Vertrauten drehen jeden Cent um und rüsten sich für den Kampf um die Bundesligarechte ab 2009. Und die “Schmerzgrenze” ist für Abonnenten teilweise jetzt schon erreicht. Kürzung des Angebotes des internationalen Fußballs (kein Sonntagabendspiel aus Frankreich, kaum Partien aus Holland und Portugal, Serie A nicht mehr im Programm), Kürzung (ähm…Optimierung natürlich) des Premiere Music Studios (7 statt 21 Audiokanäle), stattdessen aber Aufschaltung des Shopping-Senders 1.2.3 TV und der Trash-Sender der RTL Group im Thema-Paket. Es fehlt nicht mehr viel, dass ich meinen Vertrag ab Februar 2008 auf Entertainment und Fußball Plus kürze und mir lieber noch KDH ins Haus hole. Schade, dass es Arena nicht mehr gibt ;)

Deutsche Welle erkennt die Stärken des Internets
Zukünftig soll nach Überlegungen mehr auf Livestreams und Podcasts gesetzt werden. Immerhin hat das seit neuestem auch das ZDF erkannt. Tja, so Leid es mir tut, aber in dieser Hinsicht muss man mal ein großes Kompliment an die ARD-Anstalten aussprechen. Beim HR und SWR gibt es fast jede Radiosendung als Podcast.

Felix

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Wenn alles andere in den Hintergrund tritt

Verfasst von Felix am Dienstag,28 August, 2007

antoniopuerta.jpg
Antonio Puerta vom FC Sevilla ist heute Nachmittag im Krankenhaus verstorben. Der 22-jährige Verteidiger starb nach mehreren erfolglosen Wiederbelebungsversuchen. Auch wenn sein Zustand die ganze Zeit als sehr kritisch angesehen wurde, ist so eine Nachricht ein Schock für den ganzen Fußball. Puerta war letzte Saison maßgeblich am Gewinn des UEFA-Cups für Sevilla beteligt. Das Spiel der Spanier in der CL-Quali ist auf Montag verlegt worden, dadurch ist das eigentlich für diesen Tag angesetzte Spiel gegen Ossasuna in der Liga ebenfalls verlegt worden.

Am kommenden Wochenende wird in allen Stadien in Spanien mit einer Schweigeminute an Antonio Puerta gedacht.

Solche Momente machen den Fußball so unwichtig und lassen alles in den Hintergrund treten. Die BBC hat ein Online-Kondolenzbuch errichtet. Ergebnisse spielen heute Abend nur eine untergeordnete Rolle.

An dieser Stelle mein Beileid an alle Freunde und Angehörigen von Antonio Puerta. Die Fußballwelt leidet mit euch.

Felix

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Deutschland vor dem Streik der Bahn - Warten auf das Ergebnis der Urabstimmung

Verfasst von Felix am Montag,6 August, 2007

[8h05] Deutschland muss wohl ab kommenden Mittwoch mit einem Chaos auf den Schienen rechnen. Heute Mittag will die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) das Ergebnis der Urabstimmung bekanntgeben. Den ganzen Tag wird der Eintrag mit Nachrichten und Hintergründen aktualisiert.

[8h11] Voraussichtlich heute Mittag gegen 12 Uhr will die GDL das Ergebnis der Urabstimmung bekanntgeben. 12.000 Mitglieder waren zur Urabstimmung aufgerufen. Der Chef der GDL, Manfred Schell, rechnet mit einer Zustimmung jenseits der 90%-Marke. Ab Mittwoch könnte gestreikt werden, spätestens am Dienstag müssen die Streiks den Bahnkunden mitgeteilt werden. Die GDL tritt in dem Streit mit der Bahn sehr selbstbewusst auf. Am Freitag hatte man ein neues Angebot von Bahnchef Mehdorn abgelehnt, die Klagen der Bahn nehme man gelassen hin. Für die Deutsche Bahn heißt das natürlich auch, dass man bis Dienstag aus Sicht der GDL ein verhandlungsfähiges Angebot präsentieren muss. Doch mit einem Entgegenkommen beider Seiten rechne ich nicht mehr. Eher wird die DB AG juristisch versuchen gegen den Arbeitskampf vorzugehen.

[8h25] Hartmut Mehdorn hat dem SPIEGEL ein Interview gegben

“Wenn durch illegale Aktionen der Bahn ein Millionenschaden entsteht, dann wollen wir den ersetzt haben. Bereits jetzt gehen uns täglich Einnahmen in Millionenhöhe verloren. Wer seinen Zug auf freier Strecke stehen lässt, wie es einige Lokführer bei ihren jüngsten Warnstreiks getan haben, gefährdet alle. Wir werden Lokführer, die unverantwortlich handeln, sofort vom Dienst suspendieren.”

[8h38] Interessant bei der Interviewpassage ist der letzte Satz. Mehdorn spielt mit den Muskeln. Wenn es inhaltlich nicht mehr funktioniert, spielt Mehdorn sein letztes Ass - Kündigungen. Rein rechtlich ist dies möglich, denn laut Gesetz müssen die Arbeitnehmer auch bei einem Streik pünktlich zur Arbeit erscheinen. Aber es ist auch der Machtkampf zwischen Manfred Schell und dem Bahn-Chef. Beide haben ihr Lebenswerk, Schell einen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer und Mehdorn einen globalen Konzern, der zukünftig an der Börse notiert werden soll. Zwei Lebenswerke, die erstmal keine großen Schnittmengen haben.

[8h43] Übrigens: Falls es zu einem Streik kommt, wird in Nordrhein-Westfalen nicht gestreikt, da das Arbeitsgericht Düsseldorf einen Streik untersagt hat. Also für innerländliche Verbindungen gibt es keine Probleme. Wobei das natürlich auch nicht wirklich hilft, wenn man NRW verlassen oder durchreisen will. Wer von Köln nach Gießen will, darf dann erstmal am Rhein starten, wird dann aber spätestens in Herborn (Dillkreis) gestoppt, weil ja in Hessen gestreikt werden darf.

[9h02] Diese Woche gibt es aber wohl noch einen Streik. Die Flugpiloten der LTU/Air Berlin wollen ebenfalls eine Gehaltserhöhung. Kontrastreich aber der Bezug zu den Lokführern. Das Einstiegsgehalt eines Piloten beträgt etwa 5000 Euro und steigt dann moderat in regelmäßigen Abständen. Wer hat mehr Verantwortung, ein Pilot oder ein Lokführer? Die Piloten haben übrigens bereits einen eigenen Tarifvertrag, also das Ziel bereits erreicht, dass die Lokführer noch vor sich haben.

[9h15] Was ist das Ziel der Lokführer? Ein eigener Tarifvertrag unabhängig von den übrigen Beschäftigten der Bahn sowie eine Gehaltserhöhung von 33%. Bei der Tagesschau findet man auch einen Verweis auf die Einkommen der Lokführer. Ich zitiere wörtlich:

Derzeit verdient ein Lokführer als Anfangsgehalt rund 1970 Euro brutto. Nach vier Jahren bekommt er 2142 Euro. Hinzu kommen monatlich mehrere hundert Euro Zulagen wie etwa Verpflegungspauschalen, Urlaubsgeld und weitere Zuschläge. Die GDL spricht von monatlich durchschnittlich 300 Euro, die Bahn hingegen von 600 Euro. Ein Zugbegleiter erhält ein Einstiegsgehalt von 1776 Euro brutto. Nach vier Jahren bekommen Zugbegleiter 1885 Euro. Auch hier kommen Zuschläge in gleicher Höhe wie bei den Lokführern hinzu. Die GDL strebt eine Anhebung der Einstiegsentgelte für Lokführer auf 2500 Euro brutto an. Für Zugbegleiter fordert sie als Einstieg 2180 Euro brutto.

[9h19] Der stellvertretende Bundesvorsitzende der GDL, Claus Weselsky, hat im Tagesschau-Chat die Forderungen der GDL begründet. Wörtlich sagt er:

“Wir sind der Überzeugung, dass die Lohnerhöhung von 4,5 Prozent, die für alle anderen Eisenbahner Gültigkeit haben, beim Lokführer oder Zugbegleiter 95 Euro brutto, 60 Euro netto Einkommenserhöhung bewirken. Das ist nach unserer Auffassung eine zusätzliche Tankfüllung im Monat, die nicht ausreichend ist, um die Aufwendungen der Klientel auszugleichen.”

[9h42] Was ich einmal wieder am erstaunlichsten finde, ist, dass jetzt - kurz vor High Noon - wieder alle “wichtigen” Leute aus ihren Sommerlöchern kriechen und ihren Senf zum Tarifstreit dazugeben. Der BDI fürchtet einen “konjunkturellen Knicks” und Michael “ich sach jetzt auch mal was, ohne Ahnung zu haben” Glos stellt fest: “Kommt es zu Bahn-Streiks, so schadet das der Wirtschaft und dem Ansehen Deutschlands. So macht man sich keine Freunde.” Ja natürlich, international werden wir zukünftig isoliert sein (Remember Irak-Krieg, Herr Glos?) Lokführer scheinen ja doch eine enorme Verantwortung zu haben, wenn sie für das Wohl und das Ansehen Deutschlands sorgen. Dann müsste es doch also auch mehr Geld geben…

[9h55] Wer am Mittwoch oder später mit der Bahn unterwegs sein muss, kann sich hier über alle aktuellen Entwicklungen infomieren. Alternativ gibt es eine kostenlose Hotline unter 08000 996633, die 24 Stunden besetzt sein soll. Wichtig auch noch: Nicht alle Lokführer streiten, da einige Lokführer ja auch Beamte sind und daher nicht in den Arbeitskampf treten dürfen. Also, wer mir sagen kann, ob IC 434 von Norddeich Mole nach Luxemburg mit einem Beamten als Lokführer fährt, kann eine Menge Geld verdienen. Dieser Umstand ist wohl der letzte Rettungsanker für einige. Doch womöglich ist die Strecke in Meppen bereits blockiert…

[10h15] Spiegel Online hat die wichtigsten FAQ noch einmal kurz und knapp zusammengefasst. Hier zum Nachlesen

[11h20] Gegen 12.30 Uhr gibt die GDL das Ergebnis der Urabstimmung bekannt. N24 überträgt live.

[11h42] Kommentar der SZ zur Rolle von Manfred Schell und Hartmut Mehdorn

[12h06] Breaking News um kurz vor zwölf: DB Autozug wird nicht bestreikt. Dann darf sich der Autozug von Hamburg-Altona nach Narbonne in Frankreich ja mal auf den verstopften Strecken versuchen, ist doch im Endeffekt für den Kunden sinnos. Ebenfalls von den Streiks ausgenommen ist die Verbindung des Sylt-Shuttle von Niebüll nach Westerland, da hier ein eigener (hoho!!) Tarifvertrag besteht.

[12h10] Breaking News: Gewerkschaften geben vorab bekannt, dass eine große Mehrheit für Streiks gestimmt hat. Eine offizielle Bestätigung liegt noch aus. Also abwarten bis halb eins, wenn die PK in Frankfurt stattfindet.

[12h22] Damit ist eigentlich auch nur noch fraglich, wieviele Gewerkschafter für den Streik gestimmt haben. Tippe mal auf 96,6%. Sehe übrigens gerade, dass sogar ein Lokführer in Polen annährend so viel verdient wie in Deutschland. Polen und Deutschland liegen ganz hinten, in der Schweiz verdient ein Lokführer knapp 5000 Euro.

[12h52] Die PK wurde auf 13.15 Uhr verlegt. Zeit also für das Mittagessen….

[13h02] Die PK beginnt

[13h05] Es gibt zunächst einen Seitenhieb in Richtung Deutsche Bahn, die GDL ist zu Verhandlungen bereit. Bahn muss aber bis Dienstag ein “tragfähiges Angebot” legen. Ansonsten wird gestreikt - und nicht verhandelt. Angeblich soll zunächst für 2-3 Stunden der Güterverkehr bestreikt. Für den Personenverkehr gibt es noch keine Angaben. “Wir wollen Kunden nicht verärgern”, so Schell (tja, wie denn das?).

[13h08] Insgeamt stimmen 95,8% der Gewerkschaftler für einen unbefristeten Streik. Manfred Schell stellt sich nun den Fragen der Presse. Die 31% seien “kein Dogma” - das klingt sicherlich nicht nach Entgegenkommen. Einen detallierten Streikplan wird heute die Gewerkschaft erarbeiten. Man wolle die Kunden 24 Stunden vorher informieren, wann und wo gestreikt wird.

[13h11] Also nochmal: Zunächst soll der Güterverkehr bestreikt werden und erst anschließend der Personenverkehr. “Die Bundesregierung muss mit Herrn Mehdorn ein ernsthaftes Wort über seine Verhandlungsmethode reden”…ich sag es ja, die Lebensträume…

[13h14] “Wenn die Bahn AG da nicht mitspielt, ist das nicht unser Problem”. Die GDL hat die Lokführer angewiesen, nicht auf freier Strecke anzuhalten. “Über alles können wir verhandeln, nur nicht über einen eigenen Tarifvertrag”.

[13h17] Schell fordert die Bahn auf, die Strecken, bei Streik des Güterverkehrs, so offen zu lassen, dass Personenzüge fahren können. Auf der Strecke Hannover-Bremen fahren pro Stunde 13 Güterzüge bei knapp vier Überholstellen…”Mittwoch könnte der erste Streiktag sein” - alles weitere werde per Pressemitteilung am Nachmittag bekanntgegeben. Dies soll gegen 17.00 Uhr geschehen.

[13h18] N24 klinkt sich aus der PK aus, also weiter mit der Befragung bei Phoenix. Schell wirkt agressiv und angespannt. Man merkt seine Unliebe zu Mehdorn..übrigens er erwähnt nie seinen Namen, sondern spricht vom “Vorstand”.

[13h21] Die Streikkassen sind gut gefüllt. Man hoffe aber trotzdem auf den Einigungswillen des Bahn-Vorstands. Zu der Länge eines Streikes gibt es keine Angaben. Man wolle sich alle Optionen offenhalten.

[13h24] “Ich liebe Herrn Mehdorn abgründig” - mit diesem Satz endet die PK.

[13h28] Also nochmal zusammengefasst die Ereignisse des Vormittags…

  • 95,8% der Gewerkschaftler stimmen für einen unbefristeten Arbeitskampf
  • Die GDL gibt sich weiter verhandlungsbereit, ein eigenständiger Tarifvertrag sei nicht verhandelbar
  • Erste Streiks sind ab Mittwoch möglich, wohl zunächst der Güterverkehr, anschließend die Personenzüge
  • Über Ausmaß, Dauer und Orte des Streikes wird heute Nachmittag beraten und per PM mitgeteilt
  • Sollte der Bahn-Vorstand kein neues Angebot vorlegen, wird definitiv diese Woche gestreikt, ansonsten sei man, so Schell, auch bereit wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

[16h27] Noch nichts Neues in Sachen Bekanntgabe des Ausmaßes des Streikes. Das soll am frühen Abend geschehen.

[16h38] Reaktionen zur Pressekonferenz der GDL und dem bevorstehenden Arbeitskampf

“Wir haben den Eindruck, dass es der GDL-Spitze nur noch um eines geht: Um jeden Preis den Streik auszurufen. Sie handelt damit unverhältnismäßig, unverantwortlich und unsolidarisch - zum Schaden des gesamten Wirtschaftsstandortes Deutschland.Ein neues Angebot der Bahn wird es zunächst nicht geben. Wir werden das Ultimatum verstreichen lassen”
DB-Personalvorstand Suckale

“Wir erwarten, dass die Partner jetzt größte Anstrenungen unternehmen, um wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.”
Pressemitteilung der Bundesregierung

[16h48] Für clever scheint sich die Bahn zu halten. Man wolle den kompletten ICE-verkehr aufrecht erhalten mit verbeamteten Lokführern. Das mag zwar gehen auf Schnellstrecken, wie Köln-Frankfurt oder Hannover-Berlin, aber wir können das gerne mal zwischen Hannover und Bielefeld probieren, wo sich die Fernzüge zwei Gleise mit dem Nahverkehr und dem Güterverkehr teilen. Konsequent ist das seitens der Bahn nicht.

[16h59] Da die Bahn das Verhandlungsabgebot der GDL verstreichen lassen wird, heißt das definitiv, dass ab Mittwoch gestreikt wird. Wann und wo, das entscheidet sich dann heute am frühen Abend.

[17h01] Breaking News: Der SWR meldet gerade, dass der Streik nach Beschluss der GDL erst ab Donnerstag beginnen wird und zunächst auf den Güterverkehr beschränkt bleibt.

[18h05] Diverse Medien bestätigen die Meldung von 17.00 Uhr. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will am Donnerstag ihren bundesweiten Streik im Güterverkehr beginnen - und zwar für eine Länge von vier Stunden. Beginn und Ende dieses zeitlich befristeten Streiks würden erst vor Streikbeginn bekanntgegeben, um der Bahn nicht die Möglichkeit zu geben, die Streikauswirkungen so gering wie möglich zu halten. Was damit auch klar sein sollte, ist, dass es auf zahlreichen Fernverkehrsstrecken zu Behinderungen kommt wegen haltender Züge und längerer Überholungen. Die Bahn sieht sich gut gewappnet gegen den Streik -Mehdorn ist nicht einen Cent seiner 9000 Euro, die er täglich verdient, wert. Aber Hauptsache an die Börse gehen. Ich sehe doch schon das Chaos. Da nützt auch nichts, dass ein paar Beamte Züge fahren. Wo lebt der Mehdorn eigentlich?

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Zitate des Tages: Freitag, 03. August 2007: Schnüffeln im Sicherheitsstaat und auf Nummer sicher…

Verfasst von Felix am Freitag,3 August, 2007

“Ich habe klargestellt, dass ich nicht einverstanden bin mit Ermittlungsverfahren gegen Journalisten”
FDP-Politiker Max Stadler zu den möglichen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beihilfe zum Geheimnisverrat, unter anderem Journalisten von “Zeit, “Spiegel” und “Süddeutscher Zeitung”.

“Es gibt wenige Orte im Werk, an denen die Männer vom Sicherheitsdienst nicht stehen. Sie bewachen die Eingänge und patrouillieren die Hallen, sie beobachten. Es erinnert ein bisschen an den Staat, den Wolfgang Schäuble sich wünscht.”
Zitat aus Ausgabe 31 des SPIEGEL. Danke an Miro für den Hinweis

“Es sieht momentan so aus, als ob wir gegen Zagreb spielen werden. Sie stehen für eine langjährige Tradition und für guten Fußball. Falls es doch gegen die Slowenen gehen sollte, wissen wir auch, dass sie technisch beschlagen sind. Natürlich haben wir uns alle Teams schon mal angeschaut. Zagreb kennen wir etwas besser. Aber wir werden nun alle möglichen Informationen einholen. Wir erwarten von uns selbst, die erste Runde zu überstehen.”
Werder-Trainer Thomas Schaaf. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen. Das Spiel findet am Mittwoch, 15.08., um 20:30 Uhr im Weserstadion statt. Wer das Spiel live überträgt, steht noch nicht fest. Werder ließ aber durchblicken, dass man mit dem ZDF einverstanden sei.

Felix

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“Bauen wir ein Stadion, oder versorgen wir die Ärmsten mit Wasser?” - Vorbereitungen für die WM 2010 in Südafrika

Verfasst von Felix am Donnerstag,2 August, 2007

Nach der Lektüre einer exellenten Reportage im ZEIT-Magazin Leben habe ich mich am eher regnerischen letzten Wochenende etwas intensiver mit Südafrika und den dortigen WM-Vorbereitungen beschäftigt. Eines lässt sich sicherlich schon heute sagen: Es wäre ein kleines Wunder, wenn die Südafrikaner mit allen ihren Bemühungen im Sommer 2010 fertig sein werden. Ob die WM-Organisation an die fast schon perfekte Umsetzung in Deutschland 2006 anknüpfen kann, darf mehr als bezweifelt werden. Doch bevor es an die aktuellen Entwicklungen geht, erst einmal ein kurzer Rückblick wie die WM nach Südafrika kam.

6. Juli 2000: Deutschland erhält den Zuschlag für die Austragung der FIFA WM 2006. Im dritten Wahlgang setzt man sich mit 12:11 gegen Südafrika durch. Die Deutschen haben diesen Erfolg vor allem dem Neuseeländer Charles Dempsey, Golf-Partner von Beckenbauer;), zu verdanken. Obwohl von seinem Ozeanien-Verband zu einem Votum für Südafrika gedrängt, enthält er sich im dritten Wahlgang der Stimme. Bei einem Patt (also 12:12) hätte die Stimme des FIFA-Chefs Joseph Blatter gezählt und wohl den Ausschlag für Südafrika gegeben.

15. Mai 2004: Südafrika darf die WM 2010 austragen. Schon vor der Abstimmung und unter Berücksichtigung der Abstimmung aus dem Jahre 2000 legte man fest, dass diw WM auf alle Fälle auf afrikanischem Kontinent stattfindet. Südafrika setzt mit 14:10 Stimmen gegen Marokko und Ägypten durch.

Eigentlich müsste man das Grausen bekommen, wenn man sich vorstellt, dass Südafrika möglicherweise schon 2006 die WM hätte ausrichten können. Denn es steht ja in den Sternen, ob man es überhaupt bis 2010 schafft.

Wir schreiben den August 2007. Noch knapp drei Jahre bis zur WM in Südafrika. Besonderes Interesse an den Vorbereitungen fällt auf die Metropolen Pretoria, Johannesburg und Kapstadt. Hier werden sich die Zuschauermassen der WM hauptsächlich bewegen - und wahrscheinlich auch nur hier. Denn wie die Zuschauer effektiv und schnell durch Südafrika bewegt werden, steht immer noch in den Sternen. Es gibt immense Probleme mit dem Verkehrsnetz, dessen Dichte mit der Grönlands zu vergleichen ist. Konkretes Beispiel:

map_suedafrika1.jpg

Ich habe eine Karte Südafrikas eingefügt zu besseren Orientierung. Zwischen Johannesburg und Pretoria soll eine Hochgeschwindigkeitsstrecke gebaut werden, die die Zuschauer schnell zwischen den beiden Spielorten bewegen soll. Problem nur: Die Strecke wird 2010 wohl nur zur Hälfte fertig sein. Genau so viele Schwierigkeiten gibt es bei der Erhaltung des Stromnetzes, bei der Infrasktruktur und bei der immer noch vorhandenen Kriminalität. Südafrika wird der Welt zeigen müssen, dass man in drei Jahren ein Land komplett umkrempeln kann. Wie das nicht geht, zeigte die Bürgermeisterin von Kapstadt, die deutsche Vorfahren hatte, und als erste Amtshandlung alle Baumaßnahmen stoppte für die FIFA WM 2010. Es fehlen vor allem die finanziellen und intellektuellen Ressourcen. Man ist auf ausländische Hilfe angewiesen, was das technische Know-How und die Geldgeber angeht. Alleine würde Südafrika die WM nicht auf die Beine stellen können.

Wer plant 2010 nach Südafrika zu reisen (ich hatte mit dem Gedanken auch mal spekuliert), wird froh sein, wenn er überhaupt Unterschlupf bekommt. Zurzeit fehlen 400.000 Wohneinheiten - übernachtet werden darf in den Nachbarstaaten Südafrikas. Dort sollen Lager errichtet werden. Bleibt nur die Frage zu beantworten, wie man von dort zu den Stadien oder zum Public Viewing gelangt. Den Zug kann man wohl ausschließen. Und auch die Highways sind bis jetzt nur teilweise fertiggestellt. Ein Verkehrschaos ist vorprogrammiert.
An die Leistungen der eigenen Mannschaft hat man in Südafrika große Erwartungen. Mit der Verplichtung von Carlos Alberto Parreira aus Brasilien hat man sich hohe Erwartungen gesetzt. Das ist zur Zeit aber auch das Einzige, was die Menschen in Südafrika zusammenhält. Die WM-Vorbereitungen in Südafrika machen auch auf die Spaltung zwischen Weißen und Schwarzen, zwischen Armen und Reichen aufmerksam. Am Tafelberg golfen die Reichen, weiter nördlich versuchen die Armen Wasser zu bekommen, das im Überfluss abends zur Bewässerung des Golfrasens verwendet wird.

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Ich bin mit Urteilen immer sehr vorsichtig, gerade was fremde, mir noch unbekannte, Kulturen angeht. Aber ich denke, es ist doch auch eine einzigartige Chance für Südafrika und vielleicht auch für den ganzen Kontinent sich zu erneuern und Gegensätze zwischen arm und reich abzubauen. 2010 steht Südafrika im Mittelpunkt der Welt, da kann man doch zeigen, was man in den letzten Jahren erreicht hat. Was man bräuchte, wäre einfach mehr Begeisterung in allen Bereichen der Gesellschaft. Wie sollen sich beispielsweise etwas ärmere Leute Tickets leisten können und wie teuer werden die überhaupt sein? Zum Vergleich: Für eine Taxifahrt zahlt man zurzeit umgerechnet 1 Euro 20.

Und die FIFA schaut bis jetzt noch eher teilnahmslos zu. Man kennt die Probleme, doch hält weiter daran fest, noch mehr Auflagen den Südafrikaner zu geben, die sie zu erfüllen haben. Entwicklungshilfe à la FIFA. Man hat über Ausweichorte zwar mal nachgedacht, doch richtig zwingend sind die Aktionen nicht…lassen wir die Südafrikaner mal alleine machen. Das kann es ja auch nicht sein. Wenn, dann scheitern nicht nur die Südafrikaner - sondern auch die FIFA. Viel fehlt nicht mehr.

Felix

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Welcome Back “Bundesliga bei PREMIERE”

Verfasst von Felix am Donnerstag,19 Juli, 2007

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PREMIERE - Chef Georg Kofler: “Es ist alles so wie früher….”

Anmerkung meinerseits: So viel Premier League wie noch nie bei PREMIERE. Man hat Rechte für alle 380 Spiele. Ich schlabbere schon den ganzen Tag.

Felix

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Mediales und Sportliches vom Mittwoch, 11.07.07

Verfasst von Felix am Mittwoch,11 Juli, 2007

Guten Abend,

eigentlich wollte ich schon eher anfangen zu schreiben, aber auf dem Schreibtisch türmt sich zurzeit die Arbeit. Von daher zur später Stunde ein etwas genauerer Blick auf Mediales und Sportliches von heute..

Dirk Nowitzki vor Abschied aus Dallas?
Ich war schon sehr sehr überrascht darüber, dass Deutschlands Basketball - Exportschlager Dirk Nowitzki im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk auf die Frage, wo seine Zukunft in der NBA liege, nicht sofort Dallas sagte, sondern zögerte und auch einen Wechsel nicht ausschloss. “Bis jetzt bin ich noch in Dallas, aber das kann sich auch alles ändern.” Es darf spekuliert werden, ob die Kritik der Medien in Texas nach dem blamablen Ausscheiden in den Playoffs doch nicht ganz spurlos an Nowitzki vorbeigegangen ist. Zudem soll es - laut BR - wohl Anzeichen geben, dass auch Avery Johnson nicht mehr so hinter Dirk stehe wie zur Anfang der Saison. Das ist alles mit Vorsicht zu genießen. Wenn es denn doch so kommen sollte, tut sich Dallas keinen Gefallen damit.

Werder - News: Die schwierige Suche nach Lösungen, Owomoyela fällt aus
Seit vergangenen Sonntag soll der Brasilianer Carlos Alberto in Bremen sein, einen unterschriftsreifen Vertrag für den Mittelfeldspieler gibt es immer noch nicht. In der heutigen Ausgabe (Mittwoch!!) der Süddeutschen Zeitung ist ein längerer Artikel über die MIS, ein Tranferrechte-Inhaber, der nicht nur Spieler nach Deutschland verkauft, sondern unter anderem auch Carlos Tevez zu West Ham United transferierte. Die MSI ist sozusagen im Besitz der Spieler. Und das macht das Ganze für Werder Bremen auch so schwierig. Denn es scheint neben Werder auch noch weitere Interessenten zu geben, die mehr finanzielle Möglichkeiten haben als das Team von der Weser. Und aus rein wirtschaftlicher Sicht kann es nur von Vortei sein, dass man bei den Verhandlungen laut MSI auch Vereine berücksichtigen wolle, die nicht die Geldscheine haben wie der FC Chelsea oder Manchester United.

Patrick Owomoyela fällt mit einem Muskelfaserriss mehrere Wochen aus. Schade für ihn, nachdem er sich gerade erst wieder an die Mannschaft herangekämpft hat. Im Augenblick hat der Ex-Bielefelder leider die Seuche gebucht.

Jan Ulllrich und das kleine fiese Interview mit der L’Equipe
Deutschlands Vorzeigefahrer in Sachen sauberer Sport hat der französischen Sportzeitung ein Interview gegeben. Die BILD öffnete ihren Sportteil am Mittwoch mit dem Zitat: “Ich bin niemandem etwas schuldig und habe genug Geld, um gemütlich bis ans Ende meiner Tage zu Leben.” Mittlerweile hat Ullrich diese Aussage relativiert und sich via eigener Homepage für die Bemerkungen, die ja so nie gefallen sind, entschuldigt. Das Interview wurde übrigens vor mehreren Wochen schon gemacht, nur jetzt erst veröffentlicht. Für Ullrich spielt derzeit aber auch gar nichts in die richtige Richtung.

Für weitere Infos zur Tour De France empfehle ich Allesaussersport. Hier wird regelmäßig und qualitativ hochwertig berichtet…

http://www.allesaussersport.de/

Der PREMIERE-Arena Deal und das Warten auf Montag
Täglich tauchen neue Meldungen auf. Zunächst befürchtet Ulli Hoeneß Gefahren für den deutschen Fußball durch die Monopolstellung von PREMIERE, dann wirft der Präsident von Hertha BSC Arena Dumpingpreise vor und eine Verunglimpfung des Produktes Bundesliga. Mein Tipp: Bis Montag warten. Christian Seifert von der DFL befürchtet übrigens keine Änderungen für die Vereine. Das Scheitern von Arena ist auch das Scheitern von Christian Seifert.

HD-Offensive von PREMIERE?
Laut Angaben eines Users aus dem DF-Forum plant PREMIERE massive Investitionen in einen neuen HD-Sport Kanal, unter anderem mit Bundesliga, Champions League, Premier League, Serie A und DEL. Das wäre mal eine feine Sache. Genaueres steht aber noch nicht fest…

Lesetipp:
Eine Omage an Rodger Federer aus der morgigen Ausgabe der ZEIT: http://www.zeit.de/2007/29/W-federer29

Felix

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Bye Bye Tony - Machtwechsel in Großbritannien

Verfasst von Felix am Mittwoch,27 Juni, 2007

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Machtwechsel an der Themse: Tony Blair übergibt das Amt des Regierungschefs heute an seinen Nachfolger Gordon Brown. Eine kurze Bilanz nach 10 Jahren Regierungschef fällt mir eher schwer, zumal ich mich in den frühen Jahren seiner Amtszeit noch nicht so sehr mit der britischen Politik beschäftigt habe. Daher greife ich auf einen Auszug eines Kommentars bei tagesschau.de zurück, der das ganze in wenigen Worten recht gut beschreibt…

“Wenn nur der Irak-Krieg nicht wäre. Eine komplette Fehlentscheidung, eine große Lüge - weil kein Geheimdienst der Welt je Massenvernichtungswaffen gefunden hat. Das Tragische jedoch ist, dass Tony Blair sich bis heute als Messias sieht, jegliche Kritik zurückweist und immer noch glaubt, unfehlbar zu sein. Deshalb überschattet der Irak-Krieg die Bilanz seiner Regierungsjahre. Und es wird noch eine ganze Weile dauern, bis die Briten all die anderen Leistungen würdigen; merken, wie groß die Lücke tatsächlich ist, die Tony Blair hinterlässt.”

Felix

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