Willi wills richtig wissen - und bekommt 500.000 Euro Startguthaben
Verfasst von Felix am Freitag,7 März, 2008
Wir müssen einmal kurz über Willi Lemke reden, einer ja vielleicht schon Institution in unserer Hansestadt. Sein Name ist nicht nur mit der Bremer Politik fest verbunden, sondern auch mit den Erfolgen des SV Werder Bremen.
Von 1981 bis 1999 war Willi Lemke Manager des SV Werder und hat mit Otto Rehhagel viele Titel an die Weser geholt. Seit knapp drei Jahren ist Willi Lemke jetzt Vorsitzender des Aufsichtsrates von Werder Bremen. Es wäre falsch zu behaupten, dass die Stadt Bremen Willi Lemke nicht einiges zu verdanken hat.
Parallel dazu seine politische Laufbahn. Seit 1999 unter Regierungschef Henning Scherf Senator für Bildung, unter der neuen Grünen Koalition Senator für Inneres und Sport. Senator für Inneres und Sport + Erfahrung im Fußball. Das brachte die Bundesregierung auf die Idee mit dem ganz großen Wurf für unseren Willi:
Sonderberater für Sport und Entwicklung bei den Vereinten Nationen
Das dürfte dann schon mal ein Quantensprung sein. In der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL steht eine kurze Meldung, wonach das zwar für Lemke ein Quantensprung sein würde (man beachte bitte den Konjuktiv!!), aber nicht für den deutschen Steuerzahler.
Die UNO verlangt nämlich von Deutschland Lemkes Bewerbung mit 500.000 Euro pro Jahr zu fördern, damit man bei den Vereinten Nationen Kosten sparen kann. Falls das Deutschland nicht bereit ist zu zahlen, nimmt Generalsekretär Ban Ki Moon eben seinen “Wunschkandidaten” - Pelé. Ja genau. Ich frage mich gerade, ob Lemke überhaupt eine Chance hat.
Die Große Koalition hat sich übrigens auf die jährliche Zahlung geeinigt. 500.000 Euro für Willi Lemke und die Uno-Bewerbung. 500.000 Euro muss Bremen jährlich aufwenden um Zinsen für die enorme und stetig wachsende Schuldenlast zu zahlen, Tendenz in den nächsten Jahren steigend. Also Willi. Du nimmst das Geld, holst den Posten, trittst dann gleich zurück, weil du Bremen vemisst, nimmst die Millionen mit und wir senken dann Bremens Schulden. Das wäre doch mal vernünftig.
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