Medien, Sport und Politik

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Archiv für April 10th, 2008

Zitat des Tages: Donnerstag, 10.04.08 - Jens Lehmann sägt an seinem guten Ruf

Verfasst von Felix am Donnerstag,10 April, 2008

“For me it is a tragedy since I did not have a chance to prevent it. I stayed here to win the competition and saw good chances to play but I’ve not had them. It makes me very angry. To be sitting on the bench behind somebody who only started to play when he was 30 is not funny. He [Arsene Wenger] has a different opinion and I don’t really believe he can be happy with it.”

Jens Lehmann äußerte sich im “Kicker” zu seiner Situation beim FC Arsenal. Die BBC hat sehr eindrucksvoll übersetzt.

Der deutsche Nationaltorwart muss aufpassen, dass er seinen bis dato guten Ruf nicht weiter beschädigt. Nach dem Ausscheiden aus der CL ist er jetzt der erste, der sich öffentlich äußert. Klar ist das bei Lehmann vor allem auf seine persönliche Rolle fixiert, ist aber eben auch eine offene Kritik an Arsene Wenger, die der Franzose vor dem wichtigen Spiel am Sonntag bei Manchester United überhaupt nicht gebrauchen kann. Und auch für das Klima in der Mannschaft ist das sicherlich nicht fördernd. Im Prinzip ist die Kritik auch altbekannt, aber nach dem Ausscheiden gegen Liverpool kann man natürlich nochmal drauflegen. Und wenn man es ganz genau nimmt, ist es auch eine Kritik, die von Lehmann ins Leere läuft. Denn wenn es einen Part im Team der Gunners in den letzten Wochen gab, der konstant gute Leistungen brachte, dann war es Manuel Almunia. Und das fast schon über die ganze Saison. Jens Lehmann scheint es immer noch nicht begriffen zu haben, dass er momentan einen besseren Torwart vor sich hat. Erfahrung ist vieles, aber nicht alles. Und wer ständig wie ein Rohrspatz durch die Gazetten mit öffentlicher Kritik am Trainer fliegt, erhöht nicht gerade seine Chancen auf weitere Einsaätze. Jens Lehmann wird für Arsenal nicht mehr spielen. Und wenn Trainer Wenger schlau ist, dann nimmt er - sollte es zu einem Ausfall von Almunia kommen - als Ersatz nur noch Fabianski.

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Liebe Premier League, da arbeite ich doch…

Verfasst von Felix am Donnerstag,10 April, 2008

Vor gut einer Stunde wurden die letzten beiden Spieltage der Premier League terminiert, also die Spieltage mit der Nummer 37 und 38. Das ganze sieht dann so aus: Ich gebe mal die Spiele an, die wir im deutschen Fernsehen sehen werden.

37. Spieltag

Samstag, 03. Mai 13h45 Manchester United - West Ham United

Sonntag, 04. Mai 14h30 FC Arsenal - FC Everton; 17h00 FC Liverpool - Manchester City

Montag, 05. Mai 17h00 Newcastle United - FC Chelsea London

Alle anderen Spiele finden am Samstag um 16h00 statt. Aber wie kann man eine Partie auf den Montag legen, wo kein Feiertag ist? Das macht mich gerade wahnsinnig, wenn ich da arbeiten muss und sich möglicherweise die Meisterschaft entscheidet. Das geht gar nicht, liebe Premier League.

38. Spieltag

Alle Spiele finden am Sonntag, 11. Mai, um 16h00 deutscher Zeit statt. PREMIERE zeigt eine Partie live, je nachdem, wo es brenzlig ist, wenn ich die Aussagen auf der HP richtig interpretiere. Zwei Einzelspiele kann es nicht geben, weil durch Formel 1 und neun Spiele der 2. Liga alle Optionen besetzt sind. Aber wie wärs mit einer Zweier-Konferenz, wenn notwendig. Ich werde bei PREMIERE mal anfragen.

 

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Hoffnung auf neues Geld - aber dafür ein Bahnwerk weniger

Verfasst von Felix am Donnerstag,10 April, 2008

Zwei Themen bestimmen zurzeit die Bremer Lokalpolitik. Sollten sie zumindest, aber ihnen wird nur wenig Beachtung geschenkt. Keine Ahnung warum. Dabei gibt es durchaus Grund zum Aufatmen für den Bremer Stadtstaat - aber eben auch nicht. Kommt mal eine gute Nachricht auf die Agenda, ist die nächste negative Schlagzeile nicht weit entfernt. So ist das bei uns in der Hansestadt. Aber solange es weiter auch gute Nachrichten gibt, ist das politische Leben an der Weser nicht grundsätzlich erlahmt.

Fangen wir auch mal mit den positiven Schlagzeilen an. In einer genauen Prüfung ist eine Bundeskommission im Rahmen der sogenannten Föderalismusreform II zu dem Ergebnis gekommen, dass der Stadtstaat Bremen (also die Städte Bremen und Bremerhaven) ohne fremde Hilfe ihre extrem hohe Verschuldung nicht alleine abbauen können. Finanzielle Zuschüsse seien weiterhin notwendig. Angesichts von 15 Milliarden Euro Schulden und jährlichen Zinsbelastungen von knapp 700 Millionen Euro war diese Feststellung erwartet worden, nein vielmehr gab es zu ihr keine Alternative. Und man darf schon hinterfragen, warum eine Kommission monatelang darüber noch urteilen muss. Hier gibt es nur einen Grund dafür: Unser föderales System. Schon gar nicht der Bund, aber geschweige die reichen Bundesländer an Isar, Neckar und Main wollen Bremen finanziell helfen. Wir müssen unsere Probleme alleine in den Griff bekommen. Tja, durch die Feststellung der Kommission ist eine finanzielle Unterstützung Bremens wahrscheinlicher geworden, aber längst noch nicht erreicht. Denn bevor es zu weiteren Geldzahlungen kommt, muss im Rahmen der Föderalismuskommission II einstimmig darüber entschieden werden. Schöne Grüße aus Bremen nach Stuttgart und München.

Vor ein paar Wochen hatte ich in einem Beitrag darüber berichtet, dass Bremen ab dem Jahr 2010 ein komplett neues S-Bahn Netz bekommt, inklusive neuer Fahrzeuge, Bahnhöfe und Streckenführung. Der Zuschuss für die Betreibung der Regio S-Bahn ging damals nach Beschluss der Landesnahverkehrsgesellschaft und des Bundeslandes Bremen überraschend an die NordWest Bahn AG - die Deutsche Bahn AG, die zurzeit das regionale Liniennetz betreibt, ging leer aus. Und damit wollte sich unser aller Bahnchef Hartmut Mehdorn nicht abfinden, dass er ein so lukratives Streckennetz abgeben muss. Und was macht man dann als Bahnchef? Man lässt die Muskeln spielen und droht in Richtung Hansestadt damit, dass man dann um eine Schließung des Bahnausbesserungswerkes in Bremen-Sebaldsbrück, immerhin 550 Beschäftige, nicht herumkomme. Das wäre natürlich ein Schlag ins Kontor für den Eisenbahnstandort Bremen. Jetzt wird in Bremen wieder heiß diskutiert, ob man die Entscheidung pro NordWest Bahn wieder rückgängig machen könne. Von der SPD kamen bereits vor der Vergabe kritische Stimmen. Der SPD-Landesvorsitzende Uwe Beckmeyer schaltete sich ein, hob die Bedeutung der Bahn AG für Bremen hervor und empfahl, die Entscheidung pro NordWestBahn noch einmal zu überdenken und gegebenenfalls das Verfahren anzuhalten. Aber jetzt ist es wohl zu spät.

Aber Hartmut Mehdorn hat nochmal für ein kleines Glanzlicht gesorgt. Vergisst er aber doch dabei, dass das Angebot der NordWest Bahn vom Komfort, dem Platzangebot und vom Preis das beste war. Die einzigen, die jetzt noch verlieren können, sind wir Bremer, falls es zur Schließung des Bahnwerkes kommt. Hartmut Mehdorn hat schon verloren. Die Bahn AG im Regionalverkehr ist ab 2010 in Bremen Geschichte. Und das hat er sich selbst zuzuschreiben.

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