Medien, Sport und Politik

Von Aston Villa und Werder Bremen bis Kurt Beck, von FAZ und SZ bis zu den Mavericks

Archiv für Februar 26th, 2008

Stellungnahme eines PREMIERE - Abonnenten

Verfasst von Felix am Dienstag,26 Februar, 2008

[Vor gut zwei Wochen habe ich mein PREMIERE-Abo gekündigt. Ende letzter Woche bekam ich meine Kündigungsbestätigung verbunden mit der Bitte, dass ich kurz schildere, warum ich gekündigt habe. Allerdings sollte ich das telefonisch via Kundendienst erledigen. Da dort aber meine Kritik sicherlich nicht so wirkungsvoll ist, habe ich einen Brief an die Unternehmensleitung und die Sportredaktion geschickt.]

Sehr geehrte Premiere-Sportredaktion, geschätzte Damen und Herren,

ich habe vor gut zwei Wochen mein PREMIERE-Abo gekündigt. Ich kenne das PREMIERE-Programm nun schon fast sieben Jahre lang, haben seit ein paar Jahren auch ein eigenes Abo. Obwohl ich viele schöne Stunden mit dem Programm von PREMIERE schon verbracht habe, haben letzlich fünf Gründe den Ausschlag gegeben, dass ich mein Abo, das im September ausläuft, gekündigt habe.

1. Kürzung des internationalen Fußballangebots Vor der Saison wurde viel versprochen, wenig wurde gehalten. Massive Kürzungen im Bereich des internationalen Fußballs, jetzt auch vermehrt bei Übertragungen aus der Premier League.

2. Keine NASCAR-Rennen mehr live im Programm Ein wichtiger Grund für das Sport-Paket war neben der Formel 1 und der NBA die Live-Übertragungen des Nascar Nextel Cup (jetzt Nascar Sprint Cup), die ich sehr geschätzt und gerne geschaut habe. Am Ende der vergangenen Saison wurde massiv damit geworben, dass man auch 2008 die Rennen live im Programm hat. Dies ist nicht mehr der Fall. Die Rechte für die NBA laufen auch aus, beim derzeitigen Sparkurs würde ich nichts darauf setzen, dass man die sich wieder holt. Also macht das Sport-Abo für mich keinen Sinn mehr. Schade eigentlich, denn vor ein paar Jahren mit dem US-Sport war das noch ein ganz tolles Programmpaket.

3. Umgang mit den Abonnenten Durch die Entwicklungen der letzten Wochen und Monate bekam ich immer mehr den Eindruck, dass man als Abonnent zu zahlen hat, alles andere ist PREMIERE völlig egal. Man verspricht Programminhalte und kürzt sie dann einfach aus dem Programm. Und hofft klammheimlich, dass keiner der Abonnenten es mitkriegt. Hauptsache es wird weiter gezahlt.

4. Umgang mit Programminhalten Ich bin ein großer Fußball-Fan, allen voran von der Premier-League. Seit geraumer Zeit werden einfach so schon lang angekündigte Übertragungen gestrichen, Spiele, die schon lange im TV-Guide verzeichnet waren. Es werden nicht nur Versprechungen von vor der Saison gebrochen, sondern schon angekündigte Live-Übertragungen, auf die ich mich gefreut habe, einfach so gestrichen. Und ganz nach dem Motto, dass der Abonnent bloß nichts mitkriegt.

5. Berichterstattung Vor einigen Jahren habe ich mich auf jede PREMIERE-Übertragung gefreut, weil guter, ruhiger und sachlicher Journalismus geliefert wird - kompetent, informativ und einfach. Heute bestehen Vorberichte und Nachberichte immer mehr aus irgendwelchen Phrasen von Experten, irgendwelchen Einspielfilmen und das war es. Sie haben ein so schönes Studio, wo man Statistiken, Spielzüge und Tore analysieren kann. Das war vor einigen Jahren viel besser, der Fußball, das Spiel stand im Vordergrund. Es war das Nachhaken nach Fehlern, nach neuen Entwicklungen. Sowas kommt im heutigen Programm immer weniger vor. Und es wäre schön, wenn die Berichterstattung weniger Bayern-lastig wäre. Ich habe nichts gegen den Verein, aber in der Champions League spielen sie einfach nicht.

Zum Schluss noch ein paar allgemeine Worte. Ich bin Ihnen als Abonnent wohl schon häufiger aufgefallen, weil ich öfter nachhake, Fragen zum Programm habe und auch gerne meine Meinung kundtue, Lob wie Kritik. Deswegen habe ich mich auch hingesetzt und diesen Brief verfasst. Ich werde mich auch noch mal telefomisch beim Kundendienst melden und die Punkte erwähnen. Ich mache das gerne, weil ich mit Premiere die letzten Jahre immer sehr zufrieden war. Seit geraumer Zeit werden meine Nachfragen zum Programm aber immer ignoriert. Das finde ich schade. PREMIERE möchte viele zahlende Abonnenten, ich ein gutes Programm. Es wäre aber schön, wenn der Kommunikationsweg nicht nur in eine Richtung geht, sondern auch von PREMIERE zurück. Doch das ist immer seltener der Fall. Auch das hat mich letzlich neben der Programmkomponente zur Kündigung bewährt.

Ich hoffe, dass man wieder mehr ins Programm investiert und Abonnenten nicht nur als zahlendes Klatschvieh behandelt. Denn für mich zählt in erster Linie das Programm, aber ich möchte als Abonnent eben mehr sein als nur ein Geldschein. Und das war ich in letzter Zeit aufgrund der Kürzungen und der schlechten Informationspolitik sicherlich nicht mehr. Bis Sommer ist noch etwas Zeit, ich hoffe, dass wieder vermehrt auf Programminhalte gesetzt wird. Dann bin ich gerne wieder bereit und werde auch zu PREMIERE zurückkommen. Aber die letzten Monate waren programm- und servicetechnisch unter aller Kanone. Es kann nur besser werden, aber das liegt in den Händen von PREMIERE. Sollte sich in der Behandlung der Abonnenten und im Programmbereich nicht etwas positiv verändern, werde ich nicht länger bereit sein als Abonnent für “Deutschlands schönstes Fernsehen” zu zahlen.

Mit freundlichen Grüßen,

Felix Flemming

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TV-Tipp: Es könnten die Fetzen fliegen

Verfasst von Felix am Dienstag,26 Februar, 2008

Heute Nacht gibt es im Vorfeld der wohl entscheidenen Vorwahlen am 04. März, unter anderem in Ohio, Texas und Vermont, die letzte TV-Debatte zwischen Hillary Clinton und Barack Obama. Die Veranstaltung findet in Cleveland/Ohio statt. Phoenix überträgt die Debatte live im Zweikanalton und übernimmt das Signal des amerikanischen Nachrichtensenders MSNBC. Die Debatte beginnt gegen 3h00 deutscher Zeit. Phoenix startet bereits ab 00h45 mit einer Themennacht zu den US-Wahlen mit Dokumentationen, Hintergünden und zahlreichen Gästen.

Die letzten Tage im Vorwahlkampf der Demokraten waren hektisch, gegenseitige Angriffe nahmen zu. Man schien bei den vielen Attacken fast den Überblick zu verlieren. Clinton fährt jetzt vor allem wieder die Schiene mit der höheren Erfahrung in der Außen- und Sicherheitspolitik, hat Obama falsche Aussagen über ihre Programmatik in der Gesundheitspolitik vorgeworfen. Der Senator aus Illinois kontert mit dem für Ohio sehr wichtigen Thema der Freihandelszone NAFTA, die 50.000 Jobs in Ohio verschlungen hat und die Hillary Clinton befürwortet. Ich hatte mich ja bei der letzten Debatte schon darüber gewundert, wie ruhig und sachlich Hillary Clinton argumentierte. Gebracht hatte es ihr damals wenig, nun geht sie also voll auf Offensive. Das wird sicherlich eine spannende, hochbrisante Debatte. Interessant wird auch sein, wie Barack Obama die Vorwürfe kontern wird.

Die Debatte könnte eine ganz wichtige Etappe sein im Kampf um die Nominierung fürs Weiße Haus. In Texas liegt Barack Obama leicht vorn, in Ohio Hillary Clinton. Wie sagte Bill Schneider, Politikkorrespondent bei CNN am Wochenende so schön: “Clinton delivers, Obama inspires.” Irgendwo dazwischen liegt wohl der Weg zur Nominierung.

Die Debatte aus Cleveland heute Nacht ab 03h00 live bei Phoenix. Aufnehmen lohnt sich, denn die ganze Debatte wird auf Phoenix nicht wiederholt. Es gibt wohl lediglich Ausschnitte im Tagesprogramm.

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Da wird sich die FDP aber richtig freuen

Verfasst von Felix am Dienstag,26 Februar, 2008

Heute starten die ersten Konsolidierungsgespräche der SPD in Hessen. Nachdem man vom Bundesvorstand nun einen Freibrief auch für Gespräche mit der Linkspartei bekommen hat, versucht man zunächst aber die FDP für eine Ampel-Koalition ins Boot zu holen. Bei N24 war gerade der Generalsekretär der SPD in Hessen, Nobert Schmitt, und stellt folgende Bedingungen für Gespräche mit der SPD. Diese Punkte seien für die Sozialdemokraten Voraussetzung erfolgreicher Gespräche

  • Verlängerung der Schulzeit an Gymnasien
  • Einführung von Gesamtschulen
  • Abschaffung von Studiengebühren
  • Ausstieg aus der Atomenergie
  • Erneuerbare Energien
  • Initiative im Bundesrat für den Mindestlohn

Wenn man das so der FDP vorlegt, braucht man sich eigentlich nicht wundern, wenn die FDP da nicht mitmacht.

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