Medien, Sport und Politik

Von Aston Villa und Werder Bremen bis Kurt Beck, von FAZ und SZ bis zu den Mavericks

Archiv für Januar 20th, 2008

NBA Season 2007/2008: “Tag der Giganten” und kurze Preview Week #14

Verfasst von Felix am Sonntag,20 Januar, 2008

Wem es nachher beim Football zu langweilig werden sollte. Dank der Championship-Spiele gibt es die NBA heute Nacht erst um 02h00. Mal sehen, ob Markus Gaupp nach Premier League noch wirklich NBA kommentiert. Also, mal reinschauen. Ach ja, die Phoenix Suns spielen gegen die New Jersey Nets.

Rückblick auf Week #13
Viel hat sich eigentlich nicht geändert zur Vorwoche. Zur Not einfach mal bei den Miami Heat nacfragen, die jetzt mit 13 Niederlagen am Stück aufwarten - und das trotz der Rückkehr von Shaq. Aber selbst mit einer zwischenzeitlichen Führung gegen Portland Freitagnacht gab es keinen Sieg. Die Trailblazers selbst verloren einen Tag später in Orlando bei den Magic. Ansonsten ist Dallas weiter gut in Spur, während San Antonio ein bisschen die Puste ausgeht, zuletzt zwei Niederlagen. Seattle sammelt weiter Erfahrungspunkte und Cleveland ist auf einem kleinen Zwischenhoch. Seit vier Spielen ungeschlagen sind die New Orleans Hornets, die sich mit Dallas um den ersten Platz in der Southwest Division streiten.

Montag, 21. Januar 2008: “Tag der Giganten”
Zum zweiten Male sendet Premiere morgen den “Tag der Giganten” mit vier Live-Spielen und einem Classic Game. In den USA ist morgen Feiertag, namentlich Martin Luther King Day, und da dachte sich die NBA wohl, dass wir die Rechtepartner mal ins rechte Licht rücken können. Blöd nur, dass ganz Europa am Dienstag arbeiten muss. Das interessiert jenseits des Teiches wohl niemanden bzw. Premiere ist zu faul die Nachtspiele zu wiederholen. Stattdessen gibt es irgendwelche Reisemagzine mit dem Schwerpunkt Rhein/Main. Premium-Fernsehen halt. PREMIEREs Markus Krawinkel schaut ebenflass auf den “Tag der Giganten”.

Dallas Mavericks-Washington Wizards live ab 19h00
Auch ohne Gilbert Arenas spielen die Wizards keine schlechte Saison mit einer Bilanz von 21-17. Dallas hatte zuletzt vier Tage Pause, hat jetzt aber fünf Spiele in acht Tagen. Man ist diese Saison extrem heimstark (18-3), die Wizards auwärts ausgeglichen (9-9).

Phoenix Suns - Chicago Bulls, Spiel 6 Finals 1993 ab 21h45
Ich empfehle die Spox-Kolumne von Manni Winter zur Vorbereitung.

Memphis Grizzlies - Chicago Bulls live ab 23h30
Die Grizzlies mit dem spanischen Doppelpack aus Gasol und Juan Carlos Navarro trefen auf die Bulls, die mit dem Team von 1993 nichts mehr gemeinsam haben. Ist ja auch mal ein schöner Kontrast. So wie beide Teams gerade spielen, hat man keine Chancen auf die Playoffs. Könnte ein Spiel zum Einschlafen werden.

Miami Heat - Cleveland Cavaliers live ab 2h00
Ich denke, dass die Favoritenrolle klar verteilt ist. Die Cavs wieder in der Erfolgsspur gegen völlig orientierungslose Heat. Nicht, dass LeBron James am Ende Schmerzengeld zahlen muss. Der Meister aus 2006 gegen die Finalteilnehmer aus 2007, aber irgendwie scheint die Zeit stehen geblieben zu sein im Sonnenstaat.

Los Angeles Lakers - Denver Nuggets live ab 04h30 
Vielleicht sollte man es einfach so machen, dass man nach dem Dallas-Spiel ins Bett geht und zur zweiten Hälfte für dieses Spiel aufsteht. Die Fünf gegen die Vier in der Western Conference mit Superstar Kobe Bryant. Beide sind in guter Form, kann also ein richtig gutes Spiel werden. Zum zweiten Mal stehen sich die Lakers und die Nuggets in dieser Saison im Staples Center von Los Angeles gegenüber. Den ersten Schlagabtausch gewannen die Hausherren deutlich mit 127:99. 

Desweiteren in Week #14 
San Antonio wird sich am Mittwoch und Donnerstag auch komisch vorkommen. Zunächst empfängt man im Spitzenspiel der Western Conference am Mittwoch die Lakers, bevor es dann am Donnerstag im Rahmen des TNT-Doubleheader nach Miami geht. Das war vor zwei Jahren noch ein Spitzenspiel. TNT darf auch die nächsten Jahrzehnte die NBA zeigen. Ein neuer Vertrag wurde letzte Woche unterzeichnet. Freitag dann zwei Spitzenspiele, leider sehen wir nur das eine. Cleveland empfängt die Phoenix Suns, während Dallas die LA Lakers zu Gast hat. Sonntag darf der Premiere-Abonnent mal wieder eine ABC-Übertragung geneißen, wenn die Lakers die Cavs empfangen. Also zweimal Cavs für Otto-Normalverbraucher mit Receiver. Kann man nicht meckern. Dallas hat am Sonntag Denver zu Gast, also einige interessante Spiel in der nächsten Woche in der Western Conference.

Wenn ich es schaffe, gibt es auch nächste Woche eine kleine Vorschau. wird aber zeitlich meinerseits eng. Werde wohl eher ein paar Häppchen liefern. Morgen dann erstmal Mavericks-Wizards im Live-blogging ab 19h00. Bis dahin.

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Hessen-Wahl 2008: Das TV-Duell Roland Koch vs. Andrea Ypsilanti

Verfasst von Felix am Sonntag,20 Januar, 2008

[22h04] Bei Phönix gibt es morgen ab 10h00 nochmal eine Wiederholung des Duells. So jetzt aber zum Football.

[22h02] Einige Pressestimmen:

FAZ: Ungeliebte Favoritenrolle
SpiegelOnline: Koch attackiert, Ypsilanti charmiert
SZ: Schlagabtausch am Sonntagabend
FAZ: Wahlversprechen und Waschmaschinen

[21h49] Ein sehr sachliches Duell, das stark von Inhalten geprägt waren. War nett anzuschauen. Jetzt müssen die Wähler in Hessen entscheiden. Beim Hessischen Rundfunk gibt es nochmal die ganze Debatte nach Themengebieten aufgeteilt. Eine Anmerkung noch zum Schluss: Ich habe während der Debatte immer live mitgeschrieben. Sollte die eine oder andere Aussage nicht komplett 100% übereinstimmen, bitte ich dies zu entschuldigen. Schönen Abend noch.

[21h45] Damit geht das Duell zu Ende. Koch hatte das letzte Wort.

[21h42] Koaltionsbildung: Ypsilanti - Brauchen die Linken nicht und es gibt keine Koaliton mit denen. Rot-Grün wird siegen. Koch rede die Linken stark. Wäre für Ampel bereit trotz Ablehnung der FDP.

Koch: Siegessicher. Nach heftigem Wahlkampf wird es eine bürgerliche Mehrheit geben. Koch schürt erneut die Befürchtung, dass es eine Koalition SPD/Linke geben würde. Ypsilanti hat ein richtig dickes Linksprogramm. Parteien mit gleichen Programmen gehen doch zusammen. Linke vs. bürgerliche Merhheit heißt die Abstimmung.

[21h40] Koch: “Ganz ruhig, Frau Ypsilanti, wir haben es doch gleich geschafft.”

[21h37] Finanzpolitik: Ypsilanti - Hessen hat enromen Schuldenberg. Über 10 Milliarden Euro Schulden. Koch hat keine Konzepte zur Schuldentilgung. Programm der SPD soll durch Umschichtungen finanziert werden. Hoffen auf gute konjunktur. Bildung wird unbedingt finanziert.

Koch: Ypsilanti weiche aus. Einsparungen waren notwendig. Hessen ist Geberländer des Länderfinanzausgleichs. Vorschläge der FDP sind nicht finanzierbar und unseriös. Abschaffung der Studiengebühren würden enorme Einnahmeausfälle bedeuten. Es klafft eine Finanzierungslücke von 500 Millionen Euro. Vorschläge der SPD sind nicht bezahlbar. Eine Regierung muss nicht versprechen, sondern halten.

Ypsilanti hält die Zahlen für falsch. Es gibt eine rege Debatte über die Zahlen. Haus der Bildung der SPD ist seriös finanziert. Gegenfinanzierung steht und ist geprüft. Ausrede des Länderfinanzausgleichs lasse Ypsilanti nicht gelten.

[21h35] Intensive Debatte über die Familienpolitik. Zwei Familienbilder, zwei Politiken und zwei Ansichten über Sinn und Zweck von individueller Organsisation prallen aufeinander.

[21h29] Familienpolitik: Ypsilanti - Wahlfreiheit der Eltern, Beruf und Familie müssen miteinander vereinbar sein. Krippenplätze ab dem 1. Jahr für alle zur Verfügung, optimale Versorgung der Kinder in Kits und Ganztagsschulen, die flächendeckend eingeführt werden soll. Ganztagsschule muss von Bund, Ländern und Kommunen finanziert werden.
Koch: Für Hessen als Land des Erfolges ist die Frage nach Familienland entscheidend. Eltern sollen entlastet werden. 2011 ganztätiges Betreuungsangebot an der Schulen. Aber keine Verpflichtung auf Ganztagsschule. Können, nicht müssen. Das ist Wahlfreiheit für die CDU. Der Staat dürfe nichts vorschreiben. Tagesmütter als exellente Alternative.

[21h26] Jetzt geht es rund: Koch wirft Ypsilanti Propaganda vor, die kintert, Koch würde ein falsche Interviewaussage als Entschuldigung geben.

[21h23] Thema Strafvollzug. Resozialisierung ist notwendig. Frage an Koch bezüglich der Kinder und Jugendstrafrecht. Habe diese Aussage nie gegeben. Kinder gehören nicht ins Gefängnis. Aber es darf auch nicht weggeschaut werden. Ok, nennt sich wohl Kompromiss. Zum Rechtsstaat gehört auch Härte, also auch geschlossenen Strafvollzug.

[21h19] Koch nimmt zur Kritik Stellung: Polizisten können gar nicht entlassen werden, so Koch. System sei nur effektiver geworden. Es sind mehr Polizisten im Amt als 1999. Hesse hat die höchste Richterdichte in W-Deutschland. koch wird richtig aggressiv. Ypsilanti lenke von Zahlen ab.

Moderatoren nennen Zahlen: Im Vergleich zu 1999 341 Stellen weniger bei den Polizisten, zwei bei den Richtern mehr.

Ypsilanti nennt weitere Argumente: Polizei ist frustriert. Stundenzahl erhöht plus Schichtarbeit ist arbeitsfeindlich. Unter der SPD keine 42-Stunden-Woche. Gute Sicherheit nur mit hochmotivierter Polizei.

Koch reagiert gelassen. Die Polizei leiste Großartiges in Hessen.

[21h17] Innere Sicherheit - Koch: Hessen hat gute Bilanz in Fragen der inneren Sicherheit. Gute Aufklärungsquote, gut ausgebildete und best bezahlteste Polizei. Zahl der Wohnungseinbrüche und weitere Verbrechen halbiert. Jugendkriminalität steigt. Das ist ein Problem in Hessen. Hessen ist ein Sicherheitsland

Ypsilanti: Regierung muss Hausaufgaben machen. CDU stehe für: Lange Verfahrensdauer, Abbau der Polizeistellen, Kürzung in der Justiz. Koch hat sich eigene Falle gestellt und falle jetzt auf die Füße. Keine innere Sicherheit ohne sozialen Frieden.

[21h15] Ypsilanti: Teile der Agenda 2010 waren schwierig. Denen konnte ich nicht zustimmen. Es muss erlaubt sein das zu kritisieren. Falls der mindestlohn umgangen wird, brauche es einen Gesetz.

[21h12] Koch zurzeit mit 24 Sekunden mehr Redezeit. Nur zur Info.

[21h10] Ypsilanti spricht Koch Kompetenz in Tarifvertragsfragen ab. Koch betont erneut Ablehnung gegen flächendeckenden Mindestlohn. SPD verschweige die Löhne und verschleiere die Gefahr von Arbeitsplatzverlusten.

[21h06] Mindestlohn - Ypsilanti: Arbeitnehmer haben Rechte und Pflichten. Müssen aber für Arbeit auch angemessen bezahlt werden. Arbeitnehmer müssen vom Aufschwung profitieren. Es darf keine Hungerlöhne geben. Menschen müssen vom Einkommen leben.

Koch: Arbeit ist ein wichtiges Gut. Gegen gesetzliche Regelung von Mindestlohn. Staat darf Lohnhöhe nicht bestimmen. Da versteht der Staat nichts von, muss der Wirtschaft überlassen werden.

[21h03] Oha, jetzt geht es ins Detail über hessische Firmen. Da muss ich trotz intensiver Vorbereitung passen. Die SPD betont nochmal das Energiekonzept, verfasst vom Träger der alternativen Nobelpreisträgers. Einwurf der moderatoren: Geht zu sehr ins Detail. Na bitte, ein Erbarmen.

[20h58] Energiepolitik. Statement Koch: Energiemix, preiswerte Energie, ökologisch und ökonomisch verantwortbar. Bekenntis zur Atomkraft, aber nur wenn Sicherheit gewährleistet ist. Energiepolitik der SPD würde Verdoppliung der CO2 Emissionen bedeuten.

Ypsilanti: Atomausstieg. Abschaltung Biblis A und B, keine neuen Kohlekraftwerke. Enegiekonzept aus Windkraft, Solar und Wasser. Anspruchsvolles Konzept. Fossile Energieträger machen abhängig von Ländern, die “schwierig” sind. Preise würden so immer weiter steigen. Alternative Energien seien billiger und ökologisch vernünftiger. 100.000 neue Arbeitsplätze würden dadurch entstehen.

[20h52] Weiter in der Verkehrspolitik: Öffentlicher Personennahverkehr. Koch: Vieles getan, gutes Angebot auch in Nord- und Südhessen. Kommunen sind auch in der Verantwortung. Trotzdem ein gutes Netz und Angebot. Wir sind Stolz, es hat aber seinen Preis.

Ypsilanti zu den Kürzungen am Straßenbau: Das hätten die Grünen erledigt, nicht die SPD. Straßenbau in Nordhessen ist unterrepräsentiert. Keine gute Anbindung. Versprechen von 2003 wurden nicht gehalten. Koch müsse zu seinen Fehler stehen, das tut er nicht. Versprochene Verkehrsprojekte seien nicht eingehalten worden.

[20h46] Nächstes Thema: Flughafenausbau: Herzmuskel der Region für Wirtschaft in Hessen. Ausbau ist dringend notwendig. Lärmschutz und Nachtflugverbot müssen aber beachtet werden. Belastung ist nachts zu hoch. Ausbau ja. Iypsilanti will absolutes Nachtflugverbot, hat aber Bedenken, ob sie dies bei Regierungswechsel noch durchsetzen kann. Ypsilanti will Klage aufrechterhalten um Nachtflugverbot durchzusetzen. Alle 21 Minuten ein Flug sei kein Nachtflugverbot.

Koch antwortet: Flughafenausbau ja, Nachtflugverbot komplett nein, Lärmschutz nur bedingt. 40.000 Arbeitsplätze müssen gesichert bleiben, von daher muss Planfeststellungsbeschluss weiter gelten. Und der sieht Flüge nachts vor. Koch sichert zu, dass Änderungen am Beschluss durchaus noch möglich ist. Nachtflugverbot nur, soweit es rechtlich geht. Die Grünen würden kompletten Ausbau des Flughafens verhindern.

[20h45] Beide Kandidaten wirken extrem souverän. Koch liegt eine Minute vor. Themenwechsel.

[20h41] Mittel für Koch zur Integrationspolitik: Geld für Sprachförderung, Finanzmittel für Ausbildung. Ziel für Koch: Hauptschulabbruchsquote bei Ausländern auf 7% zurückführen, derzeit bei mehr als 11%. Demokratische Parteien müssen vernünftig über Integration reden können. Koch sei nicht perfekt und habe auch einige missverständliche Aussagen gemacht. Aber das muss erlaubt sein.

[20h38] Next Step: Integration. Koch: Habe bereits 1999 alles für Integration getan. Für Koch ist dies eine Kernaufgabe seiner Politik. Es muss auch über Regeln gesprochen werden. Angebot und Regeln der Integration sinnvoll miteinander verbinden.

Ypsilanti: Hessen in der Mitte Europas lebt von der Integration. Integration fängt bei Bildung an. Koch habe mit der Debatte um der Jugendkriminalität Vertrauen der Ausländer missbraucht. Integration ist Toleranz und Respekt gegenüber uns Deutschen aber auch von uns aus.

[20h35] Die Bildungspolitik polarisiert. Heftiges Wortgefecht, die Kandidaten fallen sich ins Wort. Lernwege von Kinder und die Gesamtschulen sind zwei unterschiedliche Bausteine, die die SPD und die CDU meilenweit trennen.

[20h32] Kurzes Fazit zwischendurch: Bisher recht interessant. Die Kandidaten schauen sich direkt gegenüber in die Augen. Die Moderatoren lassen das Duell gut laufen. Jeder versucht seine Politik durch Argumente zu untermauern, geht aber auch auf den Gegenkandidaten ein.

[20h29] Nun wird über einzelne Aspekte der Bildungspolitik diskutiert. Koch habe keine Bildungskompetenz, das jetzige Schulmodell sei für Kinder nicht verkraftbar. Famile und Beruf müssen wieder vereinbar sein, Eltern sollen entlastet werden, Kinder die Hausaufgaben in der Schule erledigen. Jeder habe die Möglichkeit nach 12 Jahren Abitur zu machen, we länger braucht, soll die Zeit bekommen. Also eine flexbile Kursstufe. Verkürzung der Schulzeit an sich ist eine “grässliche Belastung”. Schüler in der Pubertät brauchen Zeit in dieser Phase.

Roland Koch: Lobt Bildungsministerin Wolf, die gute Arbeit geleistet habe. Unterrichtsgarantie plus verhindert Stundenausfall. Eltern sind zufrieden. Das Schulsystem G8 ist aber noch nicht perfekt installiert, Koch räumt leichte Defizite ein. Insgesamt sei Hessen aber auf einen richtigen Weg.

[20h24] Erstes Thema Bildungspolitk: Ypsilanti beginnt. Bildungspolitik in Hessen gescheitert, SPD stehe für individuelle Föderung, nehme alle Kinder, ob gut oder schlecht, mit. Keine Auslese ab der vierten Klasse. Die Klassengröße soll verringert werden, Lehrer eine bessere Ausbildung bekommen. Modell Ganztagsschule.

Koch antwortet: Seine Kinder haben gerade Abitur gemacht, Koch kennt sich also in der Bildungspolitik aus. Betont Erfolge der Regierung. 4200 neue Lehrer wurden eingestellt, lehnt Ganztagsschule ab. Koch greift Bildungspolitk der SPD an.

[20h22] Ypsilanti geht gleich in die Offensive, greift Koch direkt an. Unter ihr gebe es eine neue politische Kultur. Koch habe bewusst das Thema auf kriminelle Ausländer gelegt. Koch setzt sich zu Wehr, lenkt das Thema aber mehr auf die Karte “Regierungsbildung”. Ein Linksblock soll verhindert werden. Koch geht dann noch mal auf das Thema Jugendkriminalität ein. Unbequeme Wahrheiten müssen angesprochen werden. Die Bevölkerung möchte Antworten zu solchen Hintergründen.

[20h20] Frage an Koch, ob das Wahlkampfthema Jugendkriminalität falsch sei und ihm Stimmen koste. Er verneint dies, sei ein wichtiges Thema. Hessen hat viele Erfolge vorzuweisen und die Menschen fühlen sich wohl. Die Hessen wollen eine stabile Regierung - und das geht nur mit der CDU. Hessen muss sein Ansehen in der BDR weiter aufrechterhalten.

[20h18] Erste Frage an Ypsilanti bezüglich der Kritik von Wolfgang Clement an der Energiepolitik. Sie habe keine Angst, dass es negative Einflüsse auf den Wahlkampf habe. Atomlobby sei kein leichter Gegner und kritisiert koch, der für längere Laufzeiten von Atomkraftwerken ist. Sie trägt die Kritik mit Fassung.

[20h17] Zunächst gibt es zwei kleine Einspieler, die die Kandidaten und deren Wahlkampf kurz vorstellen. Iypsilanti, “die Löwin”, gegen Roland Koch, “den Kronprinz der Kanzlerin”.

[20h15] “Spitz auf Knopf eine Woche vor der Wahl” Das Duell beginnt.

[20h12] Ich freue mich auf das Duell. Solche Möglichkeiten der TV-Präsenz sollte es viel öfter geben. Die USA sind da natürlich das klassische Vorspiel, wo in Zeiten der Vorwahlen fast wöchentlich Debatten abgehalten werden. Was ich mir für die kommenden 90 Minuten wünschen würde, ist eine spannende und kontroverse Auseinandersetzung, vor allem um Inhalte. Mal sehen, wie das Moderatoren und Kandidaten hinbekommen.

[20h09] So, kommen wir mal zum Inhaltlichen des Duells. Ddas Duell ist exkat durchgeplant. Zu Beginn bekommt jeder Kandidat eine Einstiegsfrage zu aktuellen politischen Entwicklungen oder Umfrageergebnisse. Dann geht es weiter mit knapp 10 Themenkomplexen. Schule und Bildung, Integration, Verkehr, Energie und Umwelt, Wirtschaft und Arbeit, Innere Sicherheit/Justiz, Familie und Soziales sowie Finanzen. Nach dem Prinzip Rede und Gegenrede bekommt jeder Kandidat 75 Sekunden. Die Zeit bei der Betrachtung der einzelnen Themenblöcke ist aber variabel, es darf also seitens der Moderatoren gewichtet werden. Zum Schluss gibt es dann noch einmal Schlussstatements, unter anderem mit Aussagen zur Koalitionsbildung.

[20h03] Insgesamt fünf Kamera sorgen für eine professionelle Aufnahme des Duells. Natürlich gibt es auch wieder das unsägliche Thema mit dem Zeitkonto. Es darf höchstens eine Minute in der Differenz der Gesprächsdauer geben. Zeitanzeigen sind nur für die Moderatoren sichtbar, der Zuschauer bekommt davon nichts mit. Es sei denn, es wird zwischendurch mal verglichen.

[19h59] Das TV-Duell ist nicht live, sondern wurde heute Mittag zwischen 12.00 Uhr und 13.30 Uhr unter “live-Bedingungen” aufgezeichnet. Es werde, so der Hessische Rundfunk, keine Nachbearbeitung geben, lediglich bei groben technischen Mängeln. Moderatoren des Duells sind Claudia Schick und Alois Theisen, die ich beide für sehr kompetent und mehr als geeignet halte. Manchmal machen es eben auch gute, aber eher unbekannte Moderatoren.

[19h54] Und weiter im Programm. Vor der NFL jetzt mal Politik mit dem bisherigen Höhenpunkt des Wahlkampfs in Hessen, dem TV-Duell zwischen dem Amtsinhaber und der Herausforderin ab 20.15 Uhr im Hessischen Rundfunk.

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Premier League 23. Spieltag, Manchester City - West Ham United

Verfasst von Felix am Sonntag,20 Januar, 2008

[18h55] Endstand Manchester City-West Ham United 1:1. Für die Hammers war viel viel mehr drin. Unglaublich, wie man mit seinen Chancen umgegangen ist. Von City kam viel zu wenig um die eigenen Ansprüche abzudecken. City mit 40 Punkten muss Everton etwas wegziehen lassen und kann entweder von Liverpool oder Aston Villa morgen noch überholt werden. So, kurze Pause hier, gegen Acht geht es dann weiter mit dem TV-Duell aus Hessen.

[18h53] Letzte Chance im Spiel. Cole scheitert mit wuchtigem Kopfball aus 11 Metern am glänzenden Hart.

[18h50] Drei Minuten Nachspielzeit im strömenden Regen von Manchester.

[18h48] Wieder schneller Konter West Ham, wieder gut gespielt, doch Ljungberg hämmert den Ball ans Außennetz.

[18h42] Ljungberg setzt sich auf links wunderbar gegen zwei Gegenspieler durch. Doch anstatt in die Mitte auf den frei stehenden Cole zu geben, sucht er den Abschluss. Der Ball geht ans Außennetz.

[18h35] Wahnsinn! Endlich mal ein richtig zielstrebiger Angriff von West Ham, klasse Zusammenspiel von Cole auf Noble, der aber aus kurzer Distanz am glänzenden Hart scheitert. Das hätte spätestens jetzt einen Treffer verdient gehabt.

Letzter Wechsel bei City: Der ganz schwache Elano geht, Garrido kommt. Eine Spur defensiver.

[18h29] Achtung, Achtung. Beste Torchance für City in der zweiten Hälfte. Freistoß von Petrov aus 25 Metern fast übers Stadiondach.

Wechsel bei West Ham. Der Platzverweis gefährdete Boa-Morte geht, Julien Faubert kommt.

[18h27] Zweiter Wechsel bei ManCity. Geovanni für Stephen Ireland.

[18h23] West Ham mit der neunten Ecke nach 63 Minuten. Und die Fans von Manchester stimmen immer noch den Refrain von “Hey Jude” an. Mehr gibt das Spiel der eigenen Mannschaft auch nicht her.

[18h19] Als Hammers-Fan hätte ich schon längst den Fernseher zertreten. Wieder eine 100%, doch anscheinend ist es unmöglich aus 5 Metern aufs Tor zu schießen. Zuvor scheiterte Ljungberg mit einem Distanzschuss an Hart. Das 2:1 liegt in der Luft

[18h16] Carton Cole mit seiner dritten guten Chance am heutigen Abend, wieder knapp vorbei. ManCity in der zweiten Hälfte noch ohne Torchance.

Wechsel bei City. Fernandes Gelson für den stets kämpfenden Vassell

[18h13] Aktuell 8 Grad in Manchester und Petrov hat Handschuhe an. Weichei! (und sieht modisch überhaupt nicht aus mit dem Schwarz, besser wäre Citizen-Blau)

[18h08] Meine Herren, wieviele Chancen wollen die Hammers noch vergeben? Wieder schön durch die Abwehrreihen kombiniert, doch diesmal drischt Noble den Ball aus 12 Metern übers Tor. Unverändertes Spiel, das West Ham diktiert.

[18h05] Ohne Wechsel geht es weiter mit dem zweiten Durchgang.

[18h01] Halbzeitmukke im Stadion in Manchester - Beatles

[17h52] Es ist ein voller Sport-Sonntag. Deutschland wird bei der Handball-EM von Spanien zerlegt, heute Abend sind die NFL-Championship Spiele und in diesen Minuten beginnt der Afrika-Cup. Bei Allesaussersport wird das Eröffnungsspiel Ghana-Guinea live mitgebloggt.

[17h48] HZ Manchester City-West Ham United 1:1. Insgesamt verdient in einem guten Spiel. Die Hammers könnten aber führen, wenn sie konsequenter spielen würden. Offensiv war von ManCity mit Ausnahme des Ausgleichs kaum was zu sehen.

[17h45] West Ham vergibt innerhalb von fünf Minuten drei erstklassige Konterchancen. Unglaublich. Die könnten hier 3:1 führen. Aber so kaum gefährliche Szenen vor den Toren trotz gutem Tempo.

[17h38] Klassische Szene von die Hammers, die stellvertretend für die erste Hälfte steht. Haben in der Offensive viel Platz zum Kombinieren, sieht bis zum 16er gut aus, doch statt dann aufs Tor zu schießen wird auf den im Abseits stehenden Mitspieler gespielt. Und das war nicht das erste Mal heute.

[17h33] ManCity kommt nach 30 Minuten besser ins Spiel, hat auch offensiv die ersten Möglickeiten nach guten, flüssigen Kombinationen. In der Abwehr wirkt das Team von Sven Göran-Eriksson erstaunlich anfällig, doch es bleibt dabei, dass West Ham die freien Räume nicht adäquat nutzen kann.

[17h25] West Ham United ist weiter die auffälligere Mannschaft. Von den Citizens kommt nur wenig nach vorne, West Ham versteht es aber immer wieder eigene Angriffe zu starten, doch ist man im Abschluss noch zu ungenau. Petrov bei ManCity überhaupt nicht im Spiel, es klafft eine große Lücke zwischen Mittelfeld und Sturm.

[17h18] ManCity-West Ham 1:1 durch Darius Vassell (16.). Eckenserie von ManCity. Die Hammers kriegen den Ball nicht raus, Ireland kann den Ball nochmal für City reinbringen, dann totales Chaos in der Abwehr und Vassell kann eindrücken, aber stand lt. Zeitlupe bei der Flanke von Ireland im Abseits. Sei es drum, schmeichelhafter Ausgleich

[17h14] Und das Tor ist durchaus verdient, weil West Ham in den ersten Minuten das Spiel machte und offensiv begonnen hatte. ManCity noch gar nicht im Spiel.

[17h10] ManCity-West Ham 0:1 durch Carton Cole (9.). Was für ein Auftakt und was für ein Tor. ManCity verliert den Ball im Spielaufbau, West Ham kann rechts raus geben zu Ljungberg, der Ball kommt in die Mitte zu Cole, der den Ball mit dem Rücken zum Tor annimmt. Auf engstem Raum und am Rande des gefährlichen Spiels schließt er mit einem sehenswerten Fallrückzieher ab. Klasse Einzelleistung.

[17h02] ManCity stößt an. Spiel läuft.

[16h58] So sehr ich Markus Gaupp schätze und seinen Arbeitsfleiß bewundere (er kommentiert heute Nacht um 02h00 noch NBA), aber eine Frage bedrückt mich jetzt doch: Wolff Fuss, wo bist du?

[16h56] Die Aufstellungen im City of Manchester Stadium

ManCity: Hart - Corluka, Dunne, Richards, Ball - Vassell, Hamann, Ireland, Petrov - Elano, Bianchi

West Ham: Green - Neill, Ferdinand, Upson, McCartney - Ljungberg, Noble, Mullins, Bowyer - Boa Morte, Cole

ManCity mit einem Wechsel. Bianchi spielt vorne im Sturm für Nery Castillo. West Ham wieder mit Carton Cole im Angriff, dafür muss Dean Ashton pausieren.

[16h50] Und wenn es eine Mannschaft gibt, die im grausten Mittelfeld steht, dann ist es West Ham United. 32 Punkte, keine Chance auf Europa, keine Chance auf den Abstieg. Man kann vor allem eines sein - Spielverderber.

[16h48] Das Rennen um die internationalen Plätze spitzt sich zu. Manchester City steht heute gehörig unter Druck. Der FC Everton hat am frühen Nachmittag glücklich mit 2:1 in Wigan gewonnen, belegt jetzt mit 42 Punkten Platz Vier. ManCity ist momentan Siebter mit 39 Punkten, hinten dran hängen aber schon Blackburn und Portsmouth mit je 37 Punkten. Von Platz vier bis Platz neun sind es also nur fünf Punkte Unterschied - und ManCity ist mittendrin.

[16h43] Wunderschönen Sonntagnachmittag zur Premier League. Manchester City empfängt West Ham United.

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3 Vorwahlen, 3 Sieger, aber nur ein wirklicher Gewinner - Spannung steigt vor dem Super Tuesday

Verfasst von Felix am Sonntag,20 Januar, 2008

Dreimal Vorwahl gestern in den USA mit sehr unterschiedlichen Ausgängen. Bereits gestern am späten Abend kamen über die News-Ticker die ersten Prognosen, die durch die jetzt fast feststehenden Ergebnisse alle bestätigt wurden. Knapp zwei Wochen vor dem Super Tueday am 05. Februar 2008 steigt die Spannung immer mehr. Ausgang völlig offen, wobei es in beiden Lagern Favoriten gibt.

Schauen wir zunächst auf die Demokraten, die gestern den Caucus in Nevada abhielten. Den Jackpot in Las Vegas hat keiner geknackt. Hier die Ergebnisse:

Hillary Clinton 51%, Barack Obama 46%, John Edwards 4%.

Ganz optisch betrachtet kann Hillary Clinton also einen weiteren Erfolg verbuchen, wenn auch nur knapp. Insgesamt bekommt sie in Nevada aber einen Delegierten weniger als Barack Obama aufgrund der Proportionalität der Stimmen. John Edwards entfernt sich immer mehr aus dem Rennen um die Präsidentschaft. Spätestens jetzt ist es auch von den Zahlen ein Zweikampf. Insgesamt sieht die Delegiertenverteilung bei den Demokraten jetzt wie folgt aus. Hillary Clinton kommt auf 203 Delegierte, Barack Obama auf 148 und John Edwards auf 50. Insgesamt sind für die Nominierung 2.026 Nominierte notwendig. Zumindest zwischen Clinton und Obama ist noch alles offen im Rennen um die Präsidentschaft. Und wer weiß, wann Edwards aus dem Rennen aussteigt…

Weiter ins Lager der Republikaner, die gestern gleich zwei Vorwahlen abhielten. Und die beiden Favoriten setzten sich durch, wobei von einem Sieg ein deutliches Zeichen ausgeht. Schauen wir zunächst wieder nach Nevada zu den Caucus der Republikaner. Zu den Ergebnissen:

Mitt Romney 51%, Ron Paul 14%, John McCain 13%, Mike Huckabee 8%, Fred Thompson 8%, Rudolph Giuliani 4%, Duncan Hunter 2%

Duncan Hunter zog daraufhin seine Kandidatur zurück. Irgendwie haben die Republikaner sowieso viel zu viele Kandidaten, und erst langsam kristallisieren sich zwei Favoriten raus. Da hat man bei den Demokraten die deutlich bessere Übersicht. Aber ich gehe davon aus, dass nach dem Super Tuesday auch bei den Republikanern kräftig aussortiert wird. Mitt Romney kann also seinen dritten Sieg verbuchen, und das sehr überlegen vor dem “Internet-Kandidat” Ron Paul. Alles weitere ist nicht von Bedeutung. Und wie Rudolph Giuliani die Kurve bekommen will nach solch miserablen Zahlen, ist mir immer mehr ein Rätsel.

Nevada war so ein bisschen die Randerscheinung am diesem Samstag in den USA, fast alle Augen richteten sich auf die Primaries der Republikaner in South Carolina. Seit 1980 wurde der Sieger in South Carolina stets auch Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Auch wenn John McCain davon noch ein ganz großes Stück weg ist, so war sein Sieg am Samstag doch eine große Überraschung und eine klare Kampfansage an Giuliani und Romney, dass mit dem 71-jährigen zu rechnen ist. Das Ergebnis aus S.C.

John McCain 33%, Mike Huckabee 30%, Fred Thompson 16%, Mitt Romney 15%, Ron Paul 4%, Rudy Giuliani 2%

Auch wenn es nur ein knapper Sieg war und auch Mike Huckabee sich wieder ins Rampenlicht drängte, ist John McCain der große Gewinner des Abends. Für die Delegiertenstimmen haben die Ergebnisse aus Nevada und South Carolina folgende Auswirkungen. So ist der aktuelle Stand: Mitt Romney 59 Delegierte vor Mike Huckabee (38), dann John McCain mit 32. Alle weiteren können vernachlässigt werden. Für den Hinterkopf: Giuliani hat eine Delegiertenstimme schon sicher. Insgesamt sind 1.191 Delegiertenstimmen für die Kandidatur notwendig. Ich rechne Mike Huckabee dauerhaft keine großen Chancen ein, von daher wird es eine Frage der Zeit sein, bis John McCain ganz langsam zu Mitt Romney aufschließen wird. Aber - und das muss auch erwähnt werden, liegt der ehemalige Gouverneur klar vorne. Inwieweit Rudolph Giuliani mit seinem vollen Fokus auf Florida und den Super Tuesday - dort finden in 24 Staaten Vorwahlen statt - noch reinkommen kann, bleibt ebenfalls interessant abzuwarten.

Weiter im Wahlmarathon geht es am 26. Januar, wenn die Demokraten ihre Primaries in South Carolina abhalten. Ganz viel Spannung gibt es dann nochmal am 29. Januar, wenn beide Parteien in Florida ihre Primaries abhalten. Dann wird sich auch zeigen, ob Rudolph Giuliani sein Comeback feiern kann. Und dann setzen alle Kandidaten ihre volle Kraft auf den Super Tuesday.

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