Mediales am Donnerstagmittag
Verfasst von Felix am Donnerstag,3 April, 2008
Anfang dieser Woche lief mein Probe-Abo der Süddeutschen Zeitung ab. Nach langen Überlegungen habe ich mich entschieden kein Abo abzuschließen, was aber nicht an der mangelnden Qualität der Zeitung liegt. Gerade das Politik- und Sportressort hat mich mit den umfangreichen Hintergrundberichten sehr begeistert. Aber ich habe eben auch erfahren, dass ich einfach nicht mehr der Tageszeitungsleser bin, der morgens vor der Arbeit als erstes zum Briefkasten läuft und dann beim Frühstück 30 Minuten durch die Zeitung blättert. Ich schaue lieber morgens einmal über die Nachrichten-Websites, klappere ein paar Blogs ab und höre zwei Podcasts auf dem Weg zur Arbeit. Dennoch, falls sich jemand für ein Tageszeitungs-Abo interessiert, kann ich die Süddeutsche Zeitung sehr empfehlen. Und die Artikel von Raphael Honigstein über englischen Fußball gibt es meistens auch online.
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Und dann bin ich mit der ZEIT ehe schon ganz gut eingedeckt, was Lesestoff angeht. Seit heute erscheint die Wochenzeitung in leicht verändertem Layout, mit neuen Rubriken und Kolumnen. So gibt es zum Beispiel im Politikteil jetzt zwei Meinungsseiten, wo Redakteure und Politiker über aktuelle Themen ihre Meinung sagen. Darüberhinaus ist das Layout etwas moderner, übersichtlicher und einfacher geworden. Die beiden Titelthemen, der Erfolg der deutschen Kunst und die bunte Republik Deutschland bezüglich neuer Koalitionen, haben Chefredakteuer Giovanni di Lorenzo dazu veranlasst auch das Erscheinungsbild der ZEIT zu verändern. Die ZEIT dürfe sich verändern, werde aber ihre Wesenszüge nie aufgeben. Der Online-Auftritt wurde in den letzten Monaten auch mehrmals überarbeitet.
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Und wo wir gerade bei veränderten Online-Auftritten sind, darf ein Hinweis auf den Relaunch der BBC-Websiten nicht fehlen. Der News-Bereich sowie die Fußball-Titelseite sind schon angepasst, ein paar Unterkategorien im Sport-Bereich, wie zum Beispiel die Premier League, sind noch nicht überarbietet. Insgesamt wirkt der neue Auftritt aufgeräumter, übersichtlicher, schlichte Nachrichten, Kolumnen, Hintergründe sind besser voneinander getrennt und leichter zu finden. Die BBC hat in ihrem Sport-Blog die Leser über das neue Layout informiert [1, 2, 3], zudem gibt es dort eine Diskussion mit den Verantwortlichen der BBC über Verbesserungsvorschläge.
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Gestern wurde in New York eine Studie des Marktforschungsunternehmens ABI-Research vorgestellt, die Video-on-Demand Plattformen wie Maxdome, aber auch vod.premiere Wachstum in den nächsten Jahren bescheinigt. Die Preise sollen sinken, dafür soll mehr durch Werbung finanziert werden. Ganz interessant ist vor allem ein Punkt, den ich aber in einem Artikel auf Sat+Kabel wiederfand. Demnach sind die Video-on-Demand Angebote von Sky in den Bereichen Sport und Film für Abonnenten kostenlos, während PREMIERE-Abonnenten für eine Übertragung online nochmal seperat bezahlen müssen. Eat this, Herr Börnicke.
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Ganz ganz schwache Quoten für Champions TV gestern Abend bei der Partie Istanbul gegen Chelsea. Sat.1 hat wohl auf den Ballack-Effekt gehofft. aber mal ganz ehrlich. Wer, der Michael Ballack regelmäßig sehen will, hat kein PREMIERE-Abo? Fußball im Free-TV, zumindest was Partien ohne deutsche Beteiligung angeht, kann man auch streichen. Der Interessenkreis ist dafür einfach zu klein bzw. schaut ehe schon bei PREMIERE. Könnte interessant werden, ob Sat.1 oder auch RTL überhaupt nochmal um solche teuren Rechte mitbieten oder die PREMIERE gleich mit den Pay-TV Rechten zusammengeschenkt werden.
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Schöner Artikel im Tagesspiegel über die Blogger-Konferenz “re:publica”.
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Wahrscheinlich haben die meisten die gestrige Hart aber Fair”-Sendung verpasst. Ich würde mir die nochmal angucken, als ich diesen Artikel bei der FAZ gelesen habe.
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