Verfasst von Felix am Mittwoch,30 Januar, 2008
Heute Abend um 23h30 läuft eine WDR-Dokumentation in der ARD über die Vorwahlen in den USA. Unter dem Titel “Hillary gegen Obama - die Schlacht ums Weiße Haus” berichten die ARD-Korrespondenten Annette Dittert und Klaus Scherer. Die beiden Kandidaten wurden in letzter Zeit intensiv begleitet. Herauskommt eine Gegenüberstellung zweier Kandidaten, die die Politik der Vereinigten Staaten wohl noch weit über das Jahr 2008 hinausprägen werden. Wandel, Zuversicht und Neuanfang. Der schwarze Kennedy gegen die machtbewusste und zielstrebige Hillary Clinton.
Hillary gegen Obama - heute Abend um 23h30 in der ARD.
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Verfasst von Felix am Mittwoch,30 Januar, 2008
Man möge sich es als neutraler Beobachter mal kurz folgende Fakten auf der Zunge zergehen lassen. Vor über sechs Jahren war er der Held des 11. September in New York, vor gut einem Jahr gab er seine Kandidatur für die Präsidentschaft bei den Republikanern bekannt, viel Geld, viel Ruhm, viel Popularität, ein Netzwerk von finanziellen und unternehmerischen Beziehungen. Das ist Rudolph Giuliani, der sich bei den Vorwahlen der Republikaner ganz auf Florida konzentrieren wollte, quasi so mit der Taktik: Ach, was interessiert mich die Bevölkerung in Zwergstaaten wie Iowa oder New Hampshire, in Florida leben viele Leute. Wenn ich hier die Vorwahlen gewinnen würde, dann bin ich der Favorit für den Super Tuesday.
Kam, sah, spendete 40 Millionen Dollar (mehr als alle anderen republikanischen Kandidaten zusammen) für seine Kampagne in Florida - und scheiterte grandios bei den Primaries gestern im Sonnenstaat der USA. Das Ergebnis sieht nach Auszählung wie folgt aus:
John McCain 36%, Mitt Romney 31%, Rudolph Giuliani 15%, Mike Huckabee 13%, Ron Paul 3%.
Zumindest eines steht dann doch fest nach Florida. Menschen lassen sich nicht instrumentalisieren, denn sonst hätte Giuliani mehr als nur die 15% erreicht. Beobachter in den USA rechnen damit, dass er heute noch seinen Rückzug aus den Vorwahlen ankündigt und seine Unterstützer bittet John McCain zu unterstützen. Das wiederum könnte der entscheidene Vorteil für den Vietnam-Veteran beim Super Tuesday sein. Denn momentan sehe ich keinen großen Unterschied zwischen McCain und Romney. Da ist alles offen, auch wenn das Momentum wohl eher in Richtung McCain ausschlägt, weil die Tendenz der letzten Wochen, unter anderem mit dem Sieg in South Carolina, klar für ihn spricht.
Das Ergebnis bei den Demokraten ist wieder mal zu vernachlässigen, ähnlich wie in Michigan zählen zwar die Stimmen, doch sendet Florida aber keine Delegierten zum Nominierungsparteitag. Blöd nur für Hillary Clinton, dass sie gerade in diesen beiden Staaten recht deutlich gegenüber Barack Obama punkten konnte. In Florida erhielt 50%, Obama 33%, John Edwards kam auf 14%. Nun will Hillary Clinton wohl juristisch dagegen vorgehen, dass die Delegiertenstimmen aus Michigan und Florida doch noch angerechnet werden. Da spürt wohl jemand den Wind eines Barack Obama im Nacken, obwohl Clinton für den Super Tuesday klar der Favorit ist. Und zur Not gibt es ja immer noch den Ehemann.
Mehr zum Super Tuesday, der am 05. Februar stattfindet, dann in zwei großen Vorschauserien am Wochenende.
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