Bilanz ziehen
Verfasst von Felix am Dienstag,15 Januar, 2008
Nach 10 Monaten dürfen wir also endlich einmal Bilanz ziehen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat erreicht:
- Eigenständiger Tarifvertrag für Lokführer
- Einmalzahlung von 800 Euro für den Zeitraum vom 1. Juli 2007 (rückwirkend) bis 21. Februar 2008
- Lohnerhöhung um acht Prozent ab 1. März 2008 und nochmals um drei Punkte auf dann elf Prozent vom 1. September 2008 bis zum 1. Februar 2009
- Ab 1. Februar 2009 Verringerung der Wochenarbeitszeit von 41 auf 40 Stunden bei gleichem Entgelt
- Neue Entgeltstruktur für Lokomotivführer unter Berücksichtigung der Berufserfahrung und Qualifikationen
Das ist mehr als man erwarten konnte bzw. mehr als ich dachte, dass es die Bahn zulassen würde. Auch Hartmut Mehdorn hat sich geäußert und gibt mal gleich den Fahrplan für die nächsten Jahre mit.
- Abbau von Arbeitsplätzen
- Preiserhöhungen
- Wettbewerbsfäihgkeit der Deutschen Bahn AG ist dank Belastungen von 1 Milliarde Euro über die nächsten fünf Jahre massiv gefährdet.
- Mögliche Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohngebiete
- Beschäftigungspakt der Bahn mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA ist nur mit “maßvollen” Tarifabschlüssen zu halten.
- “Niederlage, nicht nur für die Bahn, sondern für den Standort Deutschland“
Leider äußert sich Mehdorn nicht mehr zum geplanten Börsengang. Zwei Alternativen: Entweder weglassen oder massiv durchdringen, und das geht dann nur mit hohen Preisen. Das wird dann die Umweltverbände und auch die Kunden freuen.


